Faust Jr. – Die Wissensdetektei (08) – Der erste Mensch

Titel: Faust Jr. – Die Wissensdetektei (08) – Der erste Mensch / Verlag: Igel Records / Spielzeit: ca. 77 min / Sprecher: Ingo Naujoks, Marie-Luise Marjan, Luna Jahrreiss ua

faust08Inhalt: Wer war der erste Mensch? Was unterschied ihn vom Affen? Frank Faust interessiert sich brennend für diese existentiellen Fragen. Vor allem, als er ein Foto seines unbekannten Vaters findet. Wer ist sein direkter Vorfahr? Weiß sein Vater überhaupt, dass er sein Sohn ist? Fausts achter Fall wird zu einer Reise zu den eigenen Wurzeln und den Anfängen der Menschheit.


Es ist immer wieder eine Freude für mich, wenn eine neue Folge dieser Reihe erscheint. Sie schafft es wie keine andere, mich für Themen zu begeistern, die mich sonst maximal minimal interessieren. Dieses Mal begibt sich Faust auf die Spuren der Menschheit. Dabei wirft er einen genaueren Blick sowohl auf die tatsächlich ersten Menschen und deren Leben, als auch auf die heutigen, modernen Methoden um zB verwandtschaftliche Beziehungen bestimmen zu können. Der Grund für Letzteres ist vor allem die Frage nach Fausts Vater, die ihm beim Anblick eines Fotos in den Kopf kommt. Natürlich muss auch ihr nachgegangen werden. Und damit ist er nicht mehr nur außenstehender Ermittler, sondern selbst eingebunden. Damit wird das vermittelte Wissen für den Hörer greifbarer. Man kann sich gut in ihn hineinversetzen und empfindet dieses Wissen nicht abstrakt wie es eine Lehrstunde oft ist, sondern als etwas, das die Hauptperson selbst betrifft. Das Aushängeschild dieser Serie ist für mich aber immer noch dieser sagenhafte Humor. Der steckt in Fausts flapsiger Art, einer Menge Situationskomik, gewitzten Dialogen und einer Reihe witziger Details. Ich habe so oft wirklich lachen müssen und bitte, bitte, liebe Macher haltet das unbedingt so bei! Und auch diese speziellen Gags, die durchblicken lassen, dass man durchaus auch erwachsene Hörer amüsieren möchte 😉
Am Ende hat man dann auf höchst witzige und interessante Art wieder eine ganze Menge gelernt. Außerdem hält das Ende eine Antwort bereit auf die anfängliche Frage nach Fausts Vater. Die hatte ich so zwar nicht erwartet, aber sie lässt doch sehr für weitere Folgen hoffen!

Ingo Naujoks gibt auch hier wieder einen unnachahmlichen Frank Faust. Ich mag diesen schnodderigen Ton sehr gerne und er vermittelt mir stets ein klares Bild dieses ungewöhnlichen Detektivs. Marie-Luise Marjan ist ebenfalls wieder mit von der Partie. Klar irgendwie, dass die Mutter nötig ist, wenn der Vater gesucht wird. Sie lässt Fausts Mutter symapthisch und gluckenmäßig klingen, kann aber auch äußerst resolut werden. Luna Jahrreiss hat mich in einer Szene zu Tränen des Mitgefühls gerührt. Natürlich ist auch wieder eine Reihe Experten mit am Werk, die mir hier durchweg gut gefallen haben.

Der Soundtrack ist gut gemischt. Er klingt überwiegend typisch krimimäßig, aber in bestimmten Szenen fühlt man sich Dank der Untermalung zB auch mal in einen James Bond – Film versetzt. Das mag jetzt so klingen als könne das nicht wirklich passen, aber ich verspreche es: es passt!

Mit dem Totenschädel und der Auge ist der Cover ein Blickfang. Schön düster wie es sich für einen Krimi gehört, aber eben auch mit Elementen ausgestattet, die  zu dr Frage nach dem ersten Menschen passen. Wer selber mal in das Neandertal-Museum nach Mettmann möchte um dort auf den Spuren von Faust und den ersten Menschen zu wandeln, der findet im Booklet die Kontakdaten des Museums.

Fazit: Interessant, spannend und zum Kaputtlachen komisch ohne dabei je platt daherzukommen. Wenn mir ein Hörspiel Wissen vermitteln möchte, dann bitte nur so und nicht anders!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: