Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs (08) – Walpurgisnacht

Titel: Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs (08) – Walpurgisnacht / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Wolfgang Pampel, Dagmar von Kurmin, Detlef Bierstedt ua

holmesgeheim08Inhalt: Im Lyceum Theater tritt der berühmte Schauspieler Henry Irving in seiner Paraderolle als ‚Mephisto’ in „Faust“ auf. Die aufwendige Inszenierung und die Darsteller werden von Presse und Publikum gefeiert. Dennoch scheint die Produktion nicht übermäßig von Glück gesegnet zu sein, denn hinter den Kulissen häufen sich besorgniserregende Vorfälle.


Von der Bühne des exotischen Tänzerin aus der vorigen Folge geht hier nun direkt auf „die Bretter, die die Welt bedeuten“. Das stellt gleich die erste Szene laut und eindrucksvoll klar. Somit war mir schon bewusst, dass dieser Fall sich um ein Geschehen im Theater drehen würde. Das ist soweit ja nicht verkehrt und dass Holmes ermitteln soll, wer dort im Theater sein Unwesen treibt, das hat mir an sich ebenfalls gefallen. Wie es auch im Hörspiel erwähnt wird, liegen in der Theaterwelt Schein und Sein sehr nahe beieinander. Das spricht für einen spannenden Fall.
Bei mir blieb die Spannung allerdings ganz schön auf der Strecke, denn Theater hin oder her: mir was es zuviel davon! Erstens kann ich mir Holmes nur mit größten Schwierigkeiten als Schauspiel(schül)er vorstellen. Das passt einfach nicht zu meinem Bild von ihm. Und so schön ich es fand, ihn mal ehrlich fröhlich zu erleben, es wirkt auch ganz schön seltsam. Und zweitens gibt es während der Geschichte mehrere Szenen aus dem Stück, das im Theater aufgeführt wird. Und die sind mitunter ganz schön lang und zogen die Handlung für mich derbe in die Länge. Und irgendwie hat das bei mir auch einen zerrissenen Eindruck hinterlassen, weil ich mich vor lauter „Faust“ immer erst wieder daran erinnern musste, wieso Holmes und Watson im Theater ermitteln. Und die Figuren kamen mir durch diese Szenen vom Stück ebenfalls zu verstreut vor. Wie soll man denn da mitknobeln können?

Dagmar von Kurmin hat mir als Mary Anne Stirling sehr gut gefallen. Ich mag ihre Stimme einfach und sie hat mir mit Leichtigkeit ein Bild von Mrs. Stirling vor die Augen gezaubert. Genauso wie von den Figuren, die sie im Theaterstück als Schauspielerin übernimmt. Friedrich Georg Beckhaus übernimmt den Part des Theateritendanten und lässt ihn streng und pflichtbewusst klingen. Das passt gut zu einer Figur mit diesem Posten. Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt geben einmal mehr ein eingespieltes Ermittler-Team und bringen frischen Wind in die Darstellung von Holmes und Watson, die mir in keiner anderen Serie so locker erschienen.

Während man sich in Sachen Untermalung und Geräusche bei den Szenen mit Holmes und Watson und ihren Ermittlungen hier eher zurückhält, sind die Auszüge aus dem Theater eindrucksvoll in Szene gesetzt. So heben sie sich deutlich vom übrigen Geschehen ab.

Das Cover ist mit der blutroten Gestalt und dem mit einem Dolch festgepinnten Zettel mit einer Nachricht gleichermaßen augenfällig wie auch dramatisch. Das macht neugierig auf die Geschichte.

Fazit:  Holmes, der in einem Fall um selbstsame und gefährliche Ereignisse in einem Theater ermittelt, okay. Mir war das hier aber einfach zu viel Theater, das die Geschichte teilweise ganz schön in die Länge zieht und den Fall an sich zerrissen wirken lässt.

 

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