Mark Brandis (24) – Blindflug zur Schlange

Titel: Mark Brandis (24) – Blindflug zur Schlange / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: Michael Lott, Martin Kessler, Dietmar Wunder, David Nathan, Charles Retttinghaus ua

brandis24Inhalt: Mark Brandis ist seit einem halben Jahr außer Dienst, als ihn die Nachricht von der Zerstörung des Patrouillenschiffs unter Grischa Romens Kommando erreicht. Als Zivilist hat Brandis keine Raumfluglizenz mehr. Zusammen mit Pablo Torrente macht er sich inkognito auf den Weg zu den Galapagosinseln. Von dort aus wollen sie versuchen, eine Passage zum Asteroidengürtel zu bekommen – in der Hoffnung, irgendwo in der von Piraten kontrollierten Region den Freund doch noch lebend zu finden.


Auch wenn Brandis frisch den Job hingeschmissen hat, seine Abenteuer gehen natürlich trotzdem weiter. Hier gilt es Grischa wiederzufinden, der nach Zerstörung seines Schiffs verschollen ist. Doch ohne die schützende Hand einer wohlmeinenden Chefetage ist das doppelt so schwierig und gefährlich wie die bisherigen Aktionen. Entsprechend geraten Brandis und Torrente gleich mehrfach in gefährliche und brenzlige Situationen. Da muss auch mal gemogelt werden was die eigene Identität anbestrifft. Mir hat das so ganz gut gefallen, zumal Brandis für mich oft ein fürchterlicher „Saubermann“ war, der selbst in den grausigsten Momenten noch die Moral hochhalten musste. Schön, ihn hier nun mal etwas neben dieser Spur zu erleben. Das tut den spannenden und actionreichen Szenen schließlich keineswegs Abbruch. Zudem verleiht es dieser Episode einen recht frischen Anstrich.  Eingefleischte Fans der Serie dürften ihre Freude daran haben, dass an verschiedenen Stellen Bezüge zu früheren Folgen aufgezeigt werden. Das verstärkt den Seriencharakter. Auch wenn man sich nach Brandis Kündigung ja ein Stück weit neben der eigentlichen Reihe befindet. Wer nun nicht jede der bisherigen Folgen stets präsent hat -so wie ich-, der könnte sich mit diesen Szenen aber auch etwas schwer tun. Und wenn ich mir vorstelle, ich käme als Neuling in die Reihe, hätte sie bei mir dadurch schon ganz schön verloren. Ich sehe aber ein, dass sich gerade diese Folge prima dazu eignet, Verbindungen zu vorherigen Geschichten aufzuzeigen.

Neben Michael Lott als Brandis, der souverän wie eh und klingt, fällt Martin Keßler eine größere Rolle als Pablo Torrente zu. Er gibt den gewissen- und ehrenhaften Lt. überzeugend und ist so eine gute Ergänzung zu Michael Lott. Und über David Nathan alias Grischa Romen muss man ebenfalls keine großen Worte mehr verlieren. Für mich macht er mit seiner Stimme Grischa zu einer meiner Lieblingsfiguren. Einzig Marina Krogull konnte mich nicht ganz überzeugen. Ein Spur energischer hätte sie ihre Rolle ruhig angehen können.

Der Soundtrack zeigt sich eindrucksvoll wie immer. Bei jedem Stück klingen quasi die Weiten des Weltalls mit durch. Wie könnte man eine Science Fiction-Reihe besser in Szene setzten? Eine sorgfältig ausgearbeitete Geräuschkulisse macht den Klang dieser Episode perfekt.

Nach Sci-Fi und Weltraum sieht dieses Cover nun nicht direkt aus. Es wirkt aber immer noch futuristisch genug. Und mit dem Licht (Feuer?) wird auch schnell klar, dass es auch in dieser Folge wieder ordentlich rund geht.

Fazit:   Ein spannendes Abenteuer, das Brandis und seine „Arbeit“ mal von einer etwas anderen Warte aus zeigt nachdem er seinen Job aufgegeben hat. Mit der Suche nach Grischa ist sie aber ebenso spannend wie die Vorgänger. Zudem werden gekonnt Verbindungen zu vorigen Episoden hergestellt.

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