Ein Svea Andersson Krimi (03) – Eiskalte Drohung (Denise Monteiro & Gordon Piedesack / Ritta Jacobsson)

Titel: Ein Svea Andersson Krimi (03) – Eiskalte Drohung / Verlag: Kosmos / Spielzeit: ca. 432 min / Buch: Ritta Jacobsson / gelesen von: Denise Monteiro & Gordon Piedesack

svea03Inhalt: Svea ist in großer Gefahr: Sie muss gegen eine Erpresserbande aussagen, die mit ihrer Hilfe überführt werden könnte. Hinzu kommt, dass in der Umgebung Mädchen überfallen und verprügelt werden, die Svea täuschend ähnlich sehen. Hat es jemand auf sie abgesehen? Will die Bande ihr Angst einjagen, sodass sie ihre Aussage zurückzieht?


Nachdem ich schon Sveas zweiten Fall nicht mehr ganz so genial fand wie Teil 1, bewahrt dieser dritte Teil die Tradition leider und stellt für mich einen weiteren -wenn auch nicht großen, aber doch vorhandenen- Rückschritt dar. Dabei beginnt die Geschichte wirklich vielversprechend. Es dauert gar nicht lange und schon steckt Svea mal wieder in einer unheimlichen und gefährlichen Situation. So hätte es gerne weitergehen können. Mir hat es auch gefallen, dass man direkt an den zweiten Band anknüpft und somit zunächst der Verdacht besteht, dass Svea von den Verbrechern eingeschüchtert wird, gegen die sie dort aussagen soll. Das wäre ein sinniger Verlauf gewesen. Stattdessen dreht die Geschichte später und wendet sich einer neuen Idee für einen Kriminalfall zu. Dabei stehen, wie eigentlich immer in den „Svea“-Geschichten- erneut ganz ernste Themen im Mittelpunkt, die die jungen Hörer ansprechen dürften. Hier sind es Internetkriminalität und Fremdenhass. Und genau von diesen Gesellschaftsproblemen war es mir eine gute Schippe zuviel! Mir wird hier teilweise zu sehr mit dem moralischen Zeigefinger gewunken. Auch Sveas Privatleben, ihre Freunde, ihre Eltern, Jungs hebeln den Krimi ein wenig aus. Von ihnen ist hier massig zu hören. So viel, dass ich den Fall manchmal aus den Augen verloren habe. So sehr ich Sveas Leben mag, es darf nicht den Krimi in den Hintegrund stellen. Oder dafür sorgen, dass es kaum echte Ermittlungen gibt. Meist steht Svea eher daneben oder stolpert zufällig über etwas. Das ist nicht Svea, wie ich sie in „Todeswald“ kennengelernt habe.

Nicht vom Namen täuschen lassen! Auch hier ist die gleiche Sprecherin zu hören wie in den beiden vorigen Hörbüchern, nunmehr Denise Monteiro! Ich mag ihre Stimme für Svea einfach. Sie liest munter und locker und klingt dabei passig jugendlich. Ich höre ihr immer wieder gerne zu. Gordon Piedesack ist ebenfalls mit von der Partie, ist hier allerdings wieder seltener zu hören als im Vorgänger. Sobald er das Wort ergreift, sorgt er aber für eine angemessen bedrückende und bedrohliche Stimmung.

Ich habe den Eindruck, speziell in Sachen Geräusche wird mit jedem Hörbuch ein eine Schippe nachgelegt. Mir gefällt das. Das lockert nicht nur die lange Spielzeit auf, sondern veranschaulicht das Geschehen und die Szenerien auch gut und klingt hier und da schon verdächtig nach Hörspiel. Immer wieder sind auch wieder Melodien eingestreut, die der Geschichte gut stehen.

Mit dem kräftigen Blau und der Scherenschnittoptik reiht sich dieses Hörbuch gut im Regal ein. Das Motiv deutet an, was einen in der Geschichte erwartet und wirkt so verheißungsvoll. Die CDs sind im gleichn Look gehalten und unter den CD-Einschüben sind Sätze aus der Geschichte abgedruckt, die auf eine spannende Geschichte hoffen lassen.

Fazit:  Die Geschichte begann vielversprechend, doch dabei blieb es für mich leider auch. Mir war hier einfach zuviel vom moralischen Zeigefinger zu hören. Ich bin mir zwar sicher, dass dieses Element etwas ist, was die Reihe von anderen ihrer Art abheben soll, und grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden. Aber mir nimmt das hier gut was an Spannung.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: