Sauerkrautkoma (Rita Falk / Christian Tramitz)

Titel: Sauerkrautkoma / Verlag: DAV / Spielzeit: ca. 409 min / Buch: Rita Falk / gelesen von: Christian Tramitz

sauerkrautkomaInhalt: In München steht ein Hofbräuhaus und seit Neuestem auch der Bürostuhl vom Franz Eberhofer. Weil der sich in Sachen Verbrechensbekämpfung so verdient gemacht hat, wird er in die bayerische Metropole versetzt. Doch kaum kommt der Papa mitsamt Oma zu Besuch, gibt s auch schon Stress: Das Auto vom Papa wird geklaut und taucht wenig später wieder auf samt Leiche im Kofferraum. Und auch in Niederkaltenkirchen ist der Deibel los. Leopold, die alte Schleimsau, zieht wieder bei den Eberhofers ein. Und dann gräbt so ein schmieriger Typ auch noch die Susi an.


Ich hatte ja schon so meine Bedenken. Der Franz in München? Für mich gehört er nirgends sonst hin als nach Niederkaltenkirchen. Da hat es mich natürlich gefreut, dass die Verbindung dorthin keineswegs abreißt. Die Geschichte teilt sich diese beiden Schauplätze sehr fair. Eberhofers Fall spielt sich hauptsächlich in München, bzw einem sehr vornehmen Teil davon ab. Dort wirkt der eher burschikose Eberhofer arg exotisch, aber wie sie herausstellt, funktionieren seine Ermittlungsmethoden auch dort ganz prima! Als Hörer hat man zwar irgendwann eine ziemlich eindeutige Idee, was dort vor sich geht, aber es macht trotzdem Spass, Eberhofer bei seinen Ermittlunge zu begleiten. Und abschließend kommt man unweigerlich zu der Erkenntnis: egal, wie vornehm die Leute sind, Abgründe tun sich überall auf.
In Niederkaltenkirchen hat Eberhofer auch ganz schön Action um sich. Erstens ist sein ungeliebter Bruder wieder eingezogen und zweitens gräbt so ein Fatzke die Susi an. Beides geht natürlich gar nicht. Und Eberhofer nimmt beides auf seine ganz eigene Art in Angriff. Über seinen Dauerclinch mit seinem Bruder kann ich immer wieder schmunzeln. Der Kampf um Susi schlägt dagegen bald eine Richtung ein, die ich spannender fand als den Krimi an sich. Und auch wenn ich mir ziemlich sicher war, dass Eberhofer die Sache am Ende in den Sand setzen würde, habe ich mich dann doch total darüber geärgert. Okay, es wäre eigentlich undenkbar gewesen, aber…hört selber

Christian Tramitz hat mir hier einmal mehr super als Sprecher gefallen. Er hat den passenden Dialekt und trifft genau den richtigen Ton für Eberhofer. Für die übrigen Figuren hält er ebenfalls passende Stimmen parat, sodass man immer weiß, woran man ist. Und auch das Augenzwinkern und der Humor der Geschichte klingt immer unverkennbar durch.

Das Cover finde ich sehr gelungen. Durch das Fenster hat man einen Ausblick auf die Dächer von München, wo ja ein Teil der Handlung spielt. Mit dem karierten Tischtuch, dem Teller und der Maß Bier ist man dagegen ganz und gar in der Küche der Oma in München. So sind beide Schauplätze prima kombiniert. Mich würde interessieren, ob einer der Hunde hinter CD 4 vielleicht der Ludwig ist?

Fazit:  Eberhofer funktioniert einwandfrei auch in München, wo sich dieser neue Fall abspielt. Auch wenn er nicht allzu lange wirklich spannend ist, ist er doch dadurch interessant, dass der Franz in vornehmen Gegenden ganz schön exotisch wirkt. Doch auch in Niederkaltenkirchen ereignet sich Dramatisches, sodass der Bezug dorthin weiterhin gegeben ist. Und spaßig geht es von Anfang bis zum Ende zu. Es gibt also nichts, was der Fan hier vermissen könnte.

 

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