Algenspaghetti – Paul & Arthur auf Schlos Rheydt (Nicola Grosch / Carsten Steenbergen)

Titel: Algenspaghetti – Paul & Arthur auf Schloss Rheydt / Verlag: Blue Star / Spielzeit: /Buch: Nicola Grosch / gelesen von: Carsten Steenbergen

Inhalt: Paul, der kleine Pfau, hätte weiterhin ein beschauliches Leben auf Schloss Rheydt geführt, wäre er nicht eines Tages am Ufer des Schlossgrabens Arthur, dem Wassergespenst, begegnet. Arthur nimmt ihn mit in seine faszinierende Unterwasserwelt. Als sie dort einen geheimnisvollen Schlüssel finden, beginnt eine aufregende Reise, die beide weit in die Vergangenheit führt: In eine Zeit, in der Schloss Rheydt noch eine Burg war. Bis heute munkelt man vom Schatz des schwarzen Ritters Johann. Werden die beiden Johanns Geheimnis lüften können?


Ich mag es immer sehr, wenn mir Hörspiele / Hörbücher zu Ohren kommen, deren Verlag nicht so bekannt ist und die deswegen nicht in aller Munde sind. Sehr oft entdeckt man unter ihnen wirklich schöne Geschichten. Dazu zählt auch „Algenspaghetti“, auf das ich schon alleine wegen des seltsamen Titels neugierig war. Die Geschichte erzählt von zwei ungleichen Freunden und ihren gemeinsamen Abenteuern. Die Freunde, das sind Schlossgespenst Arthur und der Pfau Paul. Dabei hat mir speziell Paul mit seiner oft skeptischen und leicht pikierten Art gefallen. Aber auch Gespenst Arthur ist ein netter und lustiger Kamerad. Die beiden schließt man leicht ins Herz. Ihre Abenteuer auf Schloss Rheydt (das es übrigens bei Mönchengladbach wirklich gibt! Man könnte also auf Arthurs und Pauls Spuren wandeln ;)) machen nicht nur Spass. Gleichzeitig gibt es auch immer mal wieder etwas zu lernen. Beispielsweise über die Ritterzeit, das Schloss selber oder auch die Lebensweise der Menschen in vergangener Zeit. Erfreulicherweise wird dieses Wissen dezent vermittelt. Ich hatte nie das Gefühl, dass jemand das Geschichtsbuch auspackt. Oder ich war zu abgelenkt von Pauls und Arthurs spannender Schatzsuche. Das ist auch gut möglich! Ich kann mir gut vorstellen, dass eine solche Geschichte die jungen Hörer begeistern und in ihren Bann ziehen wird.

Carsten Steenbergen hat mir als Sprecher gut gefallen. Er liest mit einer Spur mehr Betonung als man s bei Hörnüchern für ältere Hörer  antrifft. Für ein Kinderhörbuch mag ich das, da das Gehörte so lebhafter wirkt. Das erleichtert das Zuhören über längere Zeit. Zudem verleiht er den einzelnen Figuren markante Stimmen und hat speziell für meinen Liebling Paul eine goldige Stimme auf Lager.

Ab und zu kommt Musik zum Einsatz, die leicht verträumt klingt.Das steht einer so phantasievollen Geschichte gut. Geräusche werden ebenfalls eingesetzt, was das Gehörte vorstellbarer und greifbarer macht. Es lockert außerdem auf.

Ich muss gestehen, dass mir Arthur auf dem Cover nicht so richtig gefällt. Arthur ist ein Geist! Und hier sieht er aus wie ein ganz normaler Junge? Dafür mag ich den gezeichneten Stil, der von der Buchvorlage übernommen wurde. Solche Motive mag ich für Kinder(hör)bücher besonders gern.

Fazit: Eine schöne Geschichte um eine spannende Schatzsuche und eine ungewöhnliche Freundschaft. Ganz nebenbei lernt man auch noch etwas. Was kann man sich für eine Kindergeschichte mehr wünschen?

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