Mord in Serie (06) – Kalter Tod

Titel: Mord in Serie (06) – Kalter Tod / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 60 min  / Sprecher: Udo Schenk, Linn Mackenzie, Christian Stark, Conrad Halver ua

Inhalt: Ein luxuriöses Ferienhaus in den verschneiten bayerischen Alpen. Hierher lädt der Münchener TV-Star und Playboy Alexander Degenhardt seine neueste Eroberung, das attraktive Model Cecilia, ein. Die junge Frau erwartet eine beeindruckende High-Tech-Festung, die mit einem der besten Sicherheitssysteme ausgerüstet ist, das man für Geld kaufen kann. Doch auch das sicherste Computerprogramm kann geknackt werden. Diese bittere Erkenntnis müssen Degenhardt und Cecilia bereits kurz nach Einbruch der Dunkelheit machen, als plötzlich drei bewaffnete Gestalten in das Gebäude eindringen. Während draußen ein unerbittlicher Schneesturm tobt, nimmt im Inneren ein tödliches Spiel seinen Lauf…


Weiter geht es mit den serienmäßigen Morden aus dem Hause Contendo. Und gleich mit einer Szenerie, die für mich ausgesprochen vielversprechend klang. Ich mag solche Geschichten, in von der Außenwelt abgeschnittenen Gegenden oder eben Häusern. Drum herum ein Schneesturm, das ist an sich ganz nach meinem Geschmack. Genau deshalb hätte man auch eben darauf etwas mehr Augenmerk legen dürfen. Einfach um die auswegslose Situation von Degenhardt und Linn Mackenzie deutlicher an den Hörer weiterzureichen. Das fand ich schade, dass das mit den paar Bemerkungen darüber nur so kurz kommt. Die Story lebt in erster Linie von einer ganzen Reihe Wendungen, bei denen ich fast jedes Mal ziemlich verblüfft war. So ein Verlauf macht Spass und man merkt, dass diese Wendungen nicht nur Aufmerksamkeitshascherei ausgelegt sind. Denn trotz allem bleibt der Verlauf schlüssig und hebt nicht ab. Ein guter Schuss Action ist ebenfalls beigemischt und so hat mir „Kalter Tod“ gut gefallen.

Es gibt Sprecher, die können noch so nett und freundlich klingen, man nimmt es ihnen einfach nicht ab. So ging es mir hier mit Udo Schenk, der den Showmaster Degenhardt spricht. Dabei wäre das doch mal eine nette Abwechslung gewesen 😉 Später passen Stimme und Charkter der Figur aber wieder bestens zusammen. Linn Mackenzie klang in meinen Ohren bereits zu Beginn eine Spur zu energisch. Da hätte sie Cecilia ruhig noch etwas mehr modeltypisch-dümmlich klingen lassen dürfen. Dagegen gibt Marion von Stengel eine herrlich abgebrühte Fiona.

Musikalisch lässt man sich auch bei dieser Folge nicht lumpen. Es klingt ausgesprochen eindrucksvoll aus den Boxen und die Stücke vermitteln gut den Eindruck eines spannenden Thriller mit actionreichen Passagen. Von Zeit zu Zeit zieht die Untermalung sich aber auch mal zurück und unterstreicht die in diesen Passagen erforderliche bedrohliche Stimmung. Wie von der Reihe gewohnt, findet man am Ende der CD einen Bonustrack. Dieses Mal ist es „Tonight is free“ von Carved Souls, das mir gefällt.

Die Frage, ob das Covermotiv mit der Story zu tun haben muss, wird wohl niemals jemand zur allseitigen Zufriedenheit beantworten können. Aber es wäre zumindest schön, wenn man überhaupt etwas darin erkennen könnte. Ich interpretiere (oder phantasiere?) jetzt einfach mal fleißig drauf los und sehe darin Schnee und Blut. Dann passt es. Nächstes Mal darf es gerne wieder eine Spur eindeutiger sein.

Fazit:  Für meinen Geschmack hätte man die Bedrohlichkeit alleine der Szenerie mehr herausarbeiten können. Ein im Schneesturm in den Bergen abgeschnittenes Haus, das gibt dafür einiges her. Davon abgesehen kommt einem hier eine wendungsreiche Story zu Ohren, die sich erfreulicherweise nicht darin verzettelt, und eine Prise thrillermäßige Action bietet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: