Amadeus – Partitur 7 – Goliath

Titel: Amadeus – Partitur 7  – Goliath / Verlag: Hörplanet / Spielzeit: ca. 64 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Kim Hasper, Christine Pappert, Roland Hemmo ua

amadeus07Inhalt: Es waren nur wenige Minuten vergangen, seit wir die Verfolgung des verdächtigen Augustus Custodis aufgenommen hatten, und in meinem Kopf wimmelte es nur so von bohrenden Fragen: Wo würde uns der Kirchenmann hinführen? Wusste er, wo die entführte Franziska Marschall gefangen gehalten wurde? Und welcher Art war seine Beziehung zu den unheimlichen Mönchen und ihrem grausamen Anführer? Nach einer Weile gelangten wir zu einem Kloster, wo Amadeus und ich uns weiterhin an Custodis‘ Fersen hefteten. Schließlich wurden wir Zeuge einer Unterhaltung mit weitreichenden Folgen. Es ging um eine Verschwörung im ganz großen Stil: Einer Verschwörung gegen die Wissenschaften, gegen das Gesetz – und gegen den Kaiser.


Diese Folge musste ich zweimal hören um die Handlung zu verstehen. Beim ersten Hören hatte mich die Erzählweise ganz schön verwirrt, denn in der Geschichte findet sich eine ganze Reihe Zeitsprünge. Mal ist man direkt bei Resch und Amadeus dabei, mal lassen sie einen in eine nahe Vergangenheit blicken. Daraus muss man sich dann die Handlung zusammensetzen. Ganz ehrlich gesagt, bin ich kein Fan einer solchen Erzählweise, obwohl sie zweifelsfrei mal etwas anderes ist. Aber ich habe es halt schon ganz gerne, wenn ich bereits beim ersten Hören erkenne, wie der Hase läuft.
Hat man den Bogen raus, so ist die Geschichte einmal mehr spannend, düster und interessant. Vor allem, weil sie klar auf der Vorgängerfolge aufbaut. Die sollte man also noch gut präsent haben, sonst kann man leicht in Schwierigkeiten geraten was das Verstehen angeht. Ich habe nochmal bei Partitur 6 nachhören müssen, denn seit diese im Juli 2013 erschien, ist ja schon Zeit vergangen. Partitur 7 kommt also nicht so daher, dass man sie auch gut als Einzelfolge hören könnte. Scheinbar geht die Reihe es nun an, Bisheriges mit Neuem zu verweben, sodass sich schließlich eine größere und komplexe Handlung ergibt.  Am Ende von Partitur 7 kommen sogar Elemente der ersten Folgen der Reihe zur Sprache.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich bei dieser Folge nicht mehr so oft schmunzeln oder gar lachen musste wie bei ihren Vorgängern. Das finde ich schade. aber ich will es mal darauf schieben, dass es hier mitunter wirklich grausam zugeht. Da passt das schon. Trotzdem hoffe ich, dass es in den kommenden Episoden wieder mehr zum Grinsen gibt.

Kim Hasper und Tim Knauer geben auch hier wieder ein tolles Doppel. Es macht einfach Spass, ihren Dialogen zu lauschen. Ich bin üblicherweise kein Fan überdrehter Figuren, doch Tim Knauer verleiht Mozart mit seiner Stimme ein so sympathisch überdrehtes Wesen, dass ich hier damit überhaupt keine Schwierigkeiten habe. Roland Hemmo mischt als brummiger, aber unüberhörbar gewitzter und cleverer Kommissar Abel mit.

Der Soundtrack präsentiert sich einmal mehr sehr düster und bedrückend. So ist es unverkennbar, dass sich die Situation von Resch und Amadeus zuspitzt. Diesen Eindruck hat mir die Untermalung schon gleich beim ersten Hören vermittelt, bei dem ich mit dem Verstehen wie gesagt noch meine Schwierigkeiten hatte. Die Geräuschkulisse braucht sich auch bei dieser Episode nichts vorwerfen zu lassen.

Auf dem Cover ist wie gewohnt Amadeus zu sehen, der den Betrachter mit eindringlichem Blick ansieht. Das Motiv neben ihm zeigt einen abgetrennten Kopf. Der spielt in dieser Folge eine wichtige Rolle und macht obendrein noch neugierig auf die Geschichte.

Fazit:  Die Geschichte wird in einer ungewöhnlichen Erzählweise erzählt, die mir das Verstehen beim ersten Hören schwierig gemacht hat. Also unbedingt aufmerksam sein! Außerdem sollte man zumindest das Geschehen aus Partitur 6 noch gut im Kopf haben, sonst ist man aufgeschmissen. Die Reihe zieht spürbar die Zügel an, auch was die Handlung anbetrifft, die mit jeder Folge spannender wird.

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