Dorian Hunter (21) – Herbstwind

Titel: Dorian Hunter (21) – Herbstwind / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Thomas Schmuckert, Frank Glaubrecht, Peter Woy, Jürgen Prochnow, Gerlinde Dillge ua

hunter21Inhalt: Eine Handyaufnahme zeigt, wie der schottische Beerdigungsunternehmer Howard Little während einer Trauerrede mit einer ihm fremden Stimme spricht. Ein Fall von Besessenheit? Dorian Hunter nimmt die Ermittlung auf – und stellt bald fest, dass er nicht der Einzige ist, den die Ereignisse auf den Plan gerufen haben.


Heja, und wieder ein Crossover! Dieses Mal treffen Dorian Hunter und John Sinclair aufeinander. Das sollte funktionieren, ein Dämonen-Killer und ein Geisterjäger, möchte man meinen. Dennoch war ich etwas in Sorge, da ich „Sinclair“ nur unregelmäßig höre und die Folge 83 vom Geisterjäger nicht kenne und vermutlich auch nicht hören werde. Daher fürchtete ich, die Geschichte hier nicht zu verstehen. Glücklicherweise war diese Sorgen unnötig. „Herbstwind“ funktioniert prima als eigenständige Geschichte. Sie ist erfreulicherweise für sich abgeschlossen, spannend und schön schaurig. Alleine Ghouls (ja, das ist für mich die Mehrzahl) ins Rennen zu schicken in einer Story, die sich um einen Altersresidenz dreht, ist ganz nach meinem Geschmack. So schön böse! Das mag ich. Zudem kann man gut mitknobeln, was da zwischen Beerdigungsinstitut und dem „Haus der Stille“ vor sich geht, und sich von der Entwicklung der Handlung zum wohligen Schaudern bringen lassen. Sinclair hat zwar seine Auftritte, doch Hunter steht klar im Mittelpunkt. Das gehört sich auch so, wie ich finde solange man sich in seiner Reihe befindet. Hier und da wird die Reihe um Sinclair auch mal gut auf die Schippe genommen. Und speziell Hunters Einstellung Sinclair gegenüber hat mich manches Mal schmunzeln lassen.

Thomas Schmuckert ist hier in zwei Positionen zu hören. Er gibt einerseits den Erzähhler, andererseits aber natürlich seinen Part als Figur der Geschichte. Seine tiefe und oft beunruhigend ruhige Stimme mit dem bösen Funken Humor darin passt zu beiden Positionen. Peter Woy als Bestattungsunternehmer hat mir ebenfalls gefallen. Vor allem, weil ich finde, dass in seiner Stimme immer eine gute Portion Wahnsinn mitschwingt. Klares Highlight war für mich allerdings die Darbietung von Jürgen Prochnow alias Dr. Rawson.

Auch die Untermalung trägt ihren Teil dazu bei, dass die Folge schön düster und unheimlich klingt. Vor allem die leiseren Töne sorgen hier für Atmosphäre, während die lauteren und härteren Stücke in meinen Ohren eher den typischen Klang der „Hunter“-Reihe einbringen. Daran erkennt man die Hörspiele sofort wieder, aber zur Atmosphäre trägen sie für mich nicht (mehr?) bei.

Das Cover gefällt mir gut! Die stürmische See, umgekippte Grabsteine und dahinter schattenhaft die Altersresidenz. Das verspricht eine spannende und schaurige Geschichte. Schön, dass es sich um ein Wendecover handelt. So kann man sich die Folge auch ohne den Hinweis auf das Crossover ins Regal stellen.

Fazit:  Dieses Crossover hat mir gefallen. Trotz Sinclairs Auftritten bleibt der Focus auf Hunter gerichtet. Der erzählt hier eine spannende und schaurige Geschichte, bei der allenfalls die Frage offen bleibt, ob es „Ghouls“ oder „Ghoule“ heißen muss 😉 Gerne mehr solcher eigenständigen Geschichten!

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