Mark Brandis (26) – Ikarus, Ikarus…

Titel: Mark Brandis (26) – Ikarus, Ikarus… / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Michael Lott, Uve Teschner, Martin Keßler, Wolf Frass ua

brandis26Inhalt: Mehr Rohstoffe! Dass die Menschen diese Forderung auch auf den Weltraum ausdehnen würden, war nur eine Frage der technischen Möglichkeiten. Der Asteroid Ikarus, reich an Silikaten und Diamanten, soll in eine Mondumlaufbahn verlagert werden, um ihn besser ausbeuten zu können. Die Firma Gumboldt Stellar hat den Auftrag bekommen. Als Mark Brandis und die Crew seiner Henri Dunant auf Wunsch von Direktor Harris dort nach dem Rechten sehen, machen sie eine erschütternde Entdeckung.


Da ist es schon, Brandis zweites Abenteuer als Vormann der Raumnotretter. Seine Truppe hat man in der vorigen Folge gut kennengelernt, da kann es dieses Mal gleich richtig zur Sache gehen. Bereits dem Vorspann kann man entnehmen, dass es für Brandis um alles gehen wird. Es hat mich etwas gewundert, dass die spannendste Szene aus dem Hörspiel vorweg genommen wird. Andererseits macht es neugierig darauf, wie es dazu kommen konnte.
Egal ob VEGA oder als Raumnotretter, Mark Brandis und seine Leute sind immer zur Stelle, wenn irgendwo Hilfe benötigt wird oder man einer krummen Tour auf die Schliche kommen muss. So ist es auch in dieser Folge. Damit bekommt man allerdings ziemlich genau das geboten, was die Reihe schon 24 Folgen zuvor geboten hat. Eine wirklich neue Richtung schlägt man also mit den Raumnotrettern und ihren Missionen nicht ein. Unter anderem Namen bleibt alles so wie es bislang war. Entsprechend kommt hier eine Geschichte zu Gehör, die sich zwar schon spannend anlässt mit den Vorgängen auf dem Ikarus, bei der sich aber erst später das eigentliche Drama offenbart. Dabei steht eine Person im Mittelpunkt, die ich in diesem Zusammenhang sicher nicht erwartet hätte. Dank ihrer Mithilfe darf man mit Recht um Brandis Leben fürchten. Gelungen finde ich auch das Ende mit seiner unheilvollen Zukunftsvision. Natürlich ist es eine grausige Vorstellung, aber sicher auch ein guter Anlass für weitere aufregenden Stories aus dem Weltraum und um die Raumnotretter.

Einmal mehr gibt es nichts, was man den Sprechern vorwerfen könnte. In der Hauptsache mischen die bereits lang vertrauten Stimmen mit, die für mich einfach schon zur Reihe gehören und sie zum Großteil auch ausmachen. Aber auch die neuen Sprecher wie Uve Teschner, Michael Hansonis und Uwe Jellinek lassen sich nichts zu Schulden kommen.

Musikalisch kommt diese Folge eher zurückhaltend daher. Und auch eine bombastische Geräuschkulisse sucht man vergebens. Da hat man sich an der Story orientiert, die das auch gar nicht hergegeben hätte. Zu ihr passt diese ruhige, eindringliche Klangkulisse viel besser, die so prima für Spannung sorgt.

Das Cover zeigt auch bei dieser Folge wieder eine düstere Weltraumszene im typischen Stil der Reihe. Mit etwas gutem Willen kann man tatsächlich eine Szene aus dem Hörspiel darin wiedererkennen.

Fazit: Ob in Diensten der VEGA oder als Raumnotretter, Mark Brandis bleibt Mark Brandis. Einen neuen Weg hat man mit ihm in neuer Position nicht eingeschlagen. Somit bekommt man hier eine typische Geschichte zu hören. Mit viel Weltraumflair, einer spannenden Handlung, bei der es dieses Mal um Leben und Tod geht, und einem Ende das in eine unheilvolle Zukunft schaut.

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