Mord in Serie (10) – Atemlos

Titel: Mord in Serie (10) – Atemlos / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: Patrick Mölleken, Annina Braunmiller, Luisa Wietzorek, Tilo Schmitz, Bernd Vollbrecht ua

mis10Inhalt: Vincent Berger hat alles, wovon ein Junge in seinem Alter nur träumen kann. Der 16-jährige ist der Star seiner Schwimm-Mannschaft, hat erfolgreiche Eltern und Schulschwarm Johanna zur Freundin. Doch plötzlich bekommt die heile Welt Risse. In einer TV-Sendung über vermisste Personen erkennt Vincent sich auf dem Foto eines Kindes, das seit 14 Jahren spurlos verschwunden ist. Sollten die beiden Menschen, die er für seine Eltern hielt, etwa seine Entführer sein? Zusammen mit Johanna macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit – und begibt sich dadurch in tödliche Gefahr.


Wow, und schon sind die 10 Folgen dieser Reihe rund! Das ging schnell und schön zuverlässig. Diese neue Folge beginnt mit einem Szenario, das ich mir durchaus als erschreckend vorstellen kann, somit ist es ein prima Grundstein für eine „Mord in Serie“-Episode. Der 16jährige Vincent entdeckt ein Kinderbild von sich selber in einer TV-Sendung für verschwundene Kinder und erfährt, dass seine Mutter seit Jahren nach ihm sucht. Aber er hat doch Eltern…? Mir tat Vincent in seiner Verwirrung ganz schön leid und ich habe gut verstanden, dass er der Sache auf den Grund gehen will. Dabei war ich gespannt, was er wohl herausfinden würde. Seine Nachforschungen bringen einige erschreckende Entdeckungen an’s Tageslicht und als Hörer kann man sich dabei gut zusammenknobeln, was hinter  dieser Suchmeldung aus der Fernsehsendung tatsächlich steckt.
Die Auflösung fand ich ganz gelungen und zudem ist sie mit einer sehr dramatischen Szene gewürzt. Nur der Hintergrund war halt nicht ganz nach meinem Geschmack, da hätten es für mich gerne andere Drahtzieher sein dürfen. Es gibt so Organisationen, mit denen kann ich einfach nichts (mehr) anfangen.  Außerdem bewährt sich auch bei dieser Folge wieder die Devise: nimm die unauffälligste Person und schon hast du einen Beteiligten am Geschehen. Manchem Ich kann mir vorstellen, dass mancher es so vielleicht für leicht durchschaubar hält. Ich selber genieße es dagegen, mir hinterher selber auf die Schulter klopfen zu dürfen, weil ich ja so toll mitgedacht und deshalb richtig gelegen habe 😉 Alles eine Frage der Einstellung.

Patrick Mölleken als Vicent hat mir prima gefallen. Anfangs weiß er als sympathischer Jugendlicher zu überzeugen. Später dann bringt er Vincents Verwirrtheit und seine Verzweiflung glaubhaft rüber. Da fällt es leicht, Mitleid für Vincent zu empfinden. Meine persönliche Favoritin dieser Folge ist aber Luisa Wietzorek, die Vincents Freundin Johanna sehr selbstbewusst klingen lässt. Ich mag ihre helle und klare Stimme und wie locker sie ihre Rolle spricht. Annina Braunmiller hat mir von der Fernsehmoderatorin das Bild einer vor Mitgefühl triefenden und nicht allzu intelligenten Person vermittelt, was eindeutig passt und stimmt.

Die Untermlaung wurde gut ausgewählt. Sie sorgt je nach Szene mal für Spannung, dann wieder für Tempo. Das passt gut zu dieser Geschichte, in der sich beides abwechselt. Am besten hat mir die Kombination aus bedrohlichen Klängen und einer Reihe Wassergeräusche gefallen, die man gegen Ende zu hören bekommt. Dann noch der dumpfe Klang der Szenen unter Wasser…ich bin nicht gerade eine Wasserratte. Deshalb habe ich da schon eine Gänsehaut bekommen.

Ich mag Blau, daher hat das Cover mich sofort für sich eingenommen. Außerdem wird sofort klar, dass Wasser eine Rolle spielt, was für mich sehr gut zum Titel passt. Über die als Rettungsring gestaltete CD musste ich grinsen. Eine schöne und witzige Idee.

Fazit:  Ein erschreckendes Szenario und eine spannende und rasante Suche nach der Wahrheit. Mir hat die Geschichte gefallen, auch wenn ich mir andere Hintergründe gewünscht hätte. Den gleichnamigen Film mit der angeblich so ähnlichen Story kenne ich nicht, und ich hatte auch keine Lust, ihn mir zum Vergleich anzuschauen. Vielleicht später mal. Da bin ich nicht so kritisch. Das Hörspiel ist gut gemacht, daran würde sich auch nichts ändern, wenn ich den Film gesehen hätte.

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