TKKG (184) – Gangster der Finsternis

Titel: TKKG (184) – Gangster der Finsternis / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Henry König, Manou Lubowski, Rhea Harder, Alexander Mettin, Rüdiger Schulzki ua

tkkg184Inhalt: Wintersonnenwende, kurz vor Weihnachten-die Millionenstadt erstrahlt wie jedes Jahr im Glanz der unzähligen Lichterketten. Auf der Jagd nach den letzten Geschenken strömen die Menschen durch die Einkaufsstraßen.Tim, Karl, Gaby und Klößchen flüchten vor dem Weihnachtstrubel und gönnen sich einen spannenden Kinoabend. Doch gleich zu Beginn der Vorstellung fällt der Strom aus. Und das ist nicht nur im Kino. Ein unheimliche Finsternis legt sich über die gesamte Stadt! Die längste Nacht des Jahres beginnt.


Der Aufhänger dieser Folge hat mir unerwarteterweise ganz gut gefallen. Klößchens Spekulationen über einen drohenden Weltuntergang genauso wie die Millionenstadt, die nächtlich in Finsternis versinkt. Das klang soweit ganz interessant und -für mein Empfinden- sogar ein wenig unheimlich.
Doch mit diesem Eindruck war es relativ zügig vorbei und die Geschichte steuerte die vertraute Richtung einer Detektivstory ohne Gruselflair an. Stattdessen bekommt man hier wahrhaftig einen Crashkurs in Sachen verschiedener Energieformen  und ihre Vor- und Nachteile. Sorry, sowas brauche ich nicht! TKKG ist für mich keine Hörspielreihe mit Lerneffekt und wird es auch niemals werden. Das hat man in früheren Folgen verspielt. Deshalb brauche ich auch heute keine Folge, die mahnend mit dem Zeigefinger wedelt, wenn es um Elektroheizungen und Atomkraftwerke geht.
Davon abgesehen bekommt man hier einen ganz ordentlichen Fall geboten, der den einen oder anderen spannenden Moment bereithält und vor allem mit seinem Ende überraschen kann. Während man bei der Handlung zuvor durchaus ahnt, wohin der Hase läuft und wer vermutlich alles in den Stromausfall verwickelt sein könnte, so ist das Ende nicht abzusehen. Was vielleicht auch daran liegt, dass es nicht eben realistisch ist. Ich jedenfalls kann mir so etwas kaum bis gar nicht vorstellen, geschweige denn, dass sowas funktioniert. Aber so viel Realität darf man von der Serie wohl nicht erwarten.

Hinsichtlich der Sprecher gibt es nichts zu bemängeln. Einmal mehr hat es mich gefreut, dass man nur aufgrund von „Erfahrung“ mit der Reihe bald erahnt, wer alles in dem Fall mit drinhängt, nicht aber daran, dass die Sprecher dieser Rollen die Bösewichte geradezu raushängen lassen. Heinz Lieven habe ich den Bürgermeister der Stadt leicht abgenommen. Er klingt recht würdevoll, kippt aber -bei den nächtlichen Vorkommnissen in der Stadt wenig verwunderlich- schnell ins Verzweifelte. Ein bisschen so wie der Neuststädter Bürgermeister 😉 Und Robert Steudtner legt ordentlich Engagement in seine Stimme als er als Bert Barf von der Bühne herunter für Atomkraftwerke plädiert.

In Sachen Musik und Geräusche haut einen diese Folge genauso wenig vom Hocker wie ihre Reihengenossen. Dafür erkennt man an den Stücken aber die Serie sofort. Und auch wenn es nicht gerade großes Kino ist, ist das für mich halt der Klang von TKKG. Und das ist auch schon viel wert, wie ich finde.

Ist es nicht toll, wie man bei TKKG mit der Zeit geht? Wo früher noch eine Taschenlampe dem Freund helfend geleuchtet hat, so tut das inzwischen sehr modern ein Handydisplay. Mir gefällt das Cover aber, denn es bestärkte meine anfängliche Hoffnung auf eine etwas schaurige Geschichte.

Fazit: Ich hätte mir eine etwas gruseligere Story gewünscht. Mit Klößchens Angst vor dem Weltuntergang wäre das sicher gut drin gewesen. Davon abgesehen eine ganz ordentliche Folge mit einem Ende, bei dem ich mir nicht so recht vorstellen kann, dass so etwas funktioniert. Ein Heizungsinstallateur, der sie hört und mir bestätigt, dass sowas geht, käme mir da da sehr gelegen. Lediglich auf diese Moralpredigten hinsichtlich diverser Energieformen hätte ich dankend verzichten können.

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