Gruselkabinett (73) – Das Grauen im Blue-John-Stollen

Titel: Gruselkabinett (73) – Das Grauen im Blue-John-Stollen / Verlag: Tiatania Medien / Spielzeit: ca. 78 min / Sprecher: Marc Oliver Schulze, Inrid Steeger, Matthias Kofer, Helmut Zierl ua

gk73Inhalt: Dr. James Hardcastle weilt zur Erholung von einer schweren Erkrankung auf der Farm der Allertons im ländlich-idyllischen Derbyshire. Als er dort von merkwürdigen Vorkommnissen in einem stillgelegten Bergwerk wispern hört, wird seine Neugier geweckt. Im Stollen wurde ehedem der nur in dieser Gegend vorkommende Fluorit ‚Blue John’ abgebaut, bis die Mine aus gutem Grund aufgegeben wurde.


Ich bin begeistert! Nach dem Durchhänger, den die vorige Folge für mich darstellte, drehte sich mit dieser Folge wieder ein Highlight im Player! Das bezeichne ich als Kandidat für eine Reihe, die den Grusel bereits im Titel trägt. In gewissen Szenen kann man hier sogar bedenkenlos von Horror sprechen. Eine finstere Höhle, die die Leute im Ort meiden, weil dort man eine riesenhafte Gestalt gesehen wurde und immer wieder Tiere von den Weiden verschwinden, und ein Arzt, der zur Erholung in der Gegend ist, nicht an solche Schauergeschichten glaubt und ihnen auf den Grund gehen will. Ich war lange hin- und hergerissen, ob in der Höhle tatsächlich ein Ungeheuer lebt. Irgendwie konnte ich es mir dann doch nicht vorstellen und dachte, die Geschichte spielt schlicht mit Ängsten der Menschen, andererseits war ich sehr angetan als alles darauf hindeutete, dass es tatsächlich so sein könnte. Ich habe schaudernde Dr. Hardcastles Forschungsgänge verfolgt, und mich im entscheidenden Moment, der schließlich Klarheit bringt, flichtgemäßig erschreckt. Etwas später fiel dann wieder ein Satz, der meine gerade gewonnenen Gewissheit doch wieder ins Wanken brachte. Vielleicht ist der liebe Doktor auch einfach psychisch alles andere als gesund? Ich mag es, wenn man so kontinuierlich in Unsicherheit gehalten wird, und ich mag schlicht Gruselgeschichten um Ungeheuer und Orte wie ein stillgelegtes Bergwerg. Solche Art Grusel macht Spass!

Marc Oliver Schulze gibt einen symapthischen Dr. Hardcastle. Mir hat es besonders gut gefallen, wie sehr er seine Rolle auch spielt. Will heißen, wie er den an Schwindsucht leidenden Arzt husten lässt, oder wie er durch Zähneklappern deutlich macht wie sehr er friert als er in der Höhle ins Wasser steigen muss. Und auch mein Verdacht, Hardcastle könnte geistig nicht mehr auf der Höhe sein, verdanke ich dem leichten Irrsinn in seiner Stimme. Ingrid Steeger als treusorgende Bauersfrau, die sich um Hardcastle kümmert, war eine echte Überraschung für mich. Ich mag ihre rauhe, markante Stimme sehr gerne und so mochte ich Miss Allerton von ersten Moment an. Man hört ihr stets an, wie besorgt sie um den Doktor ist, dass sie nur sein Bestes will, aber eben auch, dass sie schon auch etwas ängstlich ist was den Stollen angeht.  Matthias Kofler hat mich mit seiner ruhigen, gleichförmigen Stimme für Armitage anfangs ganz schön irritiert. Das hat in erster Linie dafür gesorgt, dass ich Armitage so gar nicht über den Weg getraut habe.

Der Soundtrack der Folge trägt dem Grusel- / Horrorthema zu jeder Zeit vollkommen Rechnung. Es sind ruhige Stücke dabei, die die Nerven kribbeln lassen, in dramatischen oder erschreckenden Momenten wird es aber auch mal etwas lauter, so dass man aufschreckt. Die Geräuschkulisse ist ebenfalls vom Feinsten und so kann man sich die Szenerie stets gut vorstellen.

Das Covermotiv gefällt mir prima! Es gewährt einen Blick in den Stollen aus dem Titel. Und dem Gesichtsausdruck des Mannes, der sicher Hardcastle ist, ist zu entnehmen, dass er dort Fürchterliches entdeckt.

Fazit: Eine richtig schöne und spannende Grusel- bis Horrorstory, die ich mir sicher noch öfter anhören werde.

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