Pollution Police (05) – Giftiges Spiel

Titel: Pollution Police (05) – Giftiges Spiel / Verlag: Pollution Police e.V./ Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Julia Fölster, Daniel Käser, Patrick Bartsch, Konrad Halver, Daniel Buder ua

pp05Inhalt: Die drei Freunde Niklas, Linus und Melissa – Mitglieder der Pfadfindergruppe „Pollution Police“ – machen während einer Schnitzeljagd im Fürstenwald eine schreckliche Entdeckung: Hunderte Fische sind in einem See aus unerklärlichen Gründen einfach verendet. Als sich Waschbär Einstein, das treue Maskottchen der Clique, nach dem Verzehr eines Fisches plötzlich vor Schmerzen krümmt, bitten die Kids eine Tierärztin um Hilfe. Gemeinsam kommen sie einem Umweltskandal auf die Spur, in den ein großer Pharmakonzern verwickelt zu sein scheint. Bei ihren weiteren Nachforschungen geraten die kleinen Pfadfinder in tödliche Gefahr und sollen schließlich mitsamt einer Ladung Giftmüll im Wald „entsorgt“ werden.


Dieser Serie stehe ich ja immer arg skeptisch gegenüber. Mit entsprechendn Bedenken habe ich auch diese Folge in den Player gelegt. Und wurde absolut positiv überrascht! Das liegt nicht unbedingt am Fall, denn das Thema Umweltsünden großer Konzerne findet man auch in anderen Detektivserien für Kids ohne lange suchen zu müssen. Aber es muss ja nicht immer das Rad neu erfunden werden um unterhalten zu können, und mich hat diese Folge ganz prima unterhalten. Sie hat ihre spannenden Momente und vor allem hat sie nicht nur einen recht undurchschaubaren Charakter an Bord, den man nie so recht einschätzen kann und der deshalb zu überraschen weiß. Speziell gegen Ende. Den größten Pluspunkt fährt die Folge bei mir aber damit ein, dass nicht alle fünf Minuten drauf herumgeritten wird, wie unglaublich verwerflich, rücksichtlos und schrecklich das Vorgehen des Pharmakonzerns ist. Solche moralische Breitseite kann ich schlicht nicht ab und ich fürchte sie bei jeder Folge aufs Neue. Dass das, was der Konzern da tut, nicht gut für die Umwelt ist, das dürfte selbst den jüngsten Hörern nach zwei-, oder dreimaliger Erwähnung klar sein, und damit muss es dann auch gut sein. Und zuletzt, ich konnte es kaum glauben: es gibt tatsächlich ein paar ganz witzige Sprüche, die mich haben schmunzeln lassen.

Bei den jugendlichen Sprechern gibt es hier eine unüberhörbare Steigerung zu verbuchen. Speziell Daniel Käser und Patrick Bartsch klingen glaubhafter und jugendlicher. Julia Fölster dürfte Melissa allerdings gerne noch diesen naseweisen Ton abgewöhnen wegen dem ich mich ab und zu ganz schön über die junge Pfadfinderin aufrege. Nina Vorbrodt konnte mich gar nicht überzeugen. Ich fand sie als Tierärztin zwar ganz nett, aber eine gute Schippe Schwung hätte ihr sicher nicht geschadet. Da ist so überhaupt keine Lebeidngkeit in ihrer Stimme. Daniel Buder dagegen lässt Jens Weigand wunderbar undurchschaubar klingen.

Der Titelsong kommt flott und modern daher. Dagegen wirkt die Untermalung und Begleitung während der Geschichte ziemlich unspektakulär, was gelegentlich auf Kosten der Atmosphäre geht. Die Geräuschkulisse kann sich hören lassen und veranschulicht das Geschehen gut.

Das Covermotiv zeigt sie wie gewohnt im computeranimierten Stil, was nicht jedermanns Sache ist. Meine auch nicht wirklich, aber immerhin wirkt es so modern. Allerdings nimmt es dem Hörer viel von der Geschichte vorweg.

Fazit:  Diese Folge hat mir insgesamt prima gefallen. Schön spannend mit ein paar netten Wendungen, und mit einigen witzigen Sprüchen ganz unterhaltsam und spaßig.

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