Amadeus (Partitur 2) – Rosignolo

Titel: Amadeus (Partitur 2) – Rosignolo / Verlag: Hörplanet / Spielzeit: / Sprecher: Tim Knauer, Kim Hasper, Santiago Ziesmer, Luisa Wietzorek ua

Inhalt: Es war im Sommer des Jahres 1781. Ich bewunderte Graziella Antonelli, die Nachtigall, die mit ihrer unvergleichlichen Stimme Amadeus‘ Arien im Teutschen Nationaltheater sang. Und die kurz darauf vor unseren Augen ermordet wurde. Erschossen von Luigi Ferragosta, ihrem Liebhaber, der sich im Anschluss selbst richtete. Was mochte den Tenor zu dieser Wahnsinnstat getrieben haben? Noch während wir darüber nachgrübelten, hörten wir erneut den Gesang der Nachtigall. Nur lag die jetzt in ihrem Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof… oder etwa doch nicht?


Nach dem unheimlichen Morden, mit denen es Amadeus und sein Freund Resch im ersten Teil zu tun hatten, beginnt „Rosignolo“ mit einem ganz…bodenständigen Mord ;). Sängerin Graziella Antonelli, genannt „die Nachtigall“, wird vor ihren Augen ermordet. Grauenhaft, ganz ohne Zweifel, doch klar ohne den Gruselfaktor der ersten Folge. Genau darin liegt für mich der Unterschied und ich muss zugeben, dass ich es bedauert habe. Mir hat die Schauergeschichte „Wolferl“ doch etwas besser gefallen. Was nun aber nicht heißt, dass „Rosignolo“ schlecht ist. Ganz im Gegenteil! Die Geschichte ist sehr spannend und auch ohne unheimliche Vorkommnisse für eine schöne Gänsehaut hier und da gut. Nur halt eher im Sinne eines Krimis. Zudem ist das Ende recht offen gehalten, eine richtige Auflösung im eigentlichen Sinne gibt es nicht. So hat man als Hörer noch Gelegenheit, sich auch nach dem Hörspiel noch so seine Gedanken zu machen. Was in diesem Falle ganz reizvoll ist.

Auch wenn es erst die zweite Folge der Reihe ist, so wirken Tim Knauer und Kim Hasper in  den Hauptrollen bereits wie ein eingespieltes Team. Dank Amadeus humorvoller Art und Reschs Ernsthaftigkeit lausche ich ihren Dialogen immer wieder sehr gerne. Santiago Ziesmer hat mich ein weiteres Mal von der Vielseitigkeit seiner Stimme überzeugt. Er gibt einen klasse Tonlechner. Man hört ihm die Besessenheit dieses Charakters mit jedem Satz an.

Zur Untermalung hat man erneut sehr passige und stimmungsvolle Stücke ausgewählt. Sie tragen sowohl dem Thema „klassische Musik“ Rechnung als auch dem Anspruch eine düstere Atmosphäre zu erzeugen, die für Spannung sorgt.

Das Covermotiv gefällt mir wieder prima. Natürlich ist wieder Mozarts Konterfei zu sehen, was Seriencharakter vermittelt. Im Mittelpunkt steht jedoch die Oper, mit schönen kräftigen Farben auffällig  gestaltet.

Fazit:  Dieser Folge fehlt das Mysteriöse vom Wolferl“. Trotzdem ist die Geschichte sehr spannend und für manche Gänsehaut gut. Ein echtes Hörvergnügen also, das ich empfehlen kann!

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