Offenbarung 23 (43) – Totale Vernichtung

Titel Offenbarung 23 (43) – Totale Vernichtung / Verlag: Highscore Music / Spielzeit: / Sprecher: Alexander Turrek, Ulrike Stürzbecher, Marie Bierstedt, Martin Kessler ua

Inhalt: Im Jahr 1999 kam es im Montblanc-Tunnel zur Katastrophe: 56 Stunden wütete damals ein über 1000 Grad heißes Feuer unter dem „Aiguille du Midi“-Massiv, 39 Menschen starben, drei Jahre dauerten die Aufräumungsarbeiten. Der Berliner Hacker Georg Brand entdeckt, dass das Unglück eigentlich im Niemandsland zwischen Italien und Frankreich geschah – rechtsfreier Raum also. War es also tatsächlich „nur“ ein Unglück, was damals geschah? Und was verbrannte wirklich alles in dem Höllenfeuer tief im Innern des „weißen Berges“?


Nachdem mich mein Quereinstieg mit der vorigen Folge kaum begeistern konnte, hat mir diese Folge schon besser gefallen. Anfangs -und auch später- gibt es zwar auch mal etwas längere Passagen, in denen nur geredet und erklärt wird, aber längst nicht so viel wie bei Folge 42. Stattdessen passiert hier tatsächlich mal etwas. Gleich anfangs wird man als Hörer in eine dramatische Situation „geworfen“ und später, als T-Rex und Sachs im Tunnel nachforschen, wird es schön spannend und mysteriös, fast ein wenig gruselig. So lasse ich mir „Offenbarung 23“ gerne gefallen. Zudem empfinde ich das Thema um den Tunnelbrand als ganz interessant und vieles, was hier erwähnt wird, hat mich sogar dazu gebracht, mal genauer darüber zu recherchieren. Auch das mag ich. Wenn ein Hörspiel noch nach dem Hören wirkt. Das ist hier ganz klar der Fall. Und dadurch, dass man vom Erzähler oft direkt angesprochen wird und Informationen von ihm erhält -wie beispielsweise Koordinaten- fühlt man sich erstens einbezogen und eben auch zum Nachforschen aufgefordert. Und das, ohne dass es aufdringlich wirkt. Es macht einfach neugierig.

Uve Teschner alias Amman Sachs höre ich nach diesen beiden Folgen inzwischen sehr gerne. Ich mag seine energische Stimme, in der aber immer auch mitschwingt, dass er mehr weiß als er bislang zugibt. Ulrike Stürzbecher gefällt mir ebenfalls, da sie Starling wunderbar undurchsichtig und geheimnisvoll klingen lässt, so dass ich ihr nie ganz über den Weg getraut habe. Besonders gefreut habe ich mich über den kleinen Auftritt von Peter Weis. Er ist und bleibt einer meiner Lieblingssprecher und meistert auch diese Rolle ganz souverän.

Muskalisch habe ich auch dieser Folge nichts vorzuwerfen. Es sind durchweg Stücke zu hören, die zur Geschichte und zueinander passen und die jeweiligen Szenen stimmig untermalen.

Selbst das Covermotiv macht hier mehr her. An dieser Szene sieht man schon, dass es hier mehr zur Sache geht. Zusammen mit dem Titel lässt einen das auf eine spannende Story hoffen, und man wird nicht enttäuscht!

Fazit: Gut, dass ich Folge 43 noch riskiert habe. Was ich hier gehört habe, das hat mir doch schon wesentlich eher zugesagt! Mag mir jemand versprechen, dass es so weitergeht? Dann bin ich künftig gerne weiter mit dabei.

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