Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs (07) – Der Smaragd des Todes

Titel: Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs (07) – Der Smaragd des Todes / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Joachim Tennstedt, Detlef Bierstedt,  Sabine Jaeger, Jan Makino ua

holmesgeheim07Inhalt: Die feine Londoner Gesellschaft ist fasziniert von den gewagten Darbietungen Tahi Swawis, einer exotischen Tänzerin. Ihr Bühnenkostüm schmückt ein besonderer Edelstein, der es unter dem Namen „Smaragd des Todes“ zu trauriger Berühmtheit gebracht hat. Viel Blut ist um seinetwillen bereits geflossen und ein Ende scheint nicht absehbar, wie sich schon bald herausstellt.


Die verflixte siebte Folge? Könnte man glatt so sagen, trifft aber zum Glück nicht so richtig. Wobei der Fall an sich erst nach einigem Anlauf in Gang kommt. Nach dem andeutenden ersten Track wird erstmal einige Zeit darauf verwendet zu erwähnen, dass Mrs. Hudson derzeit nicht im Holm’schen Haushalt anzutreffen ist. Zum allgemeinen Entsetzen hat Margret Mapleton ihren Posten übernommen. Das ist ganz amüsant anzuhören. Da darf gerne mal geschmunzelt werden.
Anschließend wird dann endlich der Fall in Angriff genommen und auch der ist nicht schlecht. Zwar längst nicht so dramatisch wie der Titel des Hörspiels es einen vermuten lässt, aber ein Fall, der zu Holmes passt und den er gemeinsam mit Watson auf seine urtypische Art löst. Was mir hier gefallen hat (weil man es bei vielen anderen Holmes-Hörspielen kaum mal erlebt) ist, dass man von allzu langen erklärenden Monologen von Holmes verschont bleibt und dass er bei seinen Ermittlungen unterwegs ist. Das bringt halt auch Bewegung in die Geschichte. So stelle ich mir Detektivgeschichten vor. Deshalb kommt mir das so sehr entgegen.

Die Sprechergarde ist übersichtlich. Ich muss gestehen, dass mir das so immer ganz recht ist. Ich finde es immer mühselig, mir eine Schar Charaktere aneigenen und an den Stimmen unterscheiden zu müssen.  Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt ergeben ein stimmiges Holmes-Watson-Team. Dabei klingt Joachim Tennstedt oft etwas vornehmer, während Detlef Bierstedt Watson lockerer zum Leben erweckt. Da kommt beim Zuhören keine Langweile auf. Sabine Jaeger hat mich als Tänzerin Tahi Swawi nicht so recht überzeugt. Erstens passt ihre markante Stimme nicht so ganz t zu dem leicht überheblichen Ton, dafür ist sie mir nicht fein genug, und zweitens habe ich mir so eine Tänzerin doch jünger vorgestellt als Sabine Jaeger klingt.

Die Untermalung präsentiert sich hier recht dezent. Ich vergleiche das automatisch immer mit Titanias „Gruselkabinett“, wo es kaum eine Sekunde ohne begleitende Melodien gibt. Das ist bei „Holmes“ nicht so, wobei ich finde, dass das dem Flair dieser Geschichten keinen Abbruch tut. Auch wenigere Stücke zu ausgewählten Szenen können spielend für Flair sorgen. Das wird hier klar bewiesen.

Auf dem Cover steht die Tänzerin im Mittelpunkt. Da konnte bei dieser Geschichte nicht anders sein. Der Smaragd ist natürlich ebenfalls zu sehen, wenn auch weniger beeindruckend als er es meiner Meinung nach verdient hätte. Die schwarze Gestalt im Hintergrund macht schnell deutlich, dass Tahi Swawi nicht wirklich sorglos tanzt bzw tanzen sollte.

Fazit:  Die Folge beginnt humorig. Das bedeutet allerdings, dass der Fall erst nach Anlauf auf den Tisch kommt. Die Zeit muss man sich nehmen. Dafür wird man mit einem ordentlichen Holmes-Fall belohnt. Zwar sprudelt er nicht gerade vor Spannung über, aber langweilig wird es auch wieder nicht.

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