Gabriel Burns (38) – Der Tod ist eine Lektion

Titel: Gabriel Burns (38) – Der Tod ist eine Lektion / Verlag: Decision Products / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Anita Hopt, Tobias Kluckert, Heidi Weigelt, Bodo Henke ua

gb38Inhalt: Wenn wir einander in der Dunkelheit festhalten, dann geht die Dunkelheit dadurch nicht vorbei.
Die Welt hatte aufgehört, sich zu drehen. Die Sonne war erloschen. Ein letzter Blick, bevor der Sand über sie fiel.
Dann nichts mehr. Willkommen … zum Sterben auf Clam Island.


Ich bin ganz ehrlich, ich habe das Geschehen der ganzen Reihe nicht mehr im Kopf. Bewundernswert, wem das gelungen ist. Daher bin ich inzwischen großer Fan davon, wenn in der Serie Folgen erscheinen, die man auch gut für sich alleine hören kann und für die ein gewisses Grundwissen ausreicht. „Der Tod ist eine Lektion“ ist daher ganz nach meinem Geschmack.
Mit der kleinen, wind- und wetterumtosten Insel Clam Island ist ein schöner Schauplatz für eine Geschichte in dieser Serie gewählt worden: einsam und abgeschieden gelegen und von Menschen bewohnt, in deren Leben nichts eitel Sonnenschein ist. Es grassiert ein gewisser Hass gegen Zugezogene und seltsame Morde sorgen für Angst und Schrecken. Bedrückender kann eine Szenerie kaum sein.
Da wirken schaurige Szenen gleich nochmal so gut, und hier gibt es einige, die einem leicht eine Gänsehaut bereiten können. Speziell beim Hören im Dunklen darf man sich äußerst wohlig gruseln. Dafür bin ich immer zu haben. Gleichzeitig kann man gut miträtseln, was auf Clam Island vor sich geht. Ich hatte einige Verdächtige, was die Morde anbetrifft.
Erst gegen Ende der Folge ist es dann möglich, dass man Zusammenhänge mit früheren Elementen der Reihe erkennt. Das hat mir einen echten Aha-Moment beschert. Und wie schon erwähnt konnte ich es sogar verstehen und gut nachvollziehen, ohne dass ich die bisherigen 37 Folgen auf dem FF herbeten könnte. So dürfte es mit der Serie für mich gerne weitergehen. Sicher auch, weil ich sowieso schon längst die Hoffnung begraben habe, dass sie mal zu einem endgültigen und schlüssigen Ende führen wird.

Heidi Weigelt übernimmt in „Der Tod ist eine Lektion“ gleich zwei Parts. Einerseits führt sie als Erzählerin durch die Geschichte und unterstreicht mit dunkler Stimme und einem düsteren Ton prima die bedrückende Atmosphäre. In der Rolle der Patricia Donovan klingt sie eine Spur lebendiger. Ihre Freundin Judy Alexander wird von Anita Hopt gesprochen. Man hört ihr an, dass Judy noch nicht Willens ist, sich in die Reihen der niedergeschlagenen Inselbewohner einzureihen. Mit dieser Energie in der Stimme hebt sie sich von den übrigen Sprechern klar ab. Ein großes Lob gebührt Dennis Krüger und Melanie Brinkmann, die den kleinen Ethan und die kleine Maggie zu Leben erwecken. Herrlich authentisch!

Nicht zuletzt sorgt auch die Untermalung einmal mehr dafür, dass das Geschehen auf Clam Island einem eine Gänsehaut bereitet. Die eingesetzten Stücke zeigen sich düster und meist leise, sodass man immer das Gefühl hat, das drohende Unheil quasi bereits kommen zu hören.

Schwarze gebeugte Gestalten in einem giftgrünen Sturm. Ein würdiges Cover, das einen sofort grübeln lässt, was in diesem Moment vor sicht geht. Um das zu erfahren muss man die Folge aber schon fast komplett durchhören. So lockt man Hörer an.

Fazit:  „Der Tod ist eine Lektion“ hat mir sehr gut gefallen. Eine spannende Geschichte mit wirklich gruseligen Szenen, die an einem recht menschenfeindlichen Fleckchen Erde spielt. Das passt so prima in diese Reihe, und kann sogar gut als Einzelfolge gehört werden.

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