Fünf Freunde (101) – …und der vergessene Schatz

Titel: Fünf Freunde (101) -…und der vergessene Schatz / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Maud Ackermann, Karin Lieneweg, Gordon Piedesack, Achim Schülke, Monika John ua

ff101Inhalt: Wieder einmal geraten die Fünf Freunde in ein aufregendes Abenteuer. Dabei wollten sie doch nur Pilze sammeln! Aber ihre Geheimstelle im Kiefernwald wurde entdeckt und seitdem geht es nicht mehr um Steinpilze, sondern um einen vergessenen Schatz! Die Spurensuche erfordert eine große Portion Mut und natürlich Timmys unfehlbare Spürnase.


Mit dieser Folge ist es etwas paradox. Denn eigentlich ist sie nicht der große Wurf. Schon mal lange nicht in Sachen Spannung. Dass dieses Pärchen nichts Gutes im Sinn hat, das wird bereits in ihrer ersten Szene deutlich. Was sie vor haben, das begreift man nach dem ersten Satz eines gewissen Briefes. Und dass die Freunde ihnen das Handwerk legen werden, das ist wohl seit Folge 1 dieser Reihe klar. Außerdem geht es einmal mehr um einen Schatz.
Und trotzdem! Mir hat sie wirklich sehr gut gefallen! Weil sie mal wieder abseits der Felseninsel spielt und die dazu gehörenden Elemente keine Rolle spielen. Solche Abwechslung schadet nicht. Weil die ganze Zeit hindurch etwas los ist und ich mich nicht eine Sekunde lang gelangweilt habe. Weil Anne hier mal groß herauskommt. Weil mir die waldige Szenerie gefallen hat, die ein schöner Kontrast zum Meer sonst ist. Es ist also einiges etwas anders als in so vielen anderen Folgen, und das fällt eben auf. Und deshalb verzeihe ich gerne die mangelnde Spannung und empfehle diese Episode gerne weiter.

Den Sprechern kann man wie üblich nichts vorwerfen. Die Hauptsprecher sind fit bei der Sache und wissen auf ganzer Linie zu überzeugen. Schön, dass Maud Ackermann nochmal den Weg in die Serie gefunden hat. Das dürfte sicher vor allem die Fans und Hörer der ersten Folgen begeistern. George in erwachsen, für mich immer noch die Stimme der Serie von damals. Erkki Hopf und Birte Kretschmer geben ein feines, etwas ungeübt wirkendes Gaunerpärchen ab. Und Karin Lieneweg hat hier mal den Schrottplatz gegen eine kleine Pension getauscht. Eine meiner Lieblingsstimmen für etwas betagtere Damen.

Musikalisch klingt diese Folge wie es sich für die Reihe gehört. Wobei ich bei den “Fünf Freunde”-Hörspielen oft das Gefühl habe, dass man hier etwas mehr Wert auf diesen Bereich legt. Zumindest horche ich bei vielen Stücken auf, während die Musik bei anderen Europa-Reihen meist an mir vorbei schwappt. Die Geräusche gehen ebenfalls in Ordnung. Ich konnte mir die einzelnen Szenen gut vorstellen und darauf kommt es bei einem Hörspiel für mich an.

Mensch, Timmy war doch immer schwarz-weiß! Ich komme da einfach nicht drüber weg und das wird wohl auch kein Motiv je schaffen. Ansonsten ein schnes und farbenfrohes Cover, bei dem sich der Bulli etwas arg in den Vordergrund drängt. Dabei spielt er gar keine solch wichtige Rolle. Erst auf den zweiten Blick wird man auf die Bilder und Kisten aufmerksam.

Fazit: Eine schöne und kurzweilige Geschichte. Spannung kommt hier zwar nur sehr selten mal auf, dafür punktet sie mit ihrer Andersartigkeit. Mir hat’s gefallen.

 

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