Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (07) – Der eisige Tod

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (07) – Der eisige Tod / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Christian Rode, Lutz Harder, ven Gerhardt, Gerald Paradies ua

newholmes07Inhalt: Welcher Verbrecher kann so skrupellos sein, ein Kind zu ermorden? Holmes nimmt die schreckliche Tat persönlich, denn der tote Junge war einer seiner Baker Street Boys. Doch zunächst hat der berühmte Ermittler eine ganz andere Nuss zu knacken. Gleich zehn Menschen sind auf mysteriöse Art und Weise ums Leben gekommen. Alle starben in einem von innen verriegelten Raum.


Bei dem Titel dieser Folge musste ich grinsen. Ein sehr passender Titel zur aktuellen Jahreszeit!
Dieses Mal bekommen es Holmes und Watson mit einem ganz besonders scheußlichen Fall zu tun. Ein Kind wurde ermordet! Und zwar eines von Holmes Baker Street Boys, die hier eine wichtige Rolle spielen. Mit dem Jungen zusammen starben aber auch noch neun weitere Menschen. Das Besondere daran: sie befanden sich in einem von innen verschlossenen Raum. Eine Idee, die mir schon in dem einen oder anderen Krimi begegnet ist und immer wieder besonders viel Gelegenheit zum Knobeln bietet. Auch bei dieser Folge habe ich mich darauf schnell eingelassen und bin entsprechend neugierig den Ermittlungen von Holmes und Watson gefolgt. Dabei müssen die beiden gleich mehrere gefährliche bis lebensgefährliche Situationen meistern, was für Spannung sorgt. Und die Dialoge zwischen Holmes und Watson sorgen für den nötigen Unterhaltungswert. Das tröstet gut darüber hinweg, dass sich die Mitte der Geschichte zwischen den dramatischen Momenten etwas zieht.
Schade fand ich es, dass man alleine durch miträtseln nicht auf die Auflösung kommen kann. Nicht mal in Ansätzen, denn derjenige Welche taucht -zumindest namentlich- bis zur Auflösung nicht auf. So ist es zwar eine Überraschung, aber ich mag es halt lieber, wenn man dem Täter durch Mitdenken und Kombinieren auch selber ein Stück weit auf die Spur kommen kann.

Die Baker Street Boys hatte ich mir im Schnitt noch recht jung vorgestellt. Deshalb hat mich Nicolai Tegelers Stimme für Wiggins doch überrascht, denn ein Kind ist er ganz sicher nicht mehr. Es gelingt ihm aber gut, die Angst und Aufregung rüberzubringen, die ihn anfangs zu Holmes führt. Sven Gerhardt gibt einen überzeugend überheblichen Politiker ab. Und Helmut Krauss habe ich den knötterigen Hafenarbeiter sofort abgenommen.

Musikalisch hält man sich bei dieser Folge zurück. Es sind nur einzelne Stücke zu hören, die sich nie in den Vordergrund drängen. Das Hauptaugenmerk liegt klar auf der Geschichte und den Dialogen. Mir hat das so ganz gut gefallen. Die Holmes-Geschichten leben halt von ihren Fällen und der Holmes‘ Intelligenz, und nicht von pompösen Drumherum.

Das Covermotiv mit der verschneiten Szenerie passt gut zum Titel und der Geschichte, in der das winterliche Wetter und die eisigen Temperaturen einige Male erwähnt werden. Und Holmes sieht angemessen nachdenklich aus. In diesem Fall gibt es ja auch einiges, was geklärt werden muss.

Fazit:  Eine spannende Geschichte, die sich in der Mitte zwar ein wenig zieht. Da sichert man sich die Aufmerksamkeit des Hörers eher durch die unterhaltsamen Dialoge und abwechslungsreiche Schauplätze. Am Ende wird es dann wieder spannender und dramatischer. Schade, dass man alleine durch Mitnkobeln nicht auf die Auflösung kommen kann.

 

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