Konny Reimann erzählt – Aber das ist eine andere Geschichte…

Titel: Konny Reimann erzählt – Aber das ist eine andere Geschichte… / Verlag: Moewig / Spielzeit: ca.  144 min / Buch: Konny Reimann / gelesen von: Konny Reimann

reimannInhalt: Ein 5-Tages-Trip nach Texas reichen ihm und seiner Frau Manu, um den Entschluss zu fassen, mit der ganzen Familie dorthin auszuwandern. Das Unglaubliche passiert: Im ersten Anlauf erhalten sie eine Green Card und treten damit eine Lawine an Ereignissen und Abenteuern los: Auf seinem Weg in seine Wahlheimat Texas begegnet Konny Reimann dem schnellsten Scharfschützen Amerikas, einem Soßenhersteller und anderen „positiv Verrückten“, wie er selbst einer ist. Und irgendwie wird er nebenbei plötzlich auch noch zum Fernsehstar.


Ich sitze selten vor dem Fernseher, aber die Doku um die Reimanns habe ich immer ganz gerne mal geschaut. So USAverliebt wie ich eben bin. Da war es naheliegend, dass ich mir das Hörbuch anhören würde. Ich muss gestehen, dass ich es mir schon etwas anders vorgestellt habe. Strukturierter und informativer vor allem. Man erfährt zwar etwas über Konnys Kindheit und darüber, wie seine Frau und er sich kennenlernten, wie die Idee entstand, nach Amerika auszuwandern…aber ich hätte es mir noch eine ganze Spur genauer gewünscht. Ich hatte immer das Gefühl, dass alle Themen lediglich umrissen werden. Das Wichtigste ist vorhanden bzw das, was Konny für das Wichtigste hält, aber es fehlte mir am Drumherum. So ergab sich für mich nicht der Eindruck, einem Verlauf zu lauschen, sondern lediglich Stationen kennenzulernen. Vielleicht fehlte mir das aber auch nur deshalb, weil mich um die USA so ziemlich alles interessiert. Und „alles“ passt halt schlecht ins Hörbuchformat. Irgendwann hatte ich mich mit diesen „Stationen“ abgefunden und wie gesagt, uninteressant oder langweilig wird es nie. Und wer die Sendung kennt, der weiß ohnehin schon eine ganze Menge. Da sich wohl in erster Linie auch diese Leute das Hörbuch zulegen werden, dürften sie wohl nichts großartig vermissen. Es sei denn, sie wollen nochmal hören, was sie eh schon gesehen haben.

Da oben steht „gelesen von“, was in diesem Falle aber nicht zutrifft. Konny Reimann erzählt frei von einer Reihe von Ereignissen, die ihm und seiner Familie aus Auswanderer widerfahren sind. Und das in seiner bekannten schnodderigen Art mit dem unverkennbaren Hamburger Dialekt. Konnys Frau Manu kommt ebenfalls zu Worte und sie klingt schon eine gute Schippe souveräner. Im Sinne von weniger dialektlastig und weniger schnodderig. Dafür kommt sie aber auch weniger spontan rüber.

Familie Reimann samt Papagei und Hund vor dem Wohnmobil und mit der Flagge. Das ideale Covermotiv, denn genau um diese Familie dreht sich hier alles.  So kennt man sie aus dem TV, so möchte man sie als Fan sehen.

Fazit:  Wer hier eine etwas arg frühzeitige und steife Biografie erwartet hat, dem werden nach wenigen Minuten die Haare zu Berge stehen. Wer aber Konny so hören möchte, wie man ihn aus dem TV kennt und mag, der dürfte auf seine Kosten kommen. Etwas ausführlicher hätte ich mir die Schilderungen der einzelnen Stationen des Reimann’schen Lebens schon gewünscht, aber langweilig wurde es nie.

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