Kli Kla Klangbücher – Sandmännchen geht leise, leise auf die Reise (Ingrid Uebe / Matthias Haase)

Titel: Kli Kla Klangbücher – Sandmännchen geht leise, leise auf die Reise / Verlag: Headroom / Spielzeit: ca. 55 min / Buch: Ingrid Uebe /Sprecher: Matthias Haase, Christin Grave, Max Palm, Celine Vogt, Hermann Lause ua

sandmannInhaltJeden Abend macht sich das Sandmännchen auf eine lange Reise. Wo immer kleine Piratenmädchen, Tiere oder Gespensterchen nicht einschlafen können oder wollen, hilft es mit feinem Traumsand ein wenig nach. Und wer ganz leise mit ihm auf Traumreise geht, erfährt auch, wo das Sandmännchen selber wohnt und wer sein neuer Freund wird.


Dies ist nun schon mein drittes Klangbuch vom Headroom Verlag. Wer kennt es nicht, das Sandmännchen? Dieses geheimnisvolle Geschöpf, dessen Sand man sich morgens aus den Augen reibt. Mit diesem Klangbuch lernt man das Sandmännchen noch mal besser kennen, denn man begleitet es bei seiner abendlichen  Aufgabe: Menschen, Tieren und überhaupt allen Wesen den Schlaf zu bringen. In insgesamt zehn Kapiteln bzw Tracks besucht es sowohl Prinzessinnen, als auch Hunde und Gespenster. Somit hört man auf dieser CD sogar gleich mehrere Geschichten, denn bei jedem gibt es andere Gründe, weshalb er oder sie nicht schlafen können (oder wollen). Mir haben die kleinen Geschichte prima gefallen. Sie sind abwechslungsreich, niedlich und eignen sich prima dazu, jeden Abend eine andere anzuhören. Am besten natürlich vor dem Einschlafen. Und auch wenn hier das Sandmännchen unterwegs ist und sogar eine Stimme hat, wird trotzdem nicht zuviel über es verraten. So bleibt dieser Phantasiegestalt das Geheimnisvolle erhalten, das einfach zu ihr gehört. Ich denke außerdem, dass sich in diesen Geschichten beide Seiten wiederfinden werden: Einmal natürlich die Kinder, denn welches Kind geht schon freiwillig ins Bett, wenn es doch gerade so schön ist? Ihnen macht die Vorstellung eines so niedlichen Sandmanns das Schlafgehen vielleicht etwas schmackhafter. Aber auch Eltern werden hier die eine oder andere Situation wiedererkennen, da bin ich mir ganz sicher. Und zu erfahren, dass selbst Hexen ihre liebe Not mit den lieben Kleinen haben, wenn es um’s Schlafen geht…wenn das kein Trost ist? 😉 Keine Sorge übrigens was die Hexen und Gespenster angeht! Sie alle sind sehr lieb und freundlich, und niemals gruselig.

Wurden „Die große Wörterfabrik“ und „Wenn die Ziege schwimmen lernt“ gelesen, so kann man das „Sandmännchen“ guten Gewissens als Hörspiel bezeichnen. Hier sind gleich mehrere Sprecher am Werke. Als Erzähler ist Matthias Haase zu hören, der mit warmer und ruhiger Stimme genau den richtigen Ton dafür trifft. Dem Sandmännchen selber leiht Hermann Lause seine Stimme über die ich anfangs sehr erstaunt war. Ich hatte mir eine kindlichere Stimme dafür vorgestellt. Das ist nicht der Fall, aber er klingt pfiffig und liebenswert und hat mich einige Male zum Schmunzeln gebracht. In den Geschichten sind uA zu hören Reinhart Schulat, Peter Nottmeier, Max Palm und Gisela Zülch.

Musik spielt natürlich wieder eine große Rolle. Kaum ein Moment, der nicht von Klängen und / oder Musikstücken untermalt wird. Es sind schöne und meist ruhige Stücke, hin und wieder geht es aber auch lebendiger zu, beispielsweise in der Piratengeschichte. Der Stil der Stücke ist stets auf den Inhalt abgestimmt, so klingt es bei  der Piratengeschichte schwungvoll-maritim aus den Lautsprechern. Bin ich übrigens die Einzige, die Sandmännchens gepfiffenes Liedchen irgendwie an „Viva Colonia“ erinnert…? Neben der Musik sind auch Geräusche zu hören. Nicht zu viele, um die jungen Hörer nicht zu überfordern, aber doch einige, die das Geschehen vorstellbar machen.

Ein Covermotiv, das ich mir gut als Glanzbild vorstellen könnte (na, wer kennt noch die Glanzbilder von früher? ;)). Märchenhaft, schön bunt und ein wenig geheimnisvoll.

Fazit:  Dieses Klangbuch ist mein Favorit unter den Dreien, die ich bisher gehört hatte. Schöne kleine Geschichten um ein Geschöpf, das einen von Kindesbeinen an begleitet. Untermalt von stimmigen Musikstücken und zu Gehör gebracht von durchweg sympathisch klingenden Sprechern. Einige der Geschichte haben mich an die alten Hörspiele erinnert, mit denen ich früher eingeschlafen bin. Das gibt noch einen Nostalgiepunkt obendrauf.

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