Die drei ??? (160) – Geheimnisvolle Botschaften

Titel:  Die drei ??? (160) – Geheimnisvolle Botschaften / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Tanja Geke, Wolfgang Pampel, Oliver Rohrbeck, Simon Jäger ua

ddf160Inhalt: Der Raub eines alten handgefertigten Buchs stellt die drei ??? vor ein Rätsel. Denn im Haus von Professor Mathewson hätte es weitaus wertvollere Beute gegeben. Kaum beginnen Justus, Peter und Bob zu ermitteln, stecken sie schon bis zum Hals in Schwierigkeiten: Ein geheimnisvoller Gegner ist ihnen stets einen Schritt voraus und schreckt vor nichts zurück.


Ich glaube, ich habe das noch nie als ersten Satz in einer Rezi zu dieser Reihe geschrieben, also ist es heute Premiere: diese Folge hat mir richtig gut gefallen.
Für manchen ist der Raub eines alten und schönen Buches vielleicht nichts Weltbewegendes, doch für mich als Fan von Buch und jeder Art Papierwaren war diese Idee genau richtig. Handgeschöpftes Papier, Pergament, alte (Notiz)bücher, solche Dinge mag ich und entsprechend hat mich der Aufhänger dieses Falls begeistert.Ich fand es außerdem interessant, was man früher mit bereits einmal beschriebenen Bücherseiten angestellt hat um sie erneut nutzen zu können. Davon hatte ich noch nicht gehört.
Außerdem lässt dieser Fall sich tatsächlich mal mit dem an, was ich gerne als Ermittlungsarbeit bezeichne. Mir gefällt es immer besser, wenn die drei Detektive wirklich ermitteln, statt sich drei Viertel einer Geschichte über einem Rätsel oder Gedicht die Köpfe zerbrechen. Das kommt dann später allerdings auch in dieser Folge noch, wobei es wenigstens keine haarsträubenden Methoden braucht um zur Lösung zu kommen. Ganz im Gegenteil fand ich es verblüffend einfach zu erkennen, wie man das Rätsel lösen muss. Dafür braucht es nun wirklich nicht Justus‘ Genie! Witzig fand ich es , dass man hier gleich zweimal auf den Gedanken kommen könnte, der Fall sei gelöst. Da fragt man sich dann schon, was denn da in der restlichen Zeit noch kommen soll. Somit überrascht die Handlung gleich auch noch ganz gut. Und der große Showdown auf dem Friedhof bringt schließlich noch einen Funken Schauerlichkeit mit in die Sache.

Mir hat Tanja Geke alias Barbara hier sehr gut gefallen und ich würde mich igendwie freuen, sie in einer weiteren Folge mal wieder anzutreffen. Mit ihrer munteren Stimme bringt sie Pep in die detektivische Truppe. Stephan Schwarz gelingt es, einem ein Bild des Professors zu vermitteln, das alle andere als langweilig und staubtrocken wirkt. Wie man es vielleicht im ersten Moment annimmt. Monika Freisfeld-Pampel habe ich die asiatische Herkunft von Shu-Liin nicht wirklich abgenommen. Der Azent klingt nach einer bunten Mischung von Akzenten, aber kaum asiatisch. Wolfgang Pampel lässt Kumpane Alan Jones da in Sachen Boshaftigkeit wesentlich überzeugender klingen.

Auch musikalisch hat mir die Folge gefallen. Mal Stücke, bei denen ich nicht das Gefühl hatte, sie schon mal irgendwann vorher in der Reihe gehört zu haben. Schöne düstere Melodien, die gut auf die Szenen abgestimmt wurden und so für Atmosphäre sorgen. Geht doch!

Eine schattenhafte Hand, die nach einem alt wirkenden Buch greift. Ein schönes und vor allem passendes Motiv.

Fazit:  Sicher nicht der spektakulärste Fall, aber mir hat er thematisch sehr gut gefallen. Noch dazu stellen die drei anfangs tatsächlich Nachforschungen an, und das Rätsel später ist auch für weniger helle Köpfchen als Justus zu durchschauen.

 

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