Gruselkabinett (82) – Der Zombie

Titel: Gruselkabinett (82) – Der Zombie / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 78 min / Sprecher: Gerd Holtenau, Mogens von Gadow, Fabian Oscar Wien, Peter Lontzek, Eckart Dux ua

gk82Inhalt: Mitte der 1930er Jahre: Mr. Granville Lee, ein Gentleman aus Virginia, USA, ist gezwungen, sich eines Lungenleidens wegen im würzig-milden Klima der Kleinen Antillen aufzuhalten. Auf der karibischen Insel Saint Thomas gerät er schon bald mit dem gefährlichen Voodoo-Kult der dortigen Eingeborenen in Berührung.


Vermutlich kommt jedem bei diesem Titel sofort eine bestimmte Vorstellung von der Geschichte in den Sinn. Mir ging es jedenfalls so.
Anfangs sah es auch ganz danach aus. Ich fühlte mich schnell auf die Plantage auf der karibischen Insel versetzt und ebenso schnell kam das Thema „Zombies“ auf den Tisch. Zunächst berichtet Jaffray Da Silva von seinem Erlebnis mit einem Zombie. Das ist eine nette kleine Geschichte um einen Zombie, wie man ihn sich vorstellt. Ein kleines bisschen unheimlich ist es ebenfalls. Quasi zum Warmwerden.
Die eigentliche Geschichte dieser Folge ist allerdings die von Granville Lee. Bis es darin zum ersten Schaudern kommt, dauert es allerdings geraume Zeit. Vor allem war ich aber ganz auf eine Story um Zombies im klassischen Sinne eingestellt. Entsprechend verwirrt habe ich das Geschehen hier verfolgt, bei dem zwar ab und zu mal Voodoo erwähnt wird, bei dem aber weit und breit kein Untoter auf der Bildfläche erscheint.
Spannung kam für mich also nur in dem Sinne auf, dass ich gespannt darauf war, wann es denn mal zombie-voodoo-mäßig zur Sache gehen würde. Da hätte ich lange warten können. Irgendwann habe ich kapituliert und eingesehen, dass mir so etwas nicht geboten werden würde. Nichtsdestotrotz hat die Geschichte ihre unheimlichen bis gruseligen Momente und lebt -als es an die Auflösung geht- zudem ganz gut vom Ekelfaktor. Die Vorstellung von dem Geschöpf, das hier sein Unwesen treibt, ist also zwar scheußlich, aber unter einem *Morgen* Zombie Rentier150-1 habe ich definitiv eine andere Vorstellung. Die Lösung des „Problems“ wurde mir nach der vorigen Handlung, die ihre Längen hat, zu schnell abgehandelt. Sie erschien mir einfach zu leicht.

Als Granville Lee ist Gernd Holtenau zu hören, dem man den Gentleman schnell abnimmt. Seiner angenehmen Stimme habe ich gerne gelauscht. Und es hat mir gefallen, dass er Lee -wenn nötig- durchaus streng, aber immer auch menschlich klingen lässt. Peter Lontzek und und Fabian Oscar Wien übernehmen die Rollen der beiden Bediensteten von Lee. Beide klingen passend jung, und Fabian Oscar Wien bringt die Verzweiflung und Angst seiner Figur Brutus glaubhaft rüber.

In dieser Folge erlebt man tatsächlich mal Szenen, die nicht von Musik begleitet werden. Aber es sind wenige. In dieser Hinsicht lässt sich Titania Medien halt nicht lumpen. Die eingesetzten Stücke kommen meist leise daher und unterstreichen die schaurigen Szenen ebenso gut, wie die dramatischen Momente. Die Geräuschkulisse hat mir in erster Linie ein gutes Bild vom Schauplatz vermittelt. Das klingt tropisch-exotisch. So wie man es erwartet, wenn der Dschungel nebenan ist.

Das Covermotiv zeigt eine Szene aus Da Dilvas anfängliche Erzählung. Es weckt mit dem Titel zusammen unweigerlich eine bestimmte Vorstellung von der Geschichte. Man sollte sich davon nicht allzu sehr leiten lassen.

Fazit: Die Story hat ihre Längen, und eine klassische Zombie-Geschichte darf man hier -Titel und Cover hin oder her- nicht erwarten. Dennoch gibt die Gelegenheit für ein wohliges Schaudern. Und wer ein Faible für Ekliges in Gruselgeschichten hat, der dürfte sich eh gut bedient fühlen.

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