Sternenschweif (23) – Liebeszauber

Titel: Sternenschweif (23) – Liebeszauber / Verlag: Kosmos / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Anita Hopt, Maja Sommer, Annette Gunkel, Henry Dahlke, Nina Zofia Amerschläger ua

sternenschweif23Titel: Das große Treffen der Hüter der Einhorngeheimnisse steht bevor. Laura und Sternenschweif freuen sich schon sehr darauf, andere Hüter zu treffen. Doch als es so weit ist, benimmt sich Sternenschweif merkwürdig. Könnte das mit dem wunderschönen Einhorn Titania zu tun haben? Sternenschweif weicht jedenfalls nicht mehr von ihrer Seite. Was soll Laura bloß tun, um ihn wieder zur Vernunft zu bringen?


Wie wohl in jeder Serie für junge Mädchen kommt in dieser Folge nun auch das Thema “Liebe” auf den Tisch. Das finde ich grundsätzlich auch immer ganz gut, allerdings wurde mir das Thema hier einfach zu negativ besetzt. Den Freundinnen fehlt es an jeglichem Verständnis für Jessicas verliebte Schwester Samantha, und die gelegentlichen Vermittlungsversuche von zB Laura kommen dagegen kaum an.
Vor diesem Hintergrund habe ich dann auch nicht verstanden, wieso Laura nicht schnell durchschaut, was mit Sternenschweif los ist. Vor allem, nachdem sie ihn auf der magischen Versammlung ja gemeinsam mit Titania gesehen hat. Und wieso sie nicht wenigstens versucht, sich in ihn einzfühlen.
Dann geschieht etwas Dramatisches: ein Welpe gerät in Gefahr, und als Laura ihn retten will, zwingt sie Sternenschweif dazu, seine Einhornkräfte einzusetzen. Sternenschweif, durch seine Verliebtheit etwas unaufmerksam, verletzt Laura bei dieser Aktion. Da haben wir es dann auch wieder: zwar kommt durch die Rettungsaktion Spannung und Schwung in die Geschichte, aber auch hier klingt durch, dass es geradezu gefährlich werden kann, wenn man verliebt ist, weil man dann unaufmerksam wird. Ich fand es zwar ganz gut, dass man Sternenschweif in dieser Folge mal von einer anderen Seite kennenlernt, aber ich hätte mir andererseits doch gewünscht, dass das Thema “Liebe” in dieser Reihe anders angegangen worden wäre. Das ist schließlich eine Reihe für junge Mädchen!

Mit den Sprechern habe ich nachwievor so meine Schwierigkeiten. Ausgerechnet die Sprecherinnen von Laura und ihren Freundinnen klingen mir oft immer noch zu wenig locker, vor allem wenn die jungen Damen so altklug daherreden. Nach 23 Folgen sollte man doch meinen, es habe sich eine gewisse Souveränität eingestellt. Dass sie dabei oft noch ins Schrille geraten, wenn ihre Charaktere sich aufregen, macht es auch nicht gerade besser. Tröstlich ist für  mich da einzig der Gedanke, dass das den jungen Hörerinnen wohl nicht so sehr auffallen wird. Annette Gunkel gelingt es als Erzählerin einmal mehr, schnell für eine märchenhafte Stmosphäre zu sorgen, und auch Henry Dahlke als Sternenschweif trägt dazu gut bei.

Das Titellied kommt ebenfalls märchenhaft und phantasievoll daher und bleibt im Ohr hängen. Während der Handlung sind auch immer wieder Stücke zu hören, die die Atmosphäre der jeweiligen Szene gut herausstellen. Auch ihnen ist ein verträumter Klang nicht abzusprechen, was der Geschichte aber natürlich steht.

Dem Cover zufolge hatte ich mir -zugegeben- eher eine schöne und leicht romantische Geschichte erwartet. Bei dem Sternenherz und dem Rosa sicher kein abwegiger Gedanke. Deshalb kann ich nicht sagen, dass das Motiv besonders gut zur Story passt.

Fazit:  Das Thema “Liebe” in einem Mädchenhörspiel ist das Normalste der Welt! Mir wurde es hier aber klar zu negativ dargestellt. Aber vermutlich konnte man nur so der Dramatik und der Spannung der Rettungsaktion den Weg ebnen. Trotzdem, nach dem Cover hatte ich mir die Folge anders vorgestellt.

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