TKKG (181) – Der vertauschte Koffer

Titel: TKKG (181) – Der vertauschte Koffer / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 65 min / Sprecher: Fabian Harloff, Sascha Draeger, Rhea Harder, Lutz Harder, Marianne Bernhardt ua

tkkg181Inhalt: Wenn jemand freiwillig auf eine Viertelmillion Euro verzichtet – dann muss er entweder verrückt sein, oder er hat etwas zu verbergen. Welche der beiden Möglichkeiten trifft auf die reizende, ältere Dame zu, die Klößchen im Zug kennengelernt hat? Warum will sie nicht zugeben, dass der Koffer mit dem Riesenbatzen Geld ihr gehört? Und was hat ihr Sohn mit der Sache zu tun? Tim, Karl, Klößchen und Gaby forschen nach – und begeben sich dabei in große Gefahr.


Über diesen unspektakulären Titel habe ich vor dem Hören ja schon ganz ordentlich gestaunt. Allerdings gefällt es mir immer besser, wenn mal etwas tiefgestapelt wird, statt mit reißerischen Titeln aufzutreten. Gut, ein vertauschter Koffer ist nicht gerade DER Aufhänger für einen Fall, aber hier hat er mir gut gefallen. Mal einmal nicht sowas Absurdes. Jedenfalls bis der Inhalt des Koffers entdeckt wird. Im Großen und Ganzen bin ich mit dieser Folge wirklich zufrieden. Zwar kam mir der Fall etwas vollgepackt vor (Einbruch, Kinderarbeit auf Kakaofeldern, schweizerische Konten), aber wenigstens kann man davon reden, dass TKKG Nachforschungen anstellen und der Verlauf ist zudem ganz logisch und verfranst sich nicht. Da kann man gut bei der Sache bleiben und Dank einiger Verwicklungen geht es auch recht spannend zu. Ich habe sogar mal geschwankt, was ich von einer bestimmten Person halten soll. Erst fand ich sie harmlos, dann irgendwie verdächtig und schließlich wieder harmlos. Ich mag es, wenn einen eine Geschichte, die ein Krimi sein möchte, einen auch mal zum Narren hält. Das ist hier der Fall. Verblüfft hat mich allerdings, dass Karl alle naselang „Professor“ genannt wird. Okay, könnte man so sagen, aber was ist denn aus dem „Computer“ geworden? Ist wieder irgendeinem komischen Heiligen etwas pädagoisch Bedenkliches daran aufgefallen?

Über die Hauptsprecher muss man keine großen Worte verlieren, nach so vielen Folgen kann von ihnen vermutlich keiner mehr aus dem Rahmen fallen. Selbst bei größter Anstrengung nicht. Heidi Berndt als Elfirede Düsberg hat mir gut gefallen. Sie klingt sympathisch, wenn auch nicht ganz nach dem Alter, in dem ihre Rolle wohl ist. Guido A. Schick bringt das Auge des Gesetzes in diese Folge ein, wo Kommissar Glockner gerade nicht zu Verfügung steht. Und entsprechend seiner Beschreibung als nicht gerade sympathische Person, klingt er auch so. Überheblich und mit einem unangenehmen Unterton.

Musikalisch wird gewohnte und solide Kost geboten, die so klingt, wie man es von TKKG erwartet. Das ist immerhin was für den Wiedererkennungswert. Die Geräuschkulisse kann sich ebenfalls hören lassen, auch wenn Oskar in einer Szene doppelt so groß klingt wie es ein Cocker Spaniel ist.

Das Covermotiv gibt wenig bis nichts über die Geschichte her. Hier stehen ganz klar die Freunde im Mittelpunkt, die ihrem Fall entgegenradeln. Nicht gerade ein Blickfang im Regal, aber Fans werden sicher trotzdem zugreifen.

Fazit:  Nicht der spektakulärste Fall für TKKG, aber wenigstens einer, der ganz logisch und nicht abgehoben ist. Eine Folge, die man ganz gut hören kann. Als Fan von heute, aber auch als einer der ersten Stunde.

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