Fünf Freunde (102) – …und die goldene Maske des Pharao

Titel: Fünf Freunde (102) – …und die goldene Maske des Pharao / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: Nicolas König, Henry König, Regina Lemnitz, Jannik Endemann, Gordon Piedesack ua

ff102Inhalt: Die Fünf Freunde begleiten Onkel Quentin nach Torquay an der englischen Südküste. Kurz vor ihrer Ankunft wurde im Ägyptischen Museum eingebrochen und natürlich möchten sie gleich den Tatort besuchen. Das ist jedoch nicht möglich. Durch puren Zufall werden sie Zeugen eines merkwürdigen Gespräches, folgen ersten Verdachtsmomenten und geraten dabei in ein aufregendes Abenteuer.


Der Titel klang ja mal gar nicht nach meinem Geschmack. Mit dem Alten Ägypten, Pharaonen usw kann man mich jagen. Umso erfreuter war ich darüber, dass zwar eine Pharaonenmaske eine wichtige Rolle spielt, aber auf die Historie drum herum nicht großartig eingegangen wird. So hat mir diese Folge richtig gut gefallen. Die Fünf Freunde müssen richtige Nachforschungen anstellen, bekommen es mit gleich mehreren zwielichtigen Gestalten zu tun, gegen die sie sich zur Wehr setzen müssen, und geraten dabei auch mal in Gefahr. Das bietet so alle, was ich von einem Detektivhörspiel für Kinder erwarte. Es ist spannend, man kann gut mitknobeln und hat auch mal Gelegenheit, um die Freunde zu bangen und mit ihnen mit zu fiebern. Zudem hat mir die Idee gefallen, eine Romanfigur -Miss Marple nämlich- mitwirken zu lassen. Eine bekannte Detektivin in einer Hörspielreihe wie den „Fünf Freunden“ macht vielleicht die jungen Hörer neugierig auf deren Geschichten. Außerdem wirkt es schon ziemlich skurril, wenn da plötzlich jemand auftaucht und beahuptet, er sei eine Romanfigur. Solche Momente mag ich immer gerne, denn damit wird eben auch den älteren Hörern etwas geboten, das man nicht überall antrifft. Und etwas so „Schräges“ hat halt auch seinen Reiz.

Neben den vier Hauptsprechern, die ihre Sache gewohnt gut machen, und dem im ewig gleichen Takt bellenden Timmy, ist beispielsweise Nicolas König zu zu hören. Er spricht den Mr. Mohamadi erfreulicherweise ohne es mit dem Akzent zu sehr zu übertreiben. Miss Marples Part übernimmt Regina Lemnitz, deren Stimme dieser Figur wie auf den Leib geschneidert ist. So hat man gleich ein Bild der Detektivin vor Augen. Auch Henry König gelingt es gut, einem einen Eindruck des Händlers Mr. Stringer zu vermitteln. Er klingt energisch und man nimmt ihm sofort ab, dass er in erster Linie daran interessiert ist, gute Geschäfte zu machen.

In Sachen Untermalung wird die übliche Kost geboten, was mir inzwischen kaum noch auffällt. So klingt diese Reihe nun einmal. Und auf der anderen Seite hat es so auch einen gewissen Wiedererkennungswert. Vielleicht das eine oder andere orientalisch klingende Stück wäre hier noch ganz schön gewesen, aber man vermisst es nicht allzu schmerzlich.

Das Cover gewährt einen Blick in die Grabkammer. Und es wirkt natürlich auch spannend und leicht unheimlich, wie die Freund da in den Sarkophag schauen.  Ein schönes Motiv, das gut zur Geschichte passt.

Fazit:  Mir hat die Folge prima gefallen. Ein echtes Detektivhörspiel mit spannenden und teilweise gefährlichen Nachforschungen, bei den man als Hörer gut mitknobeln kann. Feine Sache!

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