Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen (09) – Ein Mörder bei Madame Tussaud

Titel: Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen (09) – Ein Mörder bei Madame Tussauds / Verlag: Highscore Music / Spielzeit: ca. 53 min / Sprecher: Freidrich W. Bauschulte, Klaus Herm, Eric Vaessen, Moritz Milar ua

vandusen09Inhalt: Ein Gast des Londoner Nobelhotels Savoy wird unter mysteriösen Umständen ermordet, und der Direktor wendet sich an Professor van Dusen. Bald steht fest: Es geht um Spionage, um die Pläne zu einem neuartigen, luftgekühlten Maschinengewehr. Der Professor braucht nicht lange, um den Täter zu identifizieren. Doch damit ist er noch nicht gefasst. Erst nach einer bizarren Jagd in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett kann der Fall abgeschlossen werden.


Der Umzug dieser Reihe zu Highscore Music ist irgendwie an mir vorbeigegangen und ich hatte es schon bedauert, dass es die Serie nicht mehr zu geben schien. Umso mehr hat es mich gefreut, sie quasi wiederzuentdecken. Diese Episode spielt in London, wo es den Mord an einem Hotelgast aufzuklären gilt. Dieser erste Teil präsentiert sich so wie man es von den „van Dusen“- Geschichten kennt. Ein Fall und anschließend die intelligente Klärung der Frage, was geschehen ist. van Dusen ist einer der wenigen Ermittler, denen ich bei seinen Erläuterungen gerne lausche. Zudem mag ich es, dass man bei ihm leicht mal mitknobeln kann. Wer den einen oder anderen Mitrate-Krimi gelesen hat, hat seine Freude daran.
Für mich stellte sich nach der Klärung des Tathergangs und der Feststellung des Täters prompt die Erkenntnis: eine ganz schön kurze Folge!
Aber nein! Es geht ja noch weiter! Erstens muss der Täter gefasst werden (was weniger van Dusens Job ist), zweitens muss erknobelt werden, wo er sich mit seinem Komplizen treffen wird, und drittens hat niemand in der Truppe ein schärferes Auge für Details in dem Moment als es den Täter zu erkennen gilt als der Professor. Diese Teil bei Madame Tussaud hat auf mich einen lebendigeren Eindruck gemacht als der erste Teil um den Mord. Und er hat mich mit den grüblerischen Gedanken des Professors am Schluss gut überrascht. Wobei es eigentlich ja kein Wunder ist, dass solch ein heller Kopf nicht auch das Kritische am Fortschritt erkennt.

Friedrich W. Bauschulte gefällt mir bei jeder Folge wieder prima. Ich mag seine klare Stimme und die gewählte, aber auch sehr gewitzte Ausdrucksweise sehr! Moritz Milar vermittelt einem ein gutes Bild des Hoteldirektors, der stets auf das Ansehen seines Hotels bedacht ist. Eine gewisse Hektik schwingt bei ihm ebenfalls mit. Eric Vaessen gibt mit knappen Sätzen in befehlsgewohntem Ton einen überzeugenden Oberst Pickersgrill. So überzeugend und auf Rang bedacht, dass ich manchmal über ihn grinsen musste.

Musikalisch bewegt diese Folge sind in den schon vertrauten Bahnen. Es sind eher ruhige, klassisch und etwas altmodisch anmutende Stücke zu hören, die für das Flair der Geschichten sorgen. Für mich eine sehr krimimäßige Untermalung. Bei den Geräuschen muss man hier darüber hinweghören können, dass Pistolenschüsse nach Platzpatronen klingen und das Rascheln eines Papierfetzens wie ein Knäuel Geschenkpapiert.

Das Covermotiv passt gut zum Titel und der Geschichte. Man bekommt einen Blick in einen Raum von Madame Tussaud gewährt. Umrahmt wird es wie gehabt von Puzzleteilchen und altmodischen Gegenständen. Beides steht für mich klar für die van Dusen-Krimis.

Fazit:  Eine gewissermaßen zweigeteilte Folge. Im ersten Teil gibt es eine Mordaufklärung in typischer van Dusen-Manier. Im zweiten Teil stellt er seine Intelligenz auch bei der Ergreifung des Täters unter Beweis. Dieser Teil wirkte lebedinger auf mich und hat mich mit van Dusen kritischen Gedanken am Ende überrascht.

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