TKKG (180) – Alarm im Raubtierhaus

Titel: TKKG (180) – Alarm im Raubtierhaus / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Niki Nowotny, Eckart Dux, Peter Weis, Gustav Adolf Artz ua

tkkg180Inhalt: Aufregung in der Millionenstadt! Ein Unbekannter hat nachts die Käfige der Zootiere geöffnet und nun spazieren Elefanten durch die Stadt und Affen plündern die Marktstände. Die Bewohner der Stadt reagieren gelassen und der Zoo tut alles, um die Tiere schnell wieder einzufangen. Doch als auch die gefährlichen Geparden aus ihrem Gehege verschwinden, breitet sich. Angst und Schrecken aus. Klar, dass TKKG wissen wollen, wer dahintersteckt! Schon bald haben sie eine heiße Spur, die sie direkt in die Fänge der Geparden treibt…


Tja, es war irgendwie noch nie so schwierig, über eine TKKG-Folge zu schreiben wie in diese Falle. Denn ich bin hin- und hergerissen. Eines ist aber trotzdem sicher: an sich zählt diese Folge zu den stärkeren der Reihe. Das liegt vor allem daran, dass man über die Zusammenhänge der Ereignisse und die Verbindungen unter bestimmten Charakteren lange im Unklaren gelassen wird. Endlich mal kein Bösewicht, dem man das beim ersten Satz anhört. Stattdessen fällt es sogar leicht, Sympathie für die meisten Personen aufzubringen, sodass es einem noch schwerer fällt, jemanden zu verdächtigen. Auch die Auflösung geht in Ordnung und ist nachvollziehbar. Ich hatte lange Schlimmes befürchtet, von wie weit her die Geschichte schließlich ihre Auflösung holen würde. Zum Glück ist das nicht der Fall. Woran ich mich auf der anderen Seite aber massiv gestoßen habe, das ist die Darstellung der ermittelnden Polizei. Was Tim und seinen Freunden auf einem Foto auffällt, darauf werden die Ermittler nicht aufmerksam? Also bitte! Und dieses ewige Gewese und Rumgetue um Karls tolles Handy hätte ich in diesem Maß auch nicht gebraucht. Davon abgesehen hätte die Folge auch gerne etwas kürzer sein dürfen. Hier und da zieht sie sich doch ganz schön.

Bei den Sprechern tut sich für meinen Geschmack Mario Grete hervor, der mir ein gutes Bild von Tierpfleger Niebert vermittelt hat. Zwar ein wenig brummig, aber dennoch ganz symapthisch. Eckart Dux bringt die Würde des Zoodirektors gut an den Hörer. Die Hauptsprecher machen ihre Sache natürlich auch hier wieder gut. Lediglich Nicolai Munoz Möller klang mit etwas unangenehm gestelzt in den Ohren.

Musikalisch kann man  mit der Folge ebenfalls zufrieden sein. Bei den Geräuschen hat es mir besonders gefallen, dass die eingesetzten Tiergeräusche wirklich ganz authentisch klingen. Da hatte ich bereits Schlimmes befürchtet.

Das Covermotiv wird dem Titel der Folge gerecht. Ich finde nur irgendwie, dass die Geparden überhaupt nicht bedrohlich, sondern eher amüsiert wirken. Der ganz links scheint richtig zu grinsen…

Fazit:  Wie gut, dass die Polizei so dödelig ist! Davon aber abgesehen ist „Alarm im Raubtierhaus“ eine sehr ordentliche Folge, da man lange Gelegenheit hat, sich selbst eine Theorie über die Vorgänge im Zoo zurechtzulegen, und weil auch die Auflösung das nicht verpatzt.

1 Comment

Add a Comment
  1. Mir hat die Folge auch ganz gut gefallen. Im Gegensatz zu den Vorgängern (die letzten 10 bis 15 Folgen) war hier tatsächlich auch wieder ein Handlungsstrang zu erkennen.
    Lediglich der ein oder andere Ausspruch (ein Zoodirektor der seine Angestellten mit einem zackigen „Stillgestanden!“ zur Ordnung ruft), oder auch Lösungsansätze („Wo versteckt man am besten Geparden? Im Schlachthof!“) bleiben mir schleierhaft!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: