Abenteuer und Wissen – Albert Schweitzer – Botschafter der Menschlichkeit

Titel: Abenteuer und Wissen – Albert Schweitzer – Botschafter der Menschlichkeit / Verlag: Headroom / Spielzeit: ca. 78 min / Sprecher: Ulrich Noethen, Hartmut Stanke, Jochen Kolenda ua

Inhalt: Sein Enthusiasmus ist unermüdlich. Über vierzig Jahre hat sich der Organist, Philosoph und Theologe Albert Schweitzer in Lambarene um Sterbende bemüht, hat Wunden geheilt, aber auch Unterkünfte bauen lassen und Pumpen repariert. Er korrespondiert mit Einstein, Nehru und Heuss, warnt die Welt vor den Atombomben und erhält 1952 den Friedensnobelpreis. Schon zu Lebzeiten wird er zum Mythos und Symbol der Nächstenliebe. – Dr. Monika und Prof. Wilfried Jellinghaus sind für Die Ärzte für Afrika e.V. jedes Jahr mehrere Wochen Süd-Ghana unterwegs. Spannend berichten sie die ländliche Bevölkerung operativ behandeln, medizinisches Personal ausbilden und fünf kleine Krankenhäuser in der Savanne betreuen.


Den Namen „Albert Schweitzer“ hat wohl fast jeder schon mal gehört. Ich natürlich auch und ich hatte auch immer einige Assoziationen mit dem Namen im Kopf, aber Genaueres wusste ich eigentlich nicht. Jedem, dem es ähnlich geht, empfehle ich dieses Wissens-Feature. In zum Teil erzählten, zum Teil gespielten Teilen wird davon erzählt wie Albert Schweitzers Werdegang war, mit welchen Problemen er zu kämpfen hatte und wie er es schaffte, dass er heute für den Inbegriff der Menschlichkeit steht. Diese Art von Wissensvermittlung gefällt mir gut. Viel besser jedenfalls als mit Jahreszahlen gelangweilt zu werden, oder stur Ereignisse auswendig zu lernen. Auf die Art hier wirkt es mehr wie eine Geschichte, ein Abenteuer, aber eben mit realem Hintergrund. Da lernt man fast unmerklich und genau so sollte Lernen eigentlich auch vor sich gehen.

Die Parts der Erzähler übernehmen Hartmut Stanke und Sigrid Burkholder, denen es gelingt spannend zu erzählen, obwohl sie inhaltlich meist Fakten vermitteln. Mit Ulrich Noethen als Sprecher für Albert Schweitzer hat man eine gute Wahl getroffen. Seine ruhige und warme Stimme wird diesem Charakter sehr gerecht. Edda Fischer alias Helene Fischer hat mir ebenfalls gefallen, das sie mir diese Person vom ersten Moment an sympathisch machte. Außerdem wirken noch Dr. Monika und Prof. Dr. Jellinghaus mit, die im Jahr mehrere Wochen in Ghana sind und dort medizinische Hilfe leisten. Zwar sind sie hörbar keine Sprecher, aber sie berichten so viel Spannendes, dass ich auch ihnen gern gelauscht habe.

Abwechslungsreiche und stimmungsvolle Musikstücke begleiten die Geschichte und eine ganze Reihe toller Geräusche vermitteln einem sofort ein Bild vom Geschehen. Diese Untermalung sorgt zusätzlich dafür, dass man nie den Eindruck einer Schulstunde hat.

Das Cover zeigt Schweitzers Klinik in Afrika und auch von ihm selber ist natürlich ein Bild zu sehen. Wie ich finde, wirkt auch diese Zusammenstellung keineswegs wie einem Schulbuch entsprungen. Es weckt Aufmerksamkeit und Interesse. Im umfangreichen Booklet kann man sich noch mal mit den wichtigsten Fakten um Schweitzer vertraut machen.

Fazit: Mit einem so abwechslungsreich gestalteten Wissensfeature lernt es sich leicht und mit Vergnügen. Ich bin Albert Schweitzers Geschichte gespannt gefolgt  und kann diese Folge nur empfehlen.

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