Dorian Hunter (22-1) – Esmeralda – Verrat

Titel: Dorian Hunter (22-1) – Esmeralda – Verrat / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Kaya Marie Möller, Volker Brandt, Constantin von Jascheroff, Hasso Zorn, Regina Lemnitz ua

hunter22-1Inhalt: Auf der Suche nach Informationen über seine vergangenen Leben stößt Dorian Hunter auf Aufzeichnungen aus der Zeit der spanischen Inquisition. Im Jahre 1506 wird das Mädchen Esmeralda der Hellseherei angeklagt und gezwungen, fortan mit der Inquisition zusammenzuarbeiten. Ihre erste Aufgabe ist es, etwas über einen jungenden Mann herauszufinden: Juan Garcia de Tabera.


Eines muss man dieser Serie lassen: sie versteht es, abwechslungsreich zu sein ohne sich dabei in der Handlung zu verfransen. Nach den recht eigenständigen letzten Folgen, bekommt der Fan nun eine Doppelfolge geboten, die zu einem Thema zurückfindet, das schon in vorigen Folgen angegangen wurde. Man erhält weitere Einblicke in Dorian Hunters Vergangenheit. Dieses Mal in einen Abschnitt, bei dem Inquisitor Lucero im Mittelpunkt steht, der die junge Esmeralda in seine Dienste stellt. Aus ihren hellseherischen Fähigkeiten verspricht sich der Inquisitor Vorteile bei seinen Plänen. Ich bin nun bekanntlich kein Fan von Geschichten aus so frühen Zeiten, aber ich muss zugeben, dass ich diesem Teil der Folge trotzdem gespannt gefolgt bin. Einfach weil er eine tolle Atmosphäre mitbringt. Es liegt eine spürbare Bedrohung darüber und auch Esmeraldas Angst kommt gut rüber. So kann man nicht anders als mit und um sie zu bangen und mit unheilvollen Ahnungen abzuwarten, wie es mit ihr weitergeht. Als dann noch ein gewisser Juan Garcia de Tabera auftaucht und Kontakt zu Esmeralda aufnimmt, kommt noch eine zusätzliche Würze in die Geschichte. Denn auch er hat ganz eigene Pläne.
Bei all diesem Gewese um Hunters früheres Leben kommt der Teil der Geschichte um die entführte Coco Zamis ziemlich kurz. Er hat bei mir den Eindruck hinterlassen, an den Rand gedrängt worden zu sein. Dabei finde ich ihn ebenso interessant, denn auch bei Coco tut sich einiges und nur wenig Gutes. Das ist genauso spannend, hatte hier aber in meinen Ohren kaum Gelegenheit, den Hörer so zu fesseln wie es Hunters Historie gelingt. Schade eigentlich.

Die beiden Hauptfiguren aus Hunters früherem Leben werden von Kaya Marie Möller und Volker Brandt gesprochen. Kaya Marie Möllers helle und junge Stimme hat mir für Esemralda gut gefallen. Es gelingt ihr zudem wunderbar, die verschiedenen Gefühle rüberzubringen, die sie unter Lucaros unbarmherziger Herrschaft durchlebt. Volker Brandt lässt in dieser Rolle in jedem Satz unverkennbar mitschwingen, dass Lucaro keine Gnade kennt, wenn etwas nicht nach seinen Plänen verläuft. Der mittelalterliche Hunter namens Tabero wird von Constatin von Jascheroff gesprochen. Er schafft es schon nach wenigen Minuten, einem ein Bild von dieser Figur vor Augen zu zaubern.

Einmal mehr begleitet eine passige Musik- und Geräuschkulisse diese Folge. Beides trägt maßgeblich zur Atmosphäre der Geschichte bei und sorgt für einen unheilvollen und finsteren Anstrich.

Selbstverständlich hat es Esmeralda auf das Cover dieser Folge geschafft. Dahinter die Burg, das passt erstens gut zur Geschichte und zweitens reiht es sich nahtlos in den Look der bisherigen Cover ein. Ich muss aber auch zugeben, dass ich es im ersten Moment etwas befremdlich fand, eine Person auf einem Hunter-Cover anzutreffen, obendrein noch so deutlich zu erkennen.

Fazit:  Ein weiterer spannender Einblick in Hunters früheres Leben, dem es weder an Dramatik, noch an Bedrohlichkeit mangelt. Ich hätte es nur gut gefunden, wenn man dem Part um Coco und Helwein etwas mehr Raum gegeben hätte. Dieser Teil kam mir zu kurz.

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