Hui Buh (19) – Das Rätsel im Spukschloss

Titel: Hui Buh (19) – Das Rätsel im Spukschloss / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 76 min / Sprecher: Stefan Krause, Maximilian Artajo, Tom Deininger, Jürgen Thormann, Robert Rausch ua

hui19Inhalt: Königin Konstanzia ist verreist und prompt bricht das Chaos auf Schloss Burgeck aus. Die entstandene Unordnung ließe sich sicher schnell beheben, doch der versehentlich versteinerte Schlossgarten ist eine echte Katastrophe. Während die königliche Familie grübelt, wie das Unheil rückgängig zu machen ist, plagen das Schlossgespenst Hui Buh andere Sorgen: Mal wieder steht das alle 76 Jahre stattfindende Familien-Spuk- und Schreckfest an, zu dem Hui Buhs Groß-Groß-Großonkel Willibur von Breddin einlädt. Hui Buh würde sich lieber davor drücken, doch als Sophie und Tommy versprechen mitzukommen, ist er Feuer und Flamme. Als die drei Freunde in Begleitung von Konstanzia und Julius auf Schloss Breddin eintreffen, müssen sie feststellen, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht.


Ich gebe zu, obwohl ich mich lange gegen den neuen Hui Buh gesträubt habe, gefällt mir die Reihe immer besser. Nach dem Piratenabenteuer verschlägt es Hui Buh und die Bewohner von Schloss Burgeck dieses Mal in ein anderes Spukschloss. Denn dort gibt es das Gegenmittel für den versehentlich versteinerten Burgeck’schen Garten. Woran man mal wieder sieht: ist die Herrin des Hauses nicht da, versinkt die restliche Familie samt Gespenst im Chaos.
Daher fand ich es zunächst eher witzig wie die Truppe sich auf den Weg zum Schloss Breddin machen, wo außerdem noch ein großes Spukfest anberaumt ist, dem Hui Buh mit sehr gemischten Gefühlen entgegensieht. Ich konnte mir irgendwie kaum vorstellen, dass der König, Tommy und Sophie in ihren Verkleidungen auf dem Spukschloss nicht auffallen würden und habe so doch ziemlich um sie gebangt.
Doch auf dem Schloss geht etwas sehr Merkwüdiges vor sich, was diese Sorge erstmal hintenan stellte. Denn auch hier gibt es einige unliebsame Versteinerungen. Und dabei kann es jeden erwischen! Doch niemand weiß, wieso eigentlich. Doch wenn nach und nach immer mehr Personen und Gespenster zu Stein werden, dann spitzt sich die Situation schnell zu, was für ordentlich Spannung sorgt. Zudem gilt es ein Rätsel zu lösen um den Spuk rückgängig zu machen, und das ist eine echt harte Nuss! Ich habe gerne mitgeknobelt und fand es gut, dass mir erst gegen Ende eine Ahnung gekommen ist. Ich mag es auch bei Kinderhörspielen nicht, wenn die Lösung für solche Rätsel quasi auf der Hand liegt. Das hat für mich immer was von Kinder für dumm verkaufen. So wie hier ergibt sich damit dagegen eine richtig schöne kleine Detektivgeschichte in der Gespenstergeschichte. Ein wenig zieht es sich zwischendurch zwar mal, doch das lockert Hui Buh dann flott mit einem Spruch auf.

Neben Stefan Krause, der wie gewohnt einen etwas überdrehten, aber liebenswerten Hui Buh gibt, steht dieses Mal Maximilian Artajo alias Tommy im Mittelpunkt, der auch einen solch großen Part spielend meistert. Tom Deininger singt sich vornehmlich durch die Handlung, wofür man schon eine gewisse Toleranz mitbringen sollte. Ich hab’s nicht so mit Gesang. Und trotzdem hat er mich total überrascht, weil ich ihn sonst nur als steifen und laaaaangsaaaaamen Erzähler von „Monika Häuschen“ kenne. So viel Schwung hätte ich ihm niemals zugetraut. Beo Mister Poe beweist einmal mehr, dass Vögel in Hörspielen ein Nervfaktor sind.

Die Untermalung dieser Folge ist wieder ein wahrer Ohrenschmaus. Wieviel Licht und Schatten es doch in dieser Hinsicht bei Europa Hörspielen gibt! Es ist eine Gespenstergeschichte und spielt auf einem Spukschloss, da gehört eben auch ein schauriger Soundtrack dazu. Ausgestattet mit meist leisen und aus dem Hintergrund wabernden Stücken, die durchaus eine wohlige Gänsehaut verursachen können. Dabei kommt eine richtig schöne Spukschlossatmosphäre auf.

Auch das Cover hat etwas Gruseliges an sich mit der düsteren Szene vor dem Spukschloss. Ich mag die verschiedenen, leuchtenden Blautöne und die Lichtspielereien. Das wirkt!

Fazit:  Mir hat diese Folge prima gefallen! Die Detektivgeschichte zieht sich zwar etwas, ist aber doch spannend genug um einen bis zum Schluss bei Laune zu halten und mitknobeln zu lassen. Außerdem ist das Spukschloss eine tolle Kulisse für eine „Hui Buh“-Folge, weil sie eine gute Prise Grusel beisteuert. Und mit Hui Buhs illustrer Verwandtschaft kommt auch der Spass nicht zu kurz.

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