Schwarzer Mond über Soho (Ben Aaronovitch / Dietmar Wunder)

Titel: Schwarzer Mond über Soho / Verlag: Jumbo Verlag, GoyaLit / Spielzeit: ca. 265 min / Buch: Ben Aaronovitch / gelesen von: Dietmar Wunder

mondsohoInhalt: Sein Spezialgebiet ist die Magie, sein Vorgesetzter der letzte Magier Englands und er selbst immer noch in der Ausbildung. Was im Moment vor allem das Auswendiglernen von Lateinvokabeln bedeutet, die uralten Zaubersprüche wollen schließlich korrekt aufgesagt werden. Doch als Peter eines Nachts zu der Leiche eines Jazzmusikers gerufen wird, verliert das Lateinstudium auf einmal seine Dringlichkeit. Peter findet heraus, dass in den Jazzclubs in Soho, im Herzen Londons, plötzlich verdächtig viele Musiker eines unerwarteten Todes sterben. Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu.


„Schwarzer Mond über Soho“ ist nun das zweite Hörbuch um den magisch begabten Polizisten Peter Grant. Der hat hier im Grunde sogar gleich mit zwei Fällen zu tun. Erstens sterben in London auffällig viele Jazzmusiker. Das wäre so noch kein Fall für Grant, doch die Leichen spielen auf gewisse Art noch immer auf ihren Instrumenten, und so ist bald klar, dass irgendwie doch Magie im Spiel ist. Zweitens geht scheinbar eine sehr blutdurstige Frau um, die solch scharfe Zähne hat, dass sie damit so manchen Herren kastriert.
Jede Menge zu tun als für Grant, der dieses Mal ziemlich auf sich alleine gestellt ist. Sein Lehrmeister steht ihm nicht mehr in solchem Maße zur Seite wie im ersten Band, da er noch die Folgen dieses Abenteuers auskuriert.
Mir hat „Schwarzer Mond über Soho“ wieder sehr gut gefallen! Ich finde es einfach klasse, wie hier Magie und Krimi miteinander vermischt werden. Natürlich spielt die Magie eine große Rolle, damit hängen die Verbrechen schließlich zusammen. Doch bei Grants Ermittlungen hat man trotzdem immer den Eindruck, ganz normale Nachforschungen zu begleiten. So vermittelt auch dieser zweite Teil der Reihe nie den Eindruck, einer rein phantastischen Geschchte zu lauschen. Grant ist letztlich in der Hauptsache bei der Polizei, sodass es trotz aller Magie wie ein echter Krimi klingt.
Ich hoffe, das bleibt auch so, wenn Grant in Sachen Zauberei mal begabter ist als jetzt noch.
Mir hat der Fall um das bissige Weib ein Stück besser gefallen als der um die verstorbenen Jazzer. Ich finde, bei dieser Dame und allem um sie herum hat Aaronovitch in Sachen Ideenreichtum und Blut ordentlich aus dem Vollen geschöpft. Sowas mag ich! Genau wie den Humor, der auch dieser Geschichte wieder zueigen ist und mich immer mal wieder grinsen ließ.

Dietmar Wunder ist auch hier wieder zu hören und erneut hatte ich viel Spass dabei, ihm zu lauschen. Er verleiht den oft schrägen Charakteren und Wesen schöne passende Stimmen. Außerdem klingt er bei Grants Ermittlungen genauso wie ich mir einen Polizisten vorstelle: energisch und befehlsgewohnt. Gleichzeitig klingt immer auch der Humor der Geschichte durch.

Dem Covermotiv ist der Zusammenhang mit „Die Flüsse“ von London klar anzusehen. Mir gefällt dieses hier aber besser wegen dem schönen, dunklen Blau. Und den Bühnenscheinwerfer finde ich eine schöne Idee, die zur Geschichte passt.

Fazit:  Mir hat dieser zweite Teil noch einen Tacken besser gefallen als der erste Teil. Spannend, magisch, aber eben auch ein waschechter Krimi um äußerst seltsame Morde, und gewürzt mit einem Schuss bösen Humor.

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