Die drei ??? und die Geisterlampe – 12 Kurzgeschichten

Titel: Die drei ??? und die Geisterlampe – 12 Kurzgeschichten / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 165 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich, Heikedine Körting ua

Das gab es noch nie: 12 Mini-Fälle der drei ???. Die Autoren Kari Erlhoff, Hendrik Buchna und Marco Sonnleitner erzählen 12 kurze Geschichten, die die drei jungen Detektive aus Rcky Beach teilweise auch mal von ein paar ganz anderen Seiten zeigen.


Irgendwie hatte ich schon 2011 das Gefühl, dass die als Vorweihnachtsgeschenk gedachten Kurzgeschichten es irgendwann auch auf ein anfassbares Medium schaffen würde. Da ist es nun also! Auf jeder der drei CDs sind vier kurze Fälle der drei berühmten Detektive zu finden. Und die haben mir in dieser Mischung wirklich sehr gut gefallen! Warum? In erster Linie, weil es in maximal 20 Minuten je Geschichte (meist kürzer) keine Chance für zig verquere Zusammenhänge gibt. Und ich kann nicht behaupten, dass das zu Lasten der Spannung geht. Da habe ich lieber solche Geschichten, in denen ich durch einfaches Mitdenken vielleicht schon ein paar Minuten vor den drei Helden die Lösung erahne, als 60 Minuten Handlung, die erst Superhirn Justus am Ende einigermaßen logisch erklären kann. Justus selber ist auch so etwas, das mir hier gefallen hat. Er liegt mir vom Wesen sowieso nicht besonders. Daher fand ich es gut, dass hier auch Bob und Peter mal der größere Part zufällt. Ja, die beiden bringen sogar mal die Ermittlungen ebenso gut voran wie ihr neunmalkluger Chef! Ein schöner Einfall sind auch die drei Geschichten, die jeweils einer der Detektive alleine erzählt. Gerade Bobs Geschichte ist wirklich klasse und witzig! Und Peter lässt in seiner Einzelgeschichte klar erkennen, dass er richtig toll berichten kann. In den regulären Folgen zeichnet er sich ja leider oft eher durch ängstliches oder verwirrtes Stottern aus, was ich jedes Mal wieder schade finde.

Die drei Hauptsprecher stehen bei dieser Sammlung natürlich noch mehr im Mittelpunkt. In den Geschichten wirken jeweils nur wenige weitere Charaktere mit. Und in den Einzelgeschichten zeigen sie teilweise ganz klar, was sie auch in Sachen Hörbuch auf dem Kasten haben. Gefreut habe ich mich darüber, in „Der verschwundene Superstar“ soviel von Heikedine Körting alias Blacky bzw Mynah zu hören. Das erste Mal, dass mit Vögel in einem Hörspiel nicht genervt haben!

Musikalisch geht es ebenso abwechslungsreich zu wie inhaltlich. Will heißen, es sind tatsächlich mal ältere Stücke zu hören. Und das fällt nach dem Konservenklang der regulären neuen Folgen auch sofort auf, und -oh Wunder!- plötzlich kommt auch mal sowas wie Atmosphäre auf. Selbst bei solch kurzen Geschichten!

Ich finde es etwas schade, dass sämtliche Cover das Motiv der Box zeigen. Nicht, dass es mit nicht gefällt, ganz im Gegenteil: hier sieht man wenigstens mal genau das, was im Titel erwähnt wird. Aber zumindest für CD B und CD C hätte es für mich gern ein anderes Motiv sein dürfen. Interessanterweise ist als vierte Geschichte auf CD C „Das Rätsel der schwarzen Nadel“ aufgeführt. Im Booklet heißt die aber „Jagd auf den Weihnachtsmann“, was klar besser passt. Irgendwann sind die Boxen mit diesem Fehler sicher mal richtig Geld wert 😉

Fazit:  Mir haben die drei CDs richtig Spass gemacht. Eine schöne und abwechslungsreise Sammlung. Die Geschichten sind meilenweit von der regulären Reihe entfernt, logisch und stimmungsvoll. Aber ab und zu auch etwas abgehoben. Im sympathischen Sinne. Warum auch nicht? Meine Favoriten sind „Die Geisterlampe“, „SOS“, „Das Lehrstück“ und „Psychomoon“.

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