Mord in Serie (07) – Das Netzwerk

Titel: Mord in Serie (07) – Das Netzwerk / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Lutz Mackensy, Anke Reitzenstein, Theresa Schulte, Max von der Groeben ua

mis07Inhalt: Eine brutale Mordserie an Jugendlichen hält die Berliner Polizei in Atem! Ihre
Ermittlungen führen Hauptkommissar Krüger und Kriminalpsychologin Diana  Braun dabei auch in die digitale Welt der sozialen Netzwerke des Internets.  Immer mehr der minderjährigen User fallen einem Serienkiller zum Opfer.  Ein unfassbar grausamer Fall, der Krüger und Braun alles abverlangt. Die Zeit drängt, denn das nächste Opfer steht bereits fest.


Mit dieser Folge hat mich die Reihe ziemlch überrascht, und ich denke, das wird anderen Fans ebenfalls so gehen. Denn wer hier wieder eine recht actionreiche Story erwartet, der wird ziemlich in die Röhre gucken. Nichtsdetotrotz geht es aber gewohnt kriminell und blutig zu. Eine Reihe jugendlicher Mordopfer hält die Berliner Polizei in Atem. Die Spuren führen ins Internet, wo eine Community Jugendlicher existiert, die vor keiner Grausamkeit zurückschreckt. Dabei ist es zwar spannend zu verfolgen, wer hinter dieser Community wohl steckt und wer für die Morde verantwortlich ist, doch zumindest was die Frage nach dem Community-Chef angeht, konnte man mich nicht überraschen. Das habe ich schnell geahnt. Da hat mich die Frage nach dem Mörder schon deutlich känger beschäftigt, da die Handlung einige Wendungen nimmt ehe sie geklärt wird. Und selbst danach wartet noch manche dicke Überraschung.
Ich kann mir außerdem vorstellen, dass diese Folge für manche erwachsenen Fans, die selber bereits Eltern sind, noch ganz anderen Schrecken bereithält. Auch wenn diese Sache um die Community sicher nichts Neues unter Jugendlichen ist, ist es doch erschreckend anzuhören. Das Internet bietet halt auch viel Raum für das Verbrechen.
Zuletzt muss ich noch sagen, dass mir Hauptkommissar Krüger manches Mal aus der Seele gesprochen hat, wenn er sich darüber aufregte, dass minderjährige Straftäter maximal eine gröbere Standpauke zu erwarten haben, mehr aber auch nicht. Das ist etwas, worüber ich mich selber immer wieder aufregen kann. Die Kids von heute können auch meines Erachtens nicht mehr mit früheren Maßstäben gemessen werden, sodass es möglich sein sollte, härtere Strafen zu verhängen. Man merkt es sicher schon, diese Geschichte bietet zwar weniger Action, gibt aber dafür mehrere Denkanstöße und kann -noch immer- blauäugige Unwissende vielleicht sogar ein wenig aufrütteln.

Lutz Mackensy in einer so großen Rolle wie hier zu hören, war für mich doch etwas Besonderes. Ich mag seine Stimme, kenne sie aber hauptsächlich in kleineren Rollen oder als Erzähler. Er hat mir als Hauptkommissar Krüger gut gefallen mit seinem energischen Ton, der gut zu der Rolle passt, und er bringt die Empörung Krügers gegenüber der Gesetzgebung glaubhaft rüber. Anke Reitzenstein Diana Braun hat mir ebenfalls gefallen. Sie klingt wunderbar abgebrüht für eine Frau 😉 und macht sofort klar, dass die Polizeipsycholgin sich nicht für dumm verkaufen lässt. Die jugendlichen Sprecher möchte ich gesammelt loben für ihren durchweg überheblichen und unverschämten Ton. So hätte sich Krügers Sohnemann, gesprochen von Max von der Groeben, von mir sicher was anderes gefangen als die  120 Euro, die er von seinem Vater verlangt. Und im Gespräch mit Wiebke Fischer, der Theresa Schulte ihre Stimme leiht, wäre ich niemals so ruhig geblieben wie zB die Polizeipsychologin. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

Musikalisch kommt das Hörspiel teils mit lauten und eindrucksvollen Stücken daher, dann wieder hält sich die Untermalung zurück und hilft der Spannung auf die Sprünge. Wie von der Reihe gewohnt sind auch hier wieder (dieses Mal gleich zwei) Stücke mit eingebunden, die sich am Ende der CD noch mal in voller Länge anfinden. Mir gefällt diese Musikrichtung, aber es gab in der Serie schon Stücke, die mir mehr in Erinnerung geblieben sind als diese hier.

Der Tod lauert im Netz, so würde ich das Covermotiv mal deuten. Mit dem kräftigen Grün und dem Totenkopf ist es ein echter Hingucker.

Fazit:  Keine große Action und an sich thematisch ebenfalls quasi „im Westen nichts Neues“, aber wenn man so präsentiert bekommt, was heute im Internet und unter Jugendlichen abgeht, dann schreckt es trotzdem. Außerdem regt die Geschichte dazu an, sich zB darüber Gedanken zu machen, ob mit jugendlichen Straftätern heute oft nicht zu lasch umgesprungen wird. Mal eine Folge „Mord in Serie“ der etwas anderen Art, aber nicht weniger unterhaltsam als die Vorgänger.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: