Die drei ??? (161) – Die blutenden Bilder

Titel: Die drei ??? (161) – Die blutenden Bilder / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich, Harald Dietl, Bruno Apitz ua

ddf161Inhalt: Dreizehn geheimnisvolle Bilder sorgen auf dem Schrottplatz von Justus‘ Onkel Titus für allerhand Aufregung. Als sich eine ganze Reihe von zwielichtigen Gestalten für die Gemälde interessiert wittern die drei ??? einen Fall. Zu dumm, dass einige der Bilder bereits spurlos verschwunden sind. Justus, Peter und Bob müssen sich bei ihrer Suche beeilen, denn Rocky Beach wird von einem hinterhältigen Erpresser heimgesucht, der es ausgerechnet auf Kunstwerke abgesehen hat und eine mysteriöse Spur hinterlässt.


Schon wieder mal Bilder. Mit dem Gedanken bin ich an diese Folge herangegangen. Dabei hat sie solche Geringschätzung eigentlich gar nicht verdient. Denn hier schafft es das Thema „Bilder“ tatsächlich mal, dass die Folge an Episoden von früher erinnert, die sich damit ebenfalls befassten. Die Geschichte fährt zunächst zweigleisig. Da sind einmal die geheimnisvollen Bilder, die auf dem Schrottplatz auftauchen und allerlei zwielichtiges Volk auf den Plan ruft. Dann ist da noch ein sogenannter Bildermörder, der in der Stadt umgeht. Er zerstört Gemälde und verunstaltet sie mit roter Farbe. Gerade die letzte Idee hat mir gut gefallen. So gut man Fälle um Bilder aus dieser Reihe schon kennt, dieser hier ist so auf jeden Fall mal etwas Neues.  Später laufen diese beiden Fälle sinnig zusammen. Bis dahin bedarf es allerdings einiger Ermittlungsarbeit, die ihren Namen hier verdient. Endlich mal keine kryptischen Rätsel, die gelöst werden müssen, sondern spannende Nachforschungen und einige nette Wendungen. Dennoch kann man dem Geschehen gut folgen, was mich immer wieder freut. Es geht also doch.  Zudem hat diese Folge einiges an Komik im Gepäck. Es gibt einige Sprüche, bei denen ich grinsen musste.

Die drei Hauptsprecher sind wie üblich prima in Form. Aber auch die übrigen Sprecher haben mir gefallen. Guido A. Schick gibt einen glaubhaft naiven Gehilfen auf dem Schrottplatz. Bruno F. Apitz vermittelt einem ein gutes Bild vom etwas brummigen, aber doch sympathischen Deforge. Und Harald Dietl war ohnehin eine kleine Überraschung für mich. Es gibt so Stimmen, die versetzen mich automatisch um einige Hör-Jahre zurück in die „gute alte“ Hörspielzeit. Dazu gehört seine Stimme ebenso wie die von Karin Eckhold.

Musikalisch wird eine schöne Mischung geboten. Zwar gibt es auch hier ein paar Stücke zu hören, für die einfach nur die entsprechende Konserve geöffnet werden musste, aber sie halten sich in Grenzen. Dafür sind einige schöne Orchesterstücke zu hören, die ebenfalls früheres Flair heraufbeschwören. Es gibt tatsächlich einige Momente zum erfreuten Wundern bei dieser Episode. Was jetzt aber nicht heißen soll, dass ich wegen solch einer Überraschung nun gerne wieder zig Folgen warten möchte ehe ich sie nochmal erlebe.

Das Cover verrät bereits einiges über die Geschichte. Aber es passt halt auch entsprechend gut dazu. Und dass der Titel in dieser Reihe gerne mal spektakulärer klingen als der inhalt es ist, das dürfte inzwischen jeder wissen.

Fazit:  Eine schöne Folge mit einem interessanten Fall, der eine erfrischend neue Idee an Bord hat. Zwar sind auch hier -wie bereits öfters- wieder Bilder das zentrale Thema, doch wirkt es keinesfalls ausgelutscht. Und deshalb hat mir die Episode gefallen.

 

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