Fünf Freunde (103) – …und die giftigen Feuerquallen

Titel: Fünf Freunde (103) – …und die giftigen Feuerquallen / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher:Ivo Möller, Maud Ackermann, Patrick Bach, Ben Hecker, Harald Dietl ua

ff103Inhalt: Anne wird beim Baden am Strand von einer Feuerqualle verletzt. Kurz darauf richten die gefährlichen Quallen noch viel größeres Unheil an. Aber ist der Schwarm zufällig von seinem natürlichen Weg abgekommen oder hat da jemand nachgeholfen? In diesem Abenteuer ist nicht nur der Spürsinn der Fünf Freunde gefragt, sondern auch eine große Portion Fingerspitzengefühl!


Die Themen Tiere und Natur trifft man inzwischen ja recht häufig bei Abenteuern der fünf Freunde an. Somit kamen die Feuerquallen jetzt nicht unbedingt überraschend, aber es sind doch mal recht ausgefallene Tiere. Im Laufe der Geschichte lernt man dann auch etwas über sie. Vor allem, was man machen kann / sollte, wenn man mit einer solchen Qualle zu nahen Kontakt hatte.
Aber natürlich geht es in dieser Folge nicht nur darum, etwas über Feuerquallen zu lernen. Sie bilden den Aufhänger zu diesem neuen Abenteuer, in dem ein Schwarm dieser Quallen den Bestand an Lachsen auf einer Lachsfarm deutlich reduziert  und somit den Besitzer an den Rand der Ruins getrieben hat. Irgendwas stimmt da nicht, das steht für die Kinder schnell fest und schon stellen sie Nachforschungen an. Nachforschungen, die ihren Namen verdienen. Es macht Spass zu verfolgen, wie die fünf Freunde den Leuten einen Besuch abstatten, die in der Sache mit den Quallen und Lachsen mit drinhängen, und ihnen Fragen stellen. Dabei lernt man gemeinsam mit ihnen verschiedene Blickwinkel auf die Lachsfarm(en) kennen. Daraus lassen sich dann gut Rückschlüsse und Vermutungen anstellen, was auf der Lachsfarm vorgefallen ist. Zudem hat man gleich mehrere Verdächtige zur Auswahl, was das Knobeln spannend macht. Schön, wenn einem in einem Kinder- bzw Jugendhörspiel der Tätter mal nicht sofort quasi anspringt.
Das Ende ist etwas ungewöhnlich, weil es kein typisches Krimi-Ende ist. Aber es passt sehr gut zu dieser Geschichte, was ich wichtiger finde als ein möglichst dramatisches Finale.

Die jungen Sprecher sind fit dabei wie immer. Mir haben dieses Mal aber speziell die Sprecher in den Nebenrollen gefallen. So habe ich sehr darüber geschmunzelt, wie Harald Dietl den freundlichen Trunkenbold Alistair McNeal zum Leben erweckt. Man könnte dem Irrtum aufsitzen, Betrunkene seien einfach nur goldig. Auch Ben Hecker als Lachsfarmer Morris habe ich gerne gehört, weil er mir diese Figur sofort sympathisch gemacht hat. Daniel Welbat alias Morris‘ Sohn Collin gelingt es gut, die verschiedenen Stimmungen dieser Figur rüberzubringen. Und Patrick Bach hält Rettungsschwimmer Steven schön undurchschaubar, sodass man nie sicher sein kann, ob man ihm trauen kann.

Die Untermalung fällt schön munter und abwechslungsreich aus. Das macht zum Einen an verschiedenen wichtigen Stellen besonders aufmerksam auf das Geschehen, zum Anderen klingt es nicht wie schon x-mal in der Reihe gehört und einfach nochmal aufgekocht. Auch die Geräuschkulisse kann sich hören, was eine schöne Ergänzung ist.

Das Covermotiv zeigt die Freund so, wie ich sie gerne sehe. Unterwegs in einem Boot, im Hintergrund die Küste bei Kirrin. Das gehört für mich einfach zur Reihe, wenn schon die Geschichten an sich moderne Wege einschlagen. Dieses Motiv hier lässt einen zudem rätseln, was es mit dem Netz auf sich hat. Und sicher wissen die meisten jungen Hörer nicht, was diese Ringe im Wasser sind. So macht es neugierig.

Fazit:  Eine schöne und spannende Folge, in der die fünf Freunde interessante Ermittlungen anstellen, bei denen man gemeinsam mit ihnen sogar etwas lernen kann. Das Ende ist etwas ungewöhnlich, passt aber gut zur Geschichte vorher und hat so seinen ganz eigenen Reiz.

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