Tom Shark (01) – Das Hotelgespenst

Titel: Tom Shark (01) –  Das Hotelgespenst / Verlag: Marctropolis / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Gordon Piedesack, Santiago Ziesmer, Simon Jäger, Uve Teschner, Helmut Krauss, Ingo Albrecht ua

tomshark01InhaltMit dem höchst spannenden Werk -Das Hotelgespenst- unterbreiten wir der gänzlichen Hörerschaft den Beginn der erquickten Hörspielreihe des berühmten deutsch-amerikanischen Meisterdetektivs Tom Shark.
Mit von der Partie der Journalist Dr. Pitt Strong, Tom Sharks treuer Gefährte und Mitarbeiter. Seiner Feder entspringen die abenteu¬erlichen Geschichten. Mit seiner begnadeten Schreibe und den fesselnden Schilderungen erleben wir die Abenteuer des Königs der Detektive. Im Ersten der drei Hörspiele müssen Tom Shark und sein Freund Pit Strong eine mysteriöse Verbrechensreihe in einem Nobelhotel aufklären. Die arglosen Gäste des Etablissements werden auf geheimnisvolle Weise bestohlen. Bei dem lustigen Start der Hörspielreihe geht es drunter und drüber, sodass nicht nur eingefleischte Nostalgiker, sondern auch jüngere Hörspielfans in den Bann der -Goldenen Jahre- Berlins gezogen werden.


Ich gestehe es: ich kannte Tom Shark und die Heftromanreihe um ihn bisher nicht. Erst dieses Hörspiel hat mich zum Googeln gebracht und mich damit bekannt gemacht. Nun bin ich ziemlich allergisch gegen alles an Geschichten, was vor 1980 spielt ;), aber mit „Tom Shark“ habe ich mich trotzdem schnell angefreundet. Vor allem deshalb, weil die Geschichte ausgesprochen amüsant daherkommt. Immer wieder gibt es Anlass zum Schmunzeln wie zB bei bestimmten Dialogen, bei Namensspielereien oder auch zu Szenen wie der am Anfang mit dem „Überfall“.  Der Fall um das Hotelgespenst hat mir ebenfalls gefallen, da er schön geheimnisvoll wirkt. Da macht es Spass, mit Tom Shark und seinen Gefährten nach dem Hoteldieb zu suchen. Man kann hier ganz gut mitermitteln. Ich fand allerdings, dass die Geschichte sich teilweise etwas zieht. Ich hatte zweimal den Eindruck, dass die Aufklärung des Falles kurz bevor steht. Doch als ich dann auf die Spielzeit schaute, stand das Hörspiel keienswegs vor dem Ende. Da habe ich mich dann schon gefragt, was noch passieren würde. Zum Glück kriegt die Geschichte die Kurve jedes Mal ganz gut, sodass es nicht langweilig wird. Es bringt einen jedes Mal wieder zurück auf die Spur des Hotelgespenstes. Die Atmosphäre der Goldenen 20er- Jahre fängt das Hörspiel prima ein. Man fühlt sich schnell dorthin versetzt und wer sich für diese Zeit etwas mehr begeistern kann als ich, der dürfte seine reine Freude daran haben. Aber auch ich bin neugierig, wie die Serie weitergeht. Ich mag nämlich spannede Krimis, bei denen der Humor nicht zu kurz kommt und die ein wenig kauzige Charaktere an Bord haben.

In der Rolle von Tom Shark ist Gordon Piedesack zu hören. An seine dröhnenden Stimme, die mir nicht immer ganz glaubwürdig vorkam, musste ich mich beim ersten Hören zunächst gewöhnen. Genauso an die joviale Ausdrucksweise.  Andererseits, Amerikaner geben sich ja oft so. Von daher mag das so ganz gut passen. Mir war das alles jedenfalls eine Spur zuviel. An Tom Sharks Seite ist stets sein Freund und Gehilfe Pitt Strong, der von Santiago Ziesmer gesprochen wird. Ich mag seine markante Stimme gerne. Sie bildet einen feinen Kontrast zu der von Gordon Piedesack. Ein Blick auf die weiteren Sprecher sichert einem zu, dass man in dieser Hinsicht hier nichts zu befürchten hat. Da wären zB simon Jäger, Helmut Krauss oder auch Eckard Dux.

Dass das Hörspiel so gut das Flair der 20er Jahre rüberbringt, das liegt in erster Linie an der Unternalung. Musikalisch ist das Hörspiel genau auf diese Zeit abgestimmt. Eine Musik, die einem sofort passende Bilder vor die Augen zaubert. Aber auch eine Musik, die für mich unter „typische Krimimusik“ fällt. Man weiß schon nach den ersten Stücken, mit welchem Genre man es hier zu tun hat.

Das Cover steht der Folge gut. Es ist krimimßig düster und vom Stil her ganz an die Zeit angepasst, in der die Geschichte spielt. Allerdings sieht Tom Shark in meiner Vorstellung doch ganz schön anders aus als auf dem Cover.

Fazit:  Ein spannendes und vor allem auch heiteres Krimihörspiel, das zwar hier und da seine Längen hat, sich aber jedes Mal wieder daraus befreien kann Langeweile kommt jedenfalls nicht auf. Ich bin auf weitere Abenteuer gespannt. Bis dahin greife ich zu einer Ägyptischen 😉 See you!

2 Comments

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  1. Zitat: „Nun bin ich ziemlich allergisch gegen alles an Geschichten, was vor 1980 spielt ;)“

    Ich finde es etwas problematisch, hier die Grenze zu ziehen. Sah die Welt und das Hörspiel 1979 denn so anders aus als 1980?

    1. Nein, so war das nicht gemeint.
      Ich interessiere mich nur nicht für Historisches. Jedenfalls wenn es früher als mein Geburtsjahr (1978) ist. Ich mag diese altertümliche Sprache nicht, kriege einen Vogel, wenn statt Autos ein Pferdefuhrwerke herumfahren oder man sich noch mit Schwert duelliert usw.
      Da muss eine Geschichte schon wunders was aufbieten, dass ich mich damit arrangieren kann.
      So war das gemeint 😉

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