John Sinclair (79) – Stellas Rattenkeller

Titel: John Sinclair (79) – Stellas Rattenkeller / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Frank Glaubrecht, Simona Pahl, Martin May, Erik Schäffler ua

sindlair79InhaltCharlotte Whitehead hatte sich von ihren Eltern losgesagt um ein neues Leben zu beginnen, doch kaum steht sie auf eigenen Beinen, stirbt die junge Frau unter tragischen Umständen. Bei ihrer Beerdigung bricht plötzlich eine Rattenplage aus, der auch ihre Eltern zum Opfer fallen! Steckt Charlottes irrer Bruder Roy dahinter, der sich selbst als »Rattenkönig« bezeichnet? Wie konnte er überhaupt aus der Anstalt fliehen? Ganz offensichtlich sind dämonische Kräfte am Werk.


Ich bin ja eher so ein Gelegenheits-Hörer bei dieser Reihe, aber diese Folge musste natürlich sein bei dem Titel 😉 Und als Gelegenheits-Hörer kam mir die Geschichte auch sehr entgegen. Statt einer Story, für die es von Vorteil ist, wenn man die meisten Vorgänger kennt, gibt es hier eine Geschichte, die man auch ohne Vorkenntnisse hören und verstehen kann. Die Ratten werden gleich im Prolog erwähnt, weshalb man natürlich bei den weiteren Szenen im Heute gleich beginnt, erste Schlüsse zu ziehen. Sinclair und Suko müssen sich diese Verbindungen natürlich erst erarbeiten. Mir hat es gefallen, dass hier mal wirklich Ermittlungsarbeit geleistet wird, statt große Kämpfe mit irgendwelchen Dämonen. Auch das steht der Reihe wirklich gut. Ihre Nachforschungen führen die beiden schließlich in ein „Sanatorium“, in dem der Bruder der Verstorbenen untergebracht und unüberhörbar nicht ganz bei Verstand ist. Mit sowas kriegt man mich ja einfach immer. Genauso erwarte ich die Darstellung einer solchen Anstalt und den Insassen von einer spannenden und / oder gruseligen Geschichte. Es ist aber schon so, dass der Grusel hier nicht unbedingt im Vordergrund steht. Für mein Empfinden geht es mit den Szenen in der Anstalt eher in Richtung Psychothriller. Aber warum eigentlich auch nicht? Zudem bekommt man mit bestimmten Bemerkungen in diesen Anstaltsszenen gut was zum Knobeln an die Hand.

Und wieder mal komme ich nicht umhin, Erzählerin Alexandra Lange lobend zu erwähnen. In vielen Szenen hat sie es als erstes geschafft, mir eine wohlige Gänsehaut zu bescheren. Erik Schäffler gibt einen wunderbar irren und leicht schauerlichen Ray Cochran. Und bei Frank Glaubrecht und Martin May in den Hauptrollen ist natürlich ebenfalls alles im Grünen Bereich, Lediglich Simona Pahl habe ich die herrische Mutter nicht abgenommen, sie klang mir viel zu gewollt.

Der Sountrack kommt ohne großes Kawumm aus. Stattdessen wird mehr auch stimmungsvolle Stücke gesetzt, die der Atmosphäre nur gut tun! So kommt schnell ein gruselndes Gefühl auf. Das Quietschen der Ratten klang mir aber doch zu unecht. Abgesehen davon, dass Ratten sowieso nicht quietschen (wenn sie nicht gerade große Schmerzen haben), aber tierisch klingt das hier nicht wirklich.

Ein besseres Covermotiv kann ich mir für diese Folge nicht vorstellen. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Ratten und das Skelett zu Füßen der Frau sorgt für Grusel.

Fazit:  Eine spannende und atmosphärische Folge, die man auch gut hören kann, wenn man im „Sinclair“-Universum nicht voll drin ist. Neben Grusel mischt hier etwas Psychothriller mit, was mir gefallen hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: