Die drei ??? (158) – …und der Feuergeist

Titel: Die drei ??? (158) – …und der Feuergeist / Verlag: Europa / Spielzeit: / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich, Jürgen Kluckert, Ulrike Stürzbecher ua

Inhalt: Die privat geführte Oper Califia in Rocky Beach steht vor dem finanziellen Aus. So ist es nicht verwunderlich, dass die drei ??? zunächst an eine werbewirksame Veranstaltung glauben, als sich eine Mitarbeiterin der Oper Hilfe suchend an sie wendet: Im Gewölbekeller des Gebäudes gehen mysteriöse Dinge vor sich – und ein seltsames Wesen wurde gesichtet! Justus, Peter und Bob übernehmen den Fall und ahnen nicht, auf was sie sich da einlassen. Plötzlich bricht während einer Aufführung ein Großfeuer aus! War es Brandstiftung? Welche Rolle spielen dabei der undurchsichtige Moody Firthway und sein rotes Notizbuch?
Nur Justus erkennt als Einziger, was sich tatsächlich hinter den Kulissen abspielt.


Ich habe inzwischen viel Kritisches -im negativen Sinne- über diese Folge gehört, aber irgendwie ist sämtlichen Unkenrufen nicht gelungen, meine Meinung zu ändern. Mir hat die Folge nämlich soweit ganz gut gefallen. Alleine schon aus dem Grund, dass ich am Ende nicht das Gefühl hatte, erst noch einen Durchblickerlehrgang bei Justus machen zu müssen um zu verstehen, was in der Oper vor sich geht. Natürlich bekommt man die Auflösung vom Chef-Detektiv wieder quasi auf dem Silbertablett präsentiert, doch das dürfte ja eigentlich niemanden mehr wundern. Viel wichtiger für mich war, dass ich seine Erklärungen nachvollziehen und eine Logik darin entdecken konnte. Das war in letzter Zeit bei den wenigsten Folgen der Fall! Auch mit dem zottigen Ungeheuer, das für mich so eine Mischung aus dem bekannten Opern-Phantom und dem Biest war, konnte ich ganz gut leben. Da hätte ich es weitaus schlimmer gefunden, wenn man den Faden um den Außerirdischen-Forscher weitergesponnen und Aliens hätte umgehen lassen. Dann lieber ein haariges Monster in den Opernkatakomben.

Zu den drei Hauptsprechern muss weiter nichts gesagt werden, da stimmt auch hier wieder alles. Besonders gefallen hat mit Ulrike Stürzbecher in den Rolle der Michelle, die den Fall an die drei Detektive heranträgt. Sie hat eine sehr angenehme und sympathische Stimme und hat es so sofort geschafft, dass ich sie mochte. Das will was heißen, weil ich mich mit so manchen Charakteren der Reihe oft so meine Schwierigkeiten habe. Auch Jürgen Kluckert als leicht aufbrausenden Opernchef habe ich gerne gehört. Auch wenn ich -sobald er wirklich laut wurde- Neustadts Elefanten vor mir sah.

Musikalisch sei unbedingt erwähnt, dass man dem Schauplatz tatsächlich einige Male Rechnung trägt und Opernklänge zu hören sind. Das passt und ist mir allemal lieber als eine knappe Stunde lang immer wieder die ewig bekannten Stücke. Die Geräusche gehen wie üblich in Ordnung.

Auch das Cover gefällt mir. Die Oper wirkt leicht unheimlich dank der Farbspielereien und der dunklen Figur am Fenster.

Fazit:  Da ich am Ende bei Justus Auflösungsrede sogar folgen konnte, gebührt dieser Folge einfach ein Lob! Das erlebe ich selten bei der Reihe. Dank stimmiger Musik habe ich mich gut an den Ort des Geschehens versetzt gefühlt, und es gibt auch durchaus Schlimmeres als ein zotteliges Monster.

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