Mord in Serie (09) – Fair Play

Titel: Mord in Serie (09) – Fair Play / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Bettina Weiß, Till Hagen, Dietmar Wunder, Anja Stadlober, Pat Murphy, Dennis Schmidt-Foß

mis09Inhalt: Beim Großen Preis von Baden-Württemberg kommt es zur schrecklichen Katastrophe. Während des Qualifyings verunglückt die Rennfahrerhoffnung Cristóbal Fernando tödlich – vor unzähligen Zuschauern und laufenden Fernsehkameras. Die offizielle Presseerklärung spricht von einem Fahrerfehler, doch ist das tatsächlich die ganze Wahrheit? Der Bruder des Toten und die sensationshungrige Reporterin Maya Sievers gehen der Sache auf den Grund, denn sie vermuten einen internationalen Komplott. Unterdessen plant ein irrer Bombenleger bereits sein feuriges Finale.


Als ich diesen Artikel vorbereitet habe, habe ich tatsächlich gestutzt. Bereits die neunte Folge! Schön, wenn eine Reihe so verlässlich fortgesetzt wird. Mit dieser Folge geht es auf die Rennstrecke. Dass jeder Sport, der eine Popularität erreicht hat wie zB Motorsport, letztlich auch schlichtweg ein Geschäft ist, das dürfte inzwischen wohl jeder wissen. Deshalb halte ich die Story hier um dubiose Geschäfte hinter den Kulissen für gar nicht so weit hergeholt. Erschreckend eigentlich. Als sonderlich komplex habe ich die Story jetzt nicht empfunden, was mir aber auch entgegengekommen ist. Ich brauche kein Verwirrspiel. Ich mag solche geradlinig erzählten Geschichten viel lieber. Ihnen folgt man leichter und vergnügter. Außerdem heißt das ja nicht, dass es deshalb keine Wendungen geben kann. „Fair Play“ hat gleich mehrere davon in petto und bei der einen oder anderen habe ich tatsächlich gestaunt, weil ich das so nicht erwartet hatte. Und dass nach der Aufzählung der Sprecher noch ein Track kommt, der die Story nochmal in ein anderes Licht rückt, das kennt man von dieser Serie ja schon.

Bettina Weiß als Reporterin Maya Sievers hat mir sehr gut gefallen. Einfach, weil sie Maya zwar energisch und selbstbewusst klingen lässt, dabei aber nicht übertreibt. Till Hagen gibt einen coolen Henry Blankenburg. Ihm habe ich sowohl seine Liebe zu seiner Verlobten Rebekka abgenommen, als auch ein paar Minuten später den Geschäftsmann.  Anja Stadlober klingt als Rebekka sanft und nett und erfreulicherweise kein Stück nach Boxenluder. Und wenn schon eine Person mitspielt, die mit Akzent spricht, dann nehme man dafür bitte auch einen Sprecher, dem man den Akzent abnimmt. So wie hier bei Aaron Cedric geschehen, der von Pat Murphy gesprochen wird.

Der Untermalung ist zu jeder Zeit das Tempo auf der Rennstrecke anzuhören ist. Rhythmisch, schnell und mitreißend. Mir hat besonders gefallen, dass immer mal wieder das Geräusch eines vorbeirasenden Rennwagens in den Soundtrack eingebunden wurde. Das sorgt nochmal zusätzlich für Rennstreckenatmosphäre. Diese Folge bringt außerdem gleich zwei Bonus-songs mit, die dieses Mal von Vision Talk stammen.

Eine Zielflagge und ein Reifen umrahmt von Flammen, das steht einem Hörspiel in der Motorsportszene. Gerade Fans dieser Sportarten werden sich davon angesprochen fühlen. Aber auch alle anderen Fans der Reihe können unbesorgt zugreifen.

Fazit:  Eine schön geradlinige Geschichte, die trotzdem die eine oder andere Wendung in petto hat, die zu überraschen weiß. Mir hat besonders gefallen, dass hier wirklich Rennstreckenstmosphäre aufkommt und die Idee hinter der Story nicht an den Haaren herbeigezogen ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: