Die kleine Schnecke Monika Häuschen (30) – Warum kugeln sich Kugelasseln?

Titel: Die kleine Schnecke Monika Häuschen (30) – Warum kugeln sich Kugelasseln? / Verlag: Karussell / Spielzeit: 44 min / Sprecher: Kathrin Bachmann, Tom Deininger, Tobias Künzel, Stephan Michme ua

moni30Inhalt: Weil die kleine Schnirkelschnecke Monika Häuschen im Gras eine Kugel gefunden hat, will sie mit ihrem besten Freund, dem Regenwurm Schorsch, Ball spielen. Aber als Schorsch den Ball mit seinem Regenwurmschwanzspitzenzipfelchen über die Wiese kickt, benimmt sich dieser seltsam. Der gelehrte Ganter Günter weiß natürlich, dass es sich in Wahrheit um die zusammengerollte Kugelassel Alfred handelt, die auf diese Weise blitzschnell flüchten kann. Das will Schorsch auch können und biegt sich zu einem Rad zusammen. Aber plötzlich rollt er den abschüssigen Gartenweg hinab und steuert schneller als ihm lieb ist auf die undurchdringliche Gänseteichwiese zu.


In den beiden neuen Folgen dreht sich mal wieder alles um Getier, bei dem allgemein niemand begeister „Wie süüüß!“ ruft. In diesem Falle steht die Kugelassel im Mittelpunkt des Interesses. Bei Schorsch ist eine Art Fußballfieber ausgebrochen. Jedenfalls solange bis der Fußball sich als lebendig und sprechend herausstellt. Da habe ich dann schon gleich zum ersten Mal lachen müssen. Die Szene strotzt vor Situationskomik. Natürlich ist der Neid groß als Schorsch erfährt, wie gut Kugelasseln rollen können. Aber ein Regenwurm biegt sich ja leicht zum Rad und schon geht’s die Wiese hinab. Einziges Problem ist das Bremsen und weil das nicht klappt, ist der Regenwurm plötzlich verschwunden. Bei Monikas und Günters Suche kommt dann ein wenig Spannung in die Geschichte. Man darf ein paar Minuten um den nörgeligen Regenwurm bangen. Gelacht habe ich dann wieder über die Nachricht in Blumen-Geheimschrift. Ihr wisst nicht, was das ist? Dann hört euch diese Folge an. In der es natürlich wieder etwas zu lernen gibt, auch neben dem Thema Kugelassel her. Ich fand allerdings, dass diese Folge doch mehr auf die Geschichte setzt als auf’s Lernen. Das ist auch mal schön und die Figuren geben es allemal her.

Stephan Michme leicht Kugelassel Alfred seine Stimme. Tief und sympathisch und vor allem mit einem ausgeprägten Dialekt. Zum Glück (für mich 😉 ist er aber nicht die zweite sächselnde Figur. Kathrin Bachmann, Steffen Lukas und Tobias Künzel sind in vertraut guter Form und es macht einfach Spass ihnen zuzuhören. Jedenfalls solange Monika keinen Grund zum Schreien hat. Tom Deininger gibt wie üblich den Erzähler und ihn höre ich inzwischen wirklich gerne. Allerdings wüsste ich schon gerne, in welcher Ecke unseres Landes die Schokomilch tatsächlich „Kaukau“ heißt? Noch einmal mehr und ich hätte das Hörspiel ausgeschaltet.

Das fröhliche Titellied animiert jedes Mal zum Mitsingen. Sogar wenn es am Ende gespielt wird. Eine Reihe kleiner und einfacher Geräusche veranschaulicht das Geschehen. Das ist so gut auf das Alters der jungen Hörer abgestimmt.

Im Booklet gibt es dieses Mal ein Suchspiel. Es gilt Assel Alfred inmitten allerlei herbstlicher Früchte und Nüsse zu finden. Ich finde es goldig, wie die Assel auf dem Cover aus ihrer Schale schaut. sie wirkt verstimmt darüber, dass sie als Fußball missbraucht wurde. Und Schorschs Gesichtsausdruck ist ebenfalls ganz witzig.

Fazit:  Hier steht mal mehr die Geschichte im Mittelpunkt als der Lerneffekt. Das macht Spass und ist auch etwas spannend. Und einmal mehr gefällt es mir, dass ein Tier, das nicht gängigerweise als „süß“ gilt, liebenswert und niedlich präsentiert wird.

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