Die drei ??? (163) – …und der verschollene Pilot

Titel: Die drei ??? (163) – …und der verschollene Pilot / Verlag: Europa / Spielzeit: / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Holger Mahlich, Stephan Benson ua

ddf163Inhalt: Eigentlich sollen die drei ??? für Onkel Titus nur ein Auto überführen. Doch der dichte Nebel in den Bergen zwingt sie, sich dort eine Unterkunft zu suchen. Ein seltsamer Pick-up-Fahrer führt sie zum ‚King of the Mountain‘, einem heruntergekommenen Hotel ohne einen einzigen Gast. Bald geschehen seltsame Dinge, die nur eins bedeuten können: Das Hotel birgt ein Geheimnis! Hat das Wrack eines vor Jahren in den Bergen abgestürzten Flugzeugs etwas damit zu tun?


Ein solches Auf und Ab wie diese war für mich noch keine Folge der Reihe. Los geht es mit einem Auf. Jedenfalls für meinen Geschmack. Die drei Detektive überführen für Onkel Titus ein Auto, landen dabei auf einer verlassenen Straße in den Bergen, wo ihnen eine obskure Gestalt den Weg zu einem halb verfallenen Hotel weist, und dort treffen sie auf einen ziemlich kauzigen und unheimlichen Hotelbesitzer. Klingt wie ein Teenie-Horrorfilm? Genau! Und sowas mag ich immer wieder gerne und finde es auch immer wieder angenehm gruselig.
Dieses Auf blieb mir auch noch weiter erhalten, denn das Geheimnis, dem die drei Jungs auf die Spur kommen, ließ sich ebenfalls vielversprechend an. Ein verschollener Pilot, nächtliche Angriffe auf das Hotel, ein Schatz, der noch irgendwo versteckt liegt, das war für mich ein gelungener Aufhänger für einen Fall. Nicht abgehoben, nicht abgedreht, sondern im positiven Sinne bodenständig.
Dann kam aber doch das Ab, nämlich in Gestalt von etwas, das man in der Reihe ja wirklich total selten antrifft. Na was wohl? Ein Rätsel natürlich! Ich frage mich ja immer, wie wahrscheinlich es ist, dass jemand jemandem ein Rätsel hinterlässt um denjenigen auf die Spur des Geheimnisses zu bringen. Ob da nicht ein Dokument mit verdeckten Hinweisen wahrscheinlicher ist? Kurz und knackig, statt in Gestalt einer Erzählung wie in diesem Falle?
Glücklicherweise klammert man sich aber nicht an dieses Rätsel, sondern forscht recht unabhängig davon weiter nach bis sich herausstellt, was es mit dem Rätsel auf sich haben könnte. Das fühlte sich für mich einfach sinniger an, statt der Geistesblitze, die die Detektive sonst so gerne mal erleben, wenn der Zusammenhang keine Brücke zur Lösung hergibt. Die Auflösung hat mir ebenfalls gut gefallen, zumal sie so ganz anders ist als ich es erwartet hätte. Vielleicht hier und da etwas weit hergeholt, aber in vertretbaren Maßen. Bei mir hat dieses Ende halt auch einen kleinen Bonuspunkt gut, weil ich für solche psychothrillermäßigen Ideen ein Faible habe.

Ein Blick auf die Sprecherliste verblüfft zunächst und ich dachte tatsächlich erst, da müsse ein Versehen vorliegen. Es ist aber tatsächlich so: neben den drei Hauptsprechern und Holger Mahlich, der einmal mehr als Cotta zu hören ist, übernimmt Stephan Benson alleine alle weiteren anfallenden Rollen. Gut, viele sind da zugegebenermaßen nicht, aber ich hätte geschworen, dass da zwei Sprecher am Werke sind. Einer für den fisen, hinterwäldlerischen Bergbewohner, und einer für den skurrilen Hotelbesitzer. Wirklich beeidnruckend.

Speziell zu Beginn der Folge sorgt auch die Untermalung für eine gute Portion Gruselfeeling, was mir prima gefallen hat. Die Musik hält sich dabei ziemlich im Hintergrund, wirkt aber von dort wirklich sehr gut. Da wurde unüberhörbar Wert darauf gelegt, ein stimmiges Bild zu erezugen, statt einfach nur Stücke aus der „Konserve“ einzusetzen.

Das Cover macht dieses Mal nicht unnötig auf schaurig, sondern zeigt ein abgestürztes Flugzeug in den Bergen. Eine Szenerie, die sich in der Geschichte auch genauso wiederfindet. Ebenfalls ungewöhnlich, wo die Motive doch sonst gerne mal auf schaurig machen, ohne dass die Story dem gerecht wird. Hier hat man sich an das Wesentliche gehalten, und das passt.

Fazit:  Mir hat diese Folge richtig gut gefallen. Sie beginnt wie ein Horrorfilm und entwickelt sich zu einer spannenden Detektivgeschichte, die in einem ungewöhnlichen, aber widerum leicht gruseligen Finale endet. Ganz nach meinem Geschmack.

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