Herr Hase und Frau Bär (Christa Kempter / Matthias Haase)

Titel: Herr Hase und Frau Bär / Verlag: Igel Records / Spielzeit: ca. 45 min / Buch: Christa Kempter / gelesen von: Matthias Haase

herraseInhalt: Frau Bär mag es gemütlich, isst gerne Honigbrote und hinterlässt auch mal klebrige Tatzenspuren. Das gefällt Herrn Hase gar nicht, denn er ist besonders ordentlich. Können die beiden trotzdem in einem Haus wohnen und Freunde werden?


Bei diesem Cover dürfte es niemanden wundern, dass ich dieses Hörbuch einfach hören musste! Sowas von niedlich!
Insgesamt findet man auf der CD ganze vier Geschichten um Frau Bär und Herrn Hase. Damit sind die Geschichten kaum länger als zehn Minuten, was der Konzentrationsspanne der anvisierten Hörerschaft sehr entgegenkommen dürfte.
In der ersten Geschichte sucht Herr Hase einen Mitbewohner für sein Haus. Er findet ihn ausgerechnet in Frau Bär, die so ganz und gar das Gegenteil von ihm ist. Alleine die Vorstellung, dass ein Hase und ein Bär das gleiche Haus bewohnen ist schon sehr goldig. Und so verschieden müssen sie sein, denn nur so kann man aus den Geschichten lernen, dass man trotzdem befreundet sein kann. Auch wenn man sehr verschieden ist.
Die gemütliche Frau Bär kommt dabei sehr knuddelig rüber mit ihrer Vorliebe für’s Faulenzen und für Honigbrötchen. Aber sie ist eben auch schlau, denn oft weiß sie genau, was Herrn Hase helfen oder ihn beruhigen kann, wenn er sich aufregt oder unzufrieden ist.
Aber auch Herrn Hase schließt man schnell in’s Herz. Mir tat er ja direkt leid mit seinem Ordnungs- und Sauberkeitsfimmel. Frau Bär tut dem Langohr jedenfalls nur gut, auch wenn er da oft nicht so sieht. In stillen Momenten muss er es aber doch zugeben. Diese einsichtigen Augenblicke sind wirklich schön. So versteht man, dass man ab und zu auch mal nachgeben muss, dass ein wenig Nachsicht nicht schadet und man so leicht kleinere Streitigkeiten belegen kann.

Sprecher Matthias Haase – wie passend! 😉 – hat mir gut gefallen. Es spielen nicht viele Figuren mit, so bekommt jede von ihm eine unverkennbare Stimme verliehen. Frau Bär klingt herrlich brummig, nur ab und zu etwas zu undeutlich. Da musste ich den Player dann lauter stellen. Und Herr Hase spricht stets mit einem leichten Lispeln, was sicher an den Hasenzähnen liegt. Also denen von Herrn Hase natürlich!

Sowohl in den Geschichten, als auch dazwischen sind lustige Musikstücke zu hören. Gespielt auf Mundharmonika, Xylophon, Gitarre und anderen Intrumenten, die sicher schon kleine Kinder aus dem Kindergarten kennen.

Ich bin verliebt in das Cover! Die plüschige Frau Bär und der goldige Herr Hase mit den riesigen Füßen in den Schlappen, mit denen er wohl seinen Fußboden wienert.

Fazit:  Vier schöne und kurze Geschichten, die auf lustige Weise vermitteln, dass man auch befreundet sein kann, wenn man sehr verschieden ist. Und dass es ausgewogen zugehen sollte zwischen „mal Fünfe gerade sein lassen“ und „Ordnung ist das halbe Leben“.

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