Offenbarung 23 (42) – Die Illuminaten

Titel: Offenbarung 23  (42) – Die Illuminaten / Verlag: Highscore Music / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Till Hagen, Wolfgang Bahro, Marie Bierstedt, Michael Pan, Alexander Turrek ua

Inhalt: Am 1. Mai 1776 gründet Adam Weishaupt in Ingolstadt den Illuminatenorden. Nur acht Jahre später wird der Geheimbund bereits wieder zerschlagen. Doch warum hält sich bis heute das Gerücht, die Illuminaten hätten nie aufgehört zu existieren? Der Berliner Student Georg Brand findet im Nachlass des Hackers Tron ein verschlüsseltes Dokument, das die Wahrheit enthält, wo genau sich die Erben Weishaupts zwei Jahrhunderte lang „versteckt“ haben! Doch die finsteren Ordensbrüder wissen ihre Tarnung mit aller Härte zu verteidigen!


Es ist bei mir gerade irgendwie die Zeit der Quereinstiege. Das klappt bei einigen Reihen relativ problemlos, wieder andere machen mir das nicht gerade einfach. Das gilt auch für „Die Illuminaten“, für das ich vier Anläufe gebraucht habe. Dabei hat mir der Anfang mit dem Rätsel um die Estonia wirklich richtig gut gefallen, und eine Story  um dieses Thema wäre mir absolut recht gewesen. Leider verläuft die Folge aber nicht so. Stattdessen begleitet man T-Rex, der an diesem Tag gleich mehrere Entführungen und Gefangennahmen erlebt. Und sich mit seinen Häschern unterhält. Genau das begann dann mein Problem. Erstens fallen Namen und es werden Ereignisse erwähnt, die ich als „Unkundige“ nicht einsortieren konnte. Zweitens sind diese Gespräch zwar alles andere als uninteressant, aber es sind halt eben einfach nur Dialoge. Und wenn man da nicht ganz durchsteigt, dann ist man schnell abgelenkt. Jedenfalls ging es mir so. Ich fand es extrem anstrengend, diesen Passagen zu folgen. Und  T-Rex hat gleich mehrere Gesprächspartner. Dazwischen kommt immerhin wieder etwas Schwung in die Sache, auch wenn ich es schon erstaunlich finde, dass er zB aus einer Seilbahngondel unversehrt in ein aufgespanntes Netz stürzt. Diese Gondeln hängen doch meistens in gefährlicher Höhe… Aber wenigstens ist in solchen Szenen mal etwas los. Irgendeine finale Erkenntnis oder einen Aufhänger für die nächste Episode hat sich mir am Ende leider nicht erschlossen.

An den Sprechern habe ich wenig auszusetzen.  Helmut Krauss als Erzähler gefällt mir hier sehr gut, zumal er gleichzeitig objektiv, aber doch auch leicht geheimnisvoll erzählt. Alexander Turrek alias T-Rex kam bei mir sehr sympathisch und clever an. Till Hagen lässt Ian G. schön überheblich klingen. Xavier Naidoo mischt als Tupac mit. Und abgesehen davon, dass ich sofort das Radio ausschalte, wenn er singt, so klingt er mir hier zu steif und hat mich so nicht von seinem Talent als Sprecher überzeugen können.

Die Musik hält sich überwiegend im Hintergrund. Ich finde aber, man kann deutliche Unterschiede im Stil erkennen. Bei T-Rex Aufenthalt bei Ian G. klingt es häufig sehr kirchlich und geheimnisvoll. Als er bei Amon Sachs ist, hört man modernere Stücke, die eine gewisse Bedrohlichkeit bewirken. Die Geräusche kommen deutlich lauter daher, was solchen Szenen wie diesem heldenhaften Sturz auch ganz gut steht.

Passend zum Folgentitel ist auf dem Cover die Pyramide zu sehen, die oft im Zusammenhang mit Geschichten um die Illuminaten anzutreffen ist. Farblich ist alles schön düster gehalten. Ich finde zu einer solchen Serie passt das auch sehr gut. Im Booklet findet man fast ausschließlich Werbung. Erst auf der letzten Seite sind die Produktionsdetails aufgelistet. Da ich Sprecher als letztes auf dem rückwärtigen Einleger suche, war ich anfangs ganz schön ratlos.

Fazit:  Ich werde der Reihe noch eine Chance geben, auch wenn ich als Neueinsteiger mit dieser Episode ganz schön meine Schwierigkeiten hatte. Ich fand es ziemlich anstrengend und verwirrend, und Dank der vielen Dialoge auch zäh. Aber ich mag an sich Verschwörungsthemen ganz gerne, und da kann unmöglich jede Folge nur aus Dialogen bestehen. Und uninteressant ist es ja eigentlich auch nicht. Also geht es bald tapfer an Folge 43.

1 Comment

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  1. Nun, die Folge mit den Theorien zur Estonia gab es ja bereits.
    Bei O23 quer einzusteigen stelle ich mir in der Tat auch wirklich sehr schwer vor. Kann mir nicht vorstellen, dass man auf diesem Wege langfristig Freude daran haben wird (ob man das auf anderem Wege hat, ist wieder eine andere Frage – ich jedenfalls bin nicht gerade der größte Freund der Rahmenhandlung). Von daher empfiehlt es sich vielleicht bei Folge 1 nochmal neu einzusteigen. Das 3B-Kapitel kannst du ja auch auslassen 🙂

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