Asche und Phönix (Kai Mayer / Sascha Rotermund)

Titel: Asche und Phönix / Verlag: Silberfisch / Spielzeit: ca. 665 min / Buch: Kai Meyer / gelesen von: Sascha Rotermund

ashephoenixInhalt: Der teuflische Preis des Ruhms. Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter Jungstar. Sie ist die „Unsichtbare“, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Hotelsuite, wo sie ihn gerade beklaut. Parker kann sein Leben im Fokus der Medien nicht mehr ertragen und flieht kurzentschlossen mit ihr vor den Paparazzi. Dabei scheint er geradezu körperlich abhängig von seinem Ruhm. Ihre Flucht führt die beiden auf die Spuren eines teuflischen Paktes.


Nachdem „Arkadien erwacht“ mich nicht wirklich begeistern konnte, wollte ich Kai Meyers Geschichten mit „Asche und Phönix“ eine weitere Chance geben. Der Klappentext klang für mich bereits vielversprechender.
Leider muss ich aber sagen, dass mich auch diese Geschichte nicht umgehauen hat. Das hängt ganz wesentlich mit den beiden Hauptfiguren zusammen. Ausgerechnet! Ihr größter Reiz besteht darin, wie unterschiedlich sie sind. Rentier150-1Ash habe ich ihr Leben noch abgenommen, wie sie damit umgeht und was sie darüber denkt. Jedenfalls /Christ/ eher noch als Parker. Bei ihm hatte ich richtige Schwierigkeiten. Ich nehme es solch berühmten Personen nur sehr schwer ab, wenn sie sich damit unzufrieden zeigen. So ging es mir auch mit ihm. Entsprechend fiel es mir schwer, mich mit ihm anzufreunden. Mein Verhältnis zu den beiden „hinkte“ also gewissermaßen. Und wenn ich mich nicht richtig in Charaktere einfühlen kann, dann fällt es mir auch schwer, mit ihnen zu fiebern, zu hoffen, zu bangen…eben alles, was zu einer mitreißenden Geschichte dazu gehört, und was die Spannung einer Erzählung ausmacht.
Ich habe mehrmals Pause mit diesem Hörbuch gemacht, weil es mich einfach nicht gepackt hat. Action und Gewalt reichen nicht um mich an eine Geschichte zu fesseln. Wer dafür ein Faible hat, der dürfte sich gut bedient fühlen. Kai Meyer schont seine Hörerschaft in dieser Hinsicht keineswegs. Mir ist das nicht genug, und hier kam außerdem noch dazu, dass ich ziemlich bald eine Ahnung hatte, worauf das alles hinauslaufen würde. Auch das ist der Spannung nicht gerade förderlich.
Blieb letztlich noch die Hoffnung auf eine schöne und ungewöhnliche Liebesgeschichte. Das kann mir eine Geschichte durchaus retten. Allerdings nur, wenn ich nachvollziehen kann, wie sich die Gefühle der Beteiligten entwickeln, wenn ein gewisses Knistern zu spüren ist. Bei Ash und Parker hat es nicht geknistert. Ich wusste, aus ihnen würde etwas werden, aber gefühlsmäßig kam das nichts rüber. Irgendwann sind sie plötzlich zusammen und wollen nie mehr von einander lassen. Schade, das kommt zu abrupt.

Sascha Rotmerund trägt keinen Schuld daran, dass mich „Asche und Phönix“ nicht an sich fesseln konnte. Ich mag seine Stimme und er liest die Geschichte wirklich sehr gut. Er leiht den Figuren markante Stimmen und fängt die Atmosphäre des Geschehens leicht ein. So habe ich ihm gerne zugehört und zumindest mal eine CD am Stück geschafft. Mit einem weniger engagierten Sprecher hätte ich wohl noch häufiger Pausen eingelegt.

Die Aufmachung des Hörbuchs ist klasse, da gibt es nichts dran zu rütteln. Eine stabile Box, rundum schön und aufwendig gestaltet. Das sieht im Regal toll aus. Die CDs selber stecken allerdings nur in weißen Papierhüllen. Das ist nach dem erwartungsvollen Öffnen der Box eine Ernüchterung. Das Booklet hält einige Informationen über Kai Meyer und Sascha Rotermund bereit.

Fazit:  „Asche und Phönix“ hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Für mich ist es wichtig einen guten Draht zu den Hauptfiguren zu haben, was hier leider nicht der Fall war. Ich fand weder Ash, noch Parker wirklich überzeugend. Parker am wenigsten. Und wenn ich mit Hauptfiguren nicht warmwerde, dann kann mich eine Geschichte nicht fesseln. Denn mit wem soll ich dann hoffen, bangen und mitfiebern? Und Action und Gewalt alleine machen es nun mal leider auch nicht.

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