TKKG (179) – Abzocke im Online-Chat

Titel: TKKG (179) – Abzocke im Online-Chat / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Sascha Draeger, Nova Meierhenrich, Jonas Fischer, Rhea Harder ua

Inhalt: Patrick aus der 9a wird von Klößchen beim Klauen von superteuren Handys beobachtet. Als TKKG ihn zur Rede stellen, erfahren die Vier, dass Patrick seit einiger Zeit erpresst wird. Beim Surfen im Internet ist er in eine böse Internetfalle gestolpert – und so in einen Strudel aus Geldsorgen und Erpressung geraten. Tim, Karl, Gaby und Klößchen kümmern sich um den Fall und haben schon bald einen Verdacht. Doch wie lässt sich die gemeine Abzocke beweisen?


Ein verheißungsvoller und überraschender Titel. TKKG nimmt sich eines Themas an, das nahe am jugendlichen Hörer ist: Internetkriminalität in Gestalt einer bösen Abzocke. Dabei bleibt man allerdings sehr an der Oberfläche. Das darf man von der Serie wohl auch gar nicht anders erwarten. Sonst ist alles wie gewhnt: TKKG stolpert zufällig über den Fall, der erst viel später als solcher zu erkennen ist. Zuvor hat man quasi eine Reihe „Bruchstücke“, die schließlich wunderbarer- und wundersamerweise zusammenfließen. Und mit Tims Bereitschaft, auch mal zuzuschlagen, Willis Schokosucht, einem gestrengen Herrn Papa und seinem unschuldig in Not geratenen Sohnemann ist alles vetreten, was eine typische TKKG-Folge ausmacht.

Bei den Sprechern hat mir besonders Nova Meierhenrich gefallen, die eine wunderbar fiese junge Verbrecherin gibt. Und auch Jonas Fischer als betrogener Schüler habe ich gerne gehört, da er Patrick glaubhaft verzweifelt klingen lässt ohne dabei aufgesetzt rüberzukommen. Die Hauptsprecher sind in Form wie immer, da brennt sowieso nichts an.

Musikalisch bewegt man sich in vertrauten Bahnen. Keine sonderlich stimmungsvollen Stücke, aber Melodien, die sofort TKKG-Feeling aufkommen lassen. Die Geräusche kommen gewohnt solide daher und somit gibt es hier an sich nichts groß zu bemängeln.

TKKG und Mitschüler Patrick scharen sich um ein Laptop und schauen dabei nachdenklich bis grimmig aus. Wer dem Titel noch nicht entnommen hat, dass dieser Fall die TKKG-Bande ins Internet führen wird, der dürfte es anhand des Motivs endlich erkennen.

Fazit: Ein netter Versuch, sich eines zielgruppenorientierten Problems anzunehmen. Im TKKG-Kosmos wirkt das leider wenig überzeugend und tiefgründig. So wirklich erwartet hatte ich das aber auch nicht.

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