Mark Brandis (23) – Triton-Passage

Titel: Mark Brandis (23) – Triton Passage / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Michael Lott, Roman Ketschmar, Dorothea Anna Hagena ua

brandis23Inhalt: 2133: Mark Brandis ist seit 240 Tagen als Gastpilot auf einem neuen Schiff unter dem Kommando von Cmdr. Elmar Busch. Statt eines Testfluges verharrt die EXPLORATOR jedoch regungslos im Weltraum, um den möglicherweise bevorstehenden Ausbruch des Sterns Eta Carinae in eine Hypernova zu beobachten. Eine ereignislose Schicht löst die andere ab. Als Mark Brandis durch VEGA-Direktor John Harris von einem gestrandeten Republikenschiff im Orbit des Planeten Neptun erfährt, gerät er in ein moralisches Dilemma – denn der offizielle Befehl ist unmissverständlich: um keinen Preis darf das Schiff die Beobachtungsposition verlassen!


Ich war ziemlich überrascht als ich mit dieser Folge eine Einzelfolge in Händen hielt. Die Hörspiele dieser Reihe kommen doch vielfach als Doppelfolge mit zwei CDs daher. Ich habe viel Lobendes darüber gelesen, dass man hier nur eine CD hat. Ich habe mich allerdings von der rückseitigen Ankündigung von nahezu 80 Minuten Spielzeit doch eher abgeschreckt gefühlt. Da sind mit die 45-Minuten-Häppchen der Doppelfolge lieber! Und die Story hier hätte das auch durchaus gerechtfertigt! Mit der Rettungsmission in einem und der dramatischen Situation als im Schiff der Luft knapp wird im zweiten Teil. Beides sind spannende Ereignisse, die gut in Szene gesetzt werden und bei denen man mitfiebern kann, aber in einem Rutsch war es mir eben zuviel. Die politischen Verwicklungen und Differenzen sind hier ein wichtiges Thema, und obwohl sowas nicht mein Fall ist, empfinde ich es hier als ganz interessant. Vermutlich, weil neben der Politik eben auch das Menschliche so klar rüberkommt, mit allen Facetten, die die Politik darauf ausübt. Am Ende der Geschichte erwartet einen ein ganz schöner Hammer! Da bin ich jetzt mal gespannt, wie die Reihe nun weitergeht.

Den Part von Brandis Kontrahenten Cmdr. Busch übernimmt Roman Kretschmar, dem es mit wenigen Worten gelingt, einem zu vermitteln, dass er Brandis nicht mag. Und bei aller Menschlichkeit und Ruhe, die Brandis immer durchklingen lässt, in mancher Situation hätte Michael Lott da gerne auch mal lospoltern können. Schwierigkeiten hatte ich mit Anastasia Conze in der Rolle von Lt. Minulescu. Das ist keine Beleidigung, sondern mein Empfinden: sie klingt hier wie eine Sechzehnjährige. So habe ich ihr die erwachsene Wissenschaftlerin nicht abgenommen. Bettina Zech alias Tuva Eidsvag dagegen klingt älter als ein Teenie wie sie ihn hier spricht. Für mich hätte man diese beiden Sprecherinnen genau andersherum einsetzen sollen.

Die Untermalung sitzt auch bei dieser Folge wie auf den Leib geschneidert. Stimmungsvolle Musiken mit Science Ficition-Klang, die die Athmosphäre der einzelnen Passagen deutlich an den Hörer vermittelt. Als etwas too much habe ich die Szene mit Brandis und Tuva empfunden, in der sie gemeinsam musizieren. Gefühlsbetonende Handlung und musikalische Begleitung hin oder her, man kann es auch übertreiben mit der Gefühlsduselei.

Das Cover vermittelt erneut Weltraum-Stimmung, und die kühlen Farben verraten, dass es dort nicht immer menschenfreundlich zugeht.

Fazit:  Das nächste Mal gerne wieder eine Doppelfolge. 79 Minuten Brandis am Stück waren mir doch zu viel. Spannende Momente hat die Geschichte aber einige auf Lager, sodass es Gelegenheit zum Bangen und Mitfiebern gibt.

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