Mindnapping (13) – Beyond the Chinese Theatre

Titel: Mindnapping (13) – Beyond the Chinese Theatre / Verlag: Audionarchie / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Alexander Turrek, Martin Kessler, Nana Spier, Engelbert von Nordhausen, Till Hagen ua

mindnapping13InhaltAuf den jungen IT-Studenten George Brand alias T-Rex wartet eine echte Herausforderung als Trimester-Arbeit. Eine „Mission Impossible“, für die sich die attraktive Kommilitonin Linn promot als Partnerin anbietet. Doch was hat Linn mit Georges durchgeknalltem Vermieter zu tun? Viele scheinen an Georges Fähigkeiten als Hacker interessiert. Industrielle und Geheimdienste, Militär und Verbrecher-Syndikate. Im Seattle Underground und dem geheimnisvollen Chinese Theatre, kommt es zu einem ersten Showdown. Doch wer hält die Fäden in der Hand? Wer wird der Gewinner sein in diesem Poker um Macht, Spitzen-Technologie und jede Menge Geld?


Es ist gerade die Zeit der Crossover wie es scheint. Hier treffen „Mindnapping“ und „Offenbarung 23 “ zusammen. Herausgekommen ist dabei quasi eine Folge 0 von „Offenbarung 23“. Nun bin ich von dieser Reihe so überhaupt kein Fan. Ich habe einige Folgen gehört und sie haben mich meistens nur gelangweilt. Ich muss nur Brands Stimme hören, schon habe ich seine tiefsinnigen Grübeleien in den Ohren. Das ist nicht die beste Voraussetzung für „Beyond the Chinese Theatre“ gewesen. Zum Glück wurde ich damit überrascht, dass man hier einen noch sehr jungen Georg Brand antrifft. Der ist zwar unüberhörbar äußerst intelligent ist was Computer und das Hacken angeht, aber wenigstens kommt er schön locker daher. So als Student hat er mir gleich besser gefallen. Hinzu kommt noch, dass es seine in „Offenbarung 23“ so mit Verschwörungstheroien vollgestopften Gedanken hier noch nicht gibt. Jedenfalls nicht so ausgeprägt. Lediglich an einer Stelle (da denkt er über die Zahl 23 nach, wie sinnig), hatte ich sofort Angst, nun gehe es doch los.
So aber ergibt sich eine unterhaltsame Geschichte, die mich meine Bedenken fast ganz vergessen ließ. Doch natürlich sind an solch einem findigen Kopf auch einige Unternehmen und Vereinigungen interessiert. Bald wird Jagd auf Georg und seine Kommilitonin Linn gemacht. Dabei geht es spannend zu und es gibt einige Schreckmomente und Wendungen, die einen schnell grübeln lassen, was da in Seattle abläuft. Später taucht eine weitere Figur aus „Offenbarung 23“ auf und es ergibt sich ein Ende, das tatsächlich als Grundstein für diese Reihe angesehen werden kann. Wer Fan der Reihe ist, dem wird diese Episode sicher gefallen. Aber auch, wenn man nur wenig oder auch nichts davon weiß, kann man diese Folge gut als eigenständige und für sich abgeschlossene Geschichte hören. Das finde ich gut so. Als Psychothriller -wie sie die „Mindnapping“-Reihe verspricht- habe ich die Folge allerdings nicht empfunden.

Natürlich ist auch hier Alexander Turrek als Georg Brand zu hören. Ich mag seine klare Stimme ganz gerne, vor allem wenn diese Stimme nicht die ganze Zeit vor sich hin sinniert. Er klang mir hier allerdings etwas älter als ein Student. Nana Spier alias Linn dagegen habe ich die Studentin sofort abgenommen. Martin Kessler gibt Georgs etwas irre erscheinenden Vermieter, der in einem Moment noch nett und harmlos klingt, im nächsten wie der größte Grobian, den man sich nur vorstellen kann.

Die Untermalung hält sich hier meistens ziemlich zurück. Es sind meist ruhige Stücke zu hören, aber doch durchdringend, und stets mit einem spürbaren Hauch von Bedrohung. Das steht der Geschichte gut und unterstreicht das Geheimnisvolle daran. Die Geräuschkulisse muss sich ebenfalls nichts vorwerfen lassen.

Tja, heute ist ein USB-Stick nichts Besonderes mehr. Was also hat er auf diesem Cover zu suchen? Dazu muss man die Geschichte kennen und berücksichtigen, dass sie eben nicht heute spielt. Dann macht dieses Motiv durchaus Sinn. Vorher macht es zumindest neugierig.

Fazit:   Ich hätte dieses Crossover nicht gebraucht, ganz ehrlich. Dafür stehe ich mit „O 23“ einfach zu sehr auf Kriegsfuß. Aber immerhin ist es eine Story um Brand, in der tatsächlich mal etwas passiert. Und in der Brand nicht mehr als ein Student ist und recht locker wirkt. So ganz ohne dieses tiefgründige Sinnieren alle naselang. Das hat mir das Hören erleichtert und es ging doch ganz unterhaltsam zu. Ich kann mir gut vorstelllen, dass Fans von „O 23“ an dieser Episode ihren Spass haben werden.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: