Die Flüsse von London (Ben Aaronovitch / Dietmar Wunder)

Titel: Die Flüsse von London / Verlag: Jumo, GoyaLit / Spielzeit: ca. 235 min / Buch: Ben Aarnovitch / gelesen von: Dietmar Wunder

Inhalt: Peter Grant ist frischgebackener Police Constable in London, verliebt in seine Kollegin Lesley und seit Neuestem Zauberlehrling. Eines Nachts wird Peter nach Covent Garden zum Tatort eines grausigen Mordes beordert. Dort begegnet er einem Geist, der behauptet, Zeuge des Mordes gewesen zu sein. Peters Hang zum Magischen und seine Begegnung mit dem Übernatürlichen ruft den letzten Zauberer Englands auf den Plan: seinen Vorgesetzten, den Polizeiinspektor Thomas Nightingale. Der führt Peter in die Grundlagen der Magie ein. Ab jetzt wird Peters Leben um einiges komplizierter.


Um diese Geschichte bin ich anfangs sehr zweifelnd herumgeschlichen. Jemand hatte mir erzählt, ich müsse sie mir wie einen erwachsenen „Harry Potter“ vorstellen und das klang in meinen Ohren nicht unbedingt verheißungsvoll. Nachdem ich „Die Flüsse von London“ nun gehört habe, muss ich sagen, dass ich diesen Vergleich für ziemlichen Quatsch halte. Natürlich geht es hier um Constable Peter Grant, der zu einem denkbar ungünstigen Moment erfahren muss, dass es so etwas wie Geister und Magie gibt, und der später bei einem Zauberer eine „Lehre“ macht. Aber dieser Teil, das Magische, nimmt nicht gleich den Großteil der Geschichte ein. Es ist ein Bestandteil, durchgehend vorhanden, aber die ganz normalen Ermittlungen, die Peter im Rahmen seines Jobs vornimmt, überwiegen in meinen Augen deutlich. Und so hatte ich das Gefühl, einem wirklich guten nd spannenden Krimi zu lauschen, der mit der Magie quasi seinen ganz besonderen Schliff erhält. Ich bin Peter Grant gerne durch London gefolgt und speziell die Idee um die titelgebenden Flüsse hat mir ausnehmend gut gefallen. Mal das Phantastische abseits vom Mainstream. So etwas sammelt bei mir immer schnell und gut Punkte.

Dietmar Wunder höre ich immer wieder gerne sprechen, doch bei einem Hörbuch ist er mir -meine ich- noch nicht untergekommen. Wie ich festgestellt habe, kann ich ihm aber auch über mehrere CDs hinweg gut zuhören. Er hat eine angenehme Stimme und lässt Peter jung, im Job sehr ernsthaft, ansonsten durchaus humorvoll klingen. Überrascht haben mich die verschiedenen Stimmen, die er für weitere Charaktere auf Lager hat. Ehrlich, solch eine Vielzahl hatte ich ihm nicht zugetraut.

Zugegeben, das Cover sprach mich auch nicht an. Für meinen Geschmack sieht es zu altertümlich aus. Erst beim genaueren Hinsehen entdeckte ich die Details wie die Totenköpfe, die kleine Kamera und auch, dass das Rote nicht einfach nur ein Band, sondern eben ein Fluss ist. Zusammen mit der Lupe -detektivischer geht es ja kaum- also ein schönes Motiv, hinter dem sich eine gute Story verbirgt.

Fazit:  „Die Flüsse“ von London hat mir prima gefallen! Vor allem, was das Magische nicht Peters normalen Job als Constable in den Hintergrund drängt, und man so stets das Gefühl hat, einfach einem spannenden Krimi zu lauschen. Ein paar innovative Ideen geben die besondere Würze.

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